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DESATIV
Business Intelligence & Analytics

Zahlen, über die in der Besprechung nicht mehr gestritten wird

Wir bauen Auswertungen auf einem sauberen Datenmodell auf: definierte Kennzahlen, dokumentierte Berechnung, automatisierte Beladung aus ERP, Kasse und Zeiterfassung. Damit die Diskussion um das Ergebnis geht und nicht darum, wessen Excel-Datei recht hat.

Die meisten gescheiterten BI-Projekte scheitern nicht an der Software. Sie scheitern daran, dass niemand vorher festgelegt hat, was ein Auftrag ist, ab wann ein Kunde als aktiv gilt und ob Skonto zum Umsatz zählt. Datenqualität und klare Definitionen sind die Voraussetzung für ein Dashboard, nicht sein Ergebnis. Wir fangen deshalb bei den Kennzahlen und den Quelldaten an – das Diagramm ist der letzte Schritt, nicht der erste.

Schematische Darstellung einer Datenanalyse mit KI-Komponenten

Kennzahlen zuerst definiert

Jede Kennzahl bekommt eine schriftliche Definition, bevor sie in einem Bericht auftaucht

Ein Datenmodell statt vieler Dateien

Zentrales Modell mit Stammdaten und Fakten – nicht jede Abteilung rechnet ihre eigene Version

Automatisierte Beladung

ETL-Strecken aus ERP, Warenwirtschaft, Kasse und Zeiterfassung statt manueller Exporte

Nachvollziehbare Zahlen

Jeder Wert lässt sich bis auf die Einzelbelege im Quellsystem zurückverfolgen

1
zentrales Datenmodell statt konkurrierender Excel-Dateien
10–15
Kennzahlen mit schriftlicher Definition zum Start
täglich
automatisierte Beladung aus den Quellsystemen
8–12
Wochen bis zum ersten produktiven Berichtssatz

Warum Datenqualität am Anfang steht

In fast jedem Projekt finden wir dieselben Muster: Kunden mehrfach angelegt in unterschiedlicher Schreibweise, Artikel ohne Warengruppe, Aufträge mit leerem Datumsfeld, historisch gewachsene Sonderfälle, die nur ein Mitarbeitender kennt. Solange das so bleibt, produziert jedes Dashboard falsche Zahlen – nur schneller und in schönerer Optik als vorher.

Wir beginnen deshalb mit einer Bestandsaufnahme der Quelldaten. Dabei geht es nicht um Perfektion, sondern um Belastbarkeit für die konkret geplanten Auswertungen. Wenn Sie den Deckungsbeitrag je Warengruppe sehen wollen, müssen die Warengruppen vollständig gepflegt sein; Dubletten im Lieferantenstamm sind dafür zunächst zweitrangig.

Ein Teil der Bereinigung lässt sich technisch in der Beladungsstrecke abfangen, etwa durch Normalisierung von Schreibweisen. Der andere Teil ist Fachaufgabe und muss im Quellsystem passieren. Wir benennen klar, was in welche Kategorie fällt – und stellen den notwendigen Aufwand vor Projektstart dar, statt ihn später als Überraschung nachzureichen.

  • Analyse der Quelldaten auf Vollständigkeit, Dubletten und Lücken
  • Priorisierung der Bereinigung nach den geplanten Auswertungen
  • Normalisierung von Schreibweisen und Formaten in der Beladungsstrecke
  • Klare Trennung: technisch abfangbar oder im Quellsystem zu korrigieren
  • Regeln für den Umgang mit unvollständigen Datensätzen
  • Laufende Qualitätsprüfungen mit Meldung bei Auffälligkeiten
  • Realistische Aufwandsdarstellung vor dem Projektstart

Kennzahlen definieren, bevor sie gemessen werden

Die häufigste Ursache für Streit über Zahlen ist keine Fehlberechnung, sondern eine fehlende Definition. Zählt ein Auftrag zum Datum der Bestellung, der Lieferung oder der Rechnung? Ist Umsatz brutto oder netto, mit oder ohne Fracht, vor oder nach Skonto? Werden Stornos rückwirkend abgezogen oder im laufenden Monat gegengebucht?

Wir moderieren diese Festlegungen mit Ihnen und schreiben sie fest. Das Ergebnis ist ein Kennzahlenverzeichnis, in dem jede Kennzahl mit Definition, Berechnungslogik, Datenquelle und verantwortlicher Person steht. Dieses Dokument ist am Ende oft mehr wert als der Bericht selbst, weil es die Diskussion ein für alle Mal beendet.

Wir raten zu wenigen Kennzahlen mit klarer Aussage. Zwölf Kennzahlen, die jeder versteht und die zu Entscheidungen führen, wirken mehr als achtzig, die niemand mehr prüft.

  • Gemeinsame Definition jeder Kennzahl vor der technischen Umsetzung
  • Kennzahlenverzeichnis mit Berechnungslogik und Datenquelle
  • Festlegung des maßgeblichen Datums je Auswertung
  • Klare Regeln für Stornos, Gutschriften, Skonto und Retouren
  • Benannte fachliche Verantwortung je Kennzahl
  • Bewusste Begrenzung auf entscheidungsrelevante Kennzahlen
  • Versionierung bei späteren Änderungen der Definition

Datenmodell und ETL-Strecken

Technisches Herzstück ist ein Datenmodell, das Stammdaten und Bewegungsdaten sauber trennt: Kunden, Artikel, Mitarbeitende und Zeit als Dimensionen, Aufträge, Rechnungen und Buchungen als Fakten. Dieser Sternschema-Aufbau ist seit Jahrzehnten Standard, weil er sich gut auswerten lässt und bei wachsenden Datenmengen stabil bleibt.

Die Beladung erfolgt über ETL-Strecken, die Daten aus den Quellsystemen ziehen, aufbereiten und ins Modell schreiben – typischerweise nächtlich, bei Bedarf mehrmals täglich. Manuelle Exporte vermeiden wir konsequent: Sie sind die häufigste Fehlerquelle und brechen zusammen, sobald die zuständige Person im Urlaub ist.

Historisierung ist ein Punkt, der gern übersehen wird. Wenn ein Kunde die Region wechselt oder ein Artikel die Warengruppe, muss entschieden werden, ob alte Auswertungen sich rückwirkend ändern. Wir klären das je Dimension und dokumentieren die Entscheidung.

  • Sternschema mit getrennten Dimensions- und Faktentabellen
  • Zentrale Zeitdimension mit Geschäftsjahr, Quartalen und Feiertagen
  • Automatisierte nächtliche Beladung statt manueller Exporte
  • Protokollierung jedes Beladungslaufs mit Fehlerbenachrichtigung
  • Historisierung von Stammdatenänderungen je Dimension geklärt
  • Inkrementelle Beladung bei großen Datenmengen
  • Aufbau als Data Warehouse auf SQL Server oder in der Azure-Umgebung

Anbindung an ERP, Warenwirtschaft und Kasse

Die Anbindung der Quellsysteme entscheidet über den Aufwand. Bei verbreiteten Systemen wie Microsoft Dynamics, Sage, DATEV oder gängigen Warenwirtschaften ist der Weg meist klar: dokumentierte Schnittstellen oder direkter lesender Datenbankzugriff. Bei älteren oder branchenspezifischen Systemen ist manchmal ein geplanter Export die einzige verlässliche Option.

Kassensysteme im Einzelhandel und in der Gastronomie sind ein Sonderfall. Die Daten liegen oft filialweise vor, in unterschiedlicher Struktur und mit eigenen Artikelstämmen. Hier steckt der Aufwand in der Vereinheitlichung, nicht in der Auswertung.

Wir binden grundsätzlich lesend an. Ein BI-System schreibt nicht in Ihr ERP zurück – das reduziert das Risiko erheblich und vereinfacht die Abstimmung mit Ihrem Softwarehaus.

  • Anbindung an Microsoft Dynamics, Sage, DATEV und gängige Warenwirtschaften
  • Filialübergreifende Zusammenführung von Kassendaten
  • Zeiterfassung und Projektzeiten für Auslastung und Nachkalkulation
  • Vereinheitlichung unterschiedlicher Artikel- und Kundenstämme
  • Ausschließlich lesender Zugriff auf die Quellsysteme
  • Abstimmung mit Ihrem Softwarehaus über Schnittstellen und Lizenzen
  • Ergänzung um Excel-Planungsdaten mit kontrolliertem Einlesen

Berichte und Dashboards mit Power BI

Für die Darstellung setzen wir überwiegend auf Power BI, weil es sich gut in vorhandene Microsoft-365-Umgebungen einfügt, die Lizenzkosten im Mittelstand überschaubar bleiben und Berichte ohne zusätzliche Software im Browser und auf dem Handy nutzbar sind.

Wir bauen Berichte auf die tatsächliche Nutzung zu. Die Geschäftsführung braucht eine verdichtete Übersicht auf einer Seite, der Vertrieb Kundendetails mit Verlauf, die Produktion aktuelle Auslastungszahlen. Ein Bericht, der alles gleichzeitig zeigen soll, wird von niemandem verwendet.

Berechtigungen bilden wir im Modell ab, nicht durch getrennte Berichte. Ein Vertriebsmitarbeiter sieht denselben Bericht wie die Vertriebsleitung, aber nur die Daten seines Gebiets. Das reduziert den Pflegeaufwand und verhindert, dass Varianten auseinanderlaufen.

  • Power BI mit Anbindung an Ihr zentrales Datenmodell
  • Rollenspezifische Berichte für Geschäftsführung, Vertrieb und Produktion
  • Zeilenbasierte Berechtigungen direkt im Datenmodell
  • Automatischer Berichtsversand als PDF zu festen Terminen
  • Nutzung im Browser, in Teams und auf Mobilgeräten
  • Möglichkeit, von der Kennzahl bis auf den Einzelbeleg zu navigieren
  • Schulung Ihrer Mitarbeitenden für eigene Auswertungen

Was Analytics leisten kann – und was nicht

Business Intelligence beschreibt zuverlässig, was war und was ist. Sie zeigt Entwicklungen, Abweichungen und Zusammenhänge in Ihren Daten. Das ist der weitaus größte Teil des Nutzens und für die meisten Unternehmen völlig ausreichend.

Prognosen sind ein anderes Thema. Statistische Verfahren können saisonale Muster fortschreiben und dabei durchaus brauchbare Absatzprognosen liefern. Sie scheitern aber an allem, was in den historischen Daten nicht vorkommt – Marktveränderungen, neue Wettbewerber, Lieferkettenstörungen. Wir setzen Prognosen deshalb nur dort ein, wo genug Historie vorliegt, und benennen ihre Unsicherheit.

Ebenso wichtig: Ein Dashboard trifft keine Entscheidungen. Es macht sichtbar, worüber entschieden werden muss. Der Nutzen entsteht erst, wenn die Zahlen regelmäßig besprochen werden und daraus Maßnahmen folgen.

  • Verlässliche Auswertung von Vergangenheit und Gegenwart
  • Abweichungsanalysen gegen Vorjahr, Plan und Budget
  • Saisonale Prognosen nur bei ausreichender Datenhistorie
  • Offene Benennung der Unsicherheit jeder Vorhersage
  • Keine Prognosen zu Ereignissen ohne historische Entsprechung
  • Feste Besprechungsroutine als Teil der Einführung
  • Regelmäßige Prüfung, welche Berichte tatsächlich genutzt werden
Praxisbeispiel

Deckungsbeitrag je Filiale für einen Einzelhändler mit sechs Standorten

Ein Einzelhandelsunternehmen im Münchner Raum mit sechs Filialen und 70 Mitarbeitenden wertete Umsätze bis dahin über monatliche Excel-Exporte aus jeder Kasse aus. Die Zahlen lagen frühestens am zwölften Werktag vor und wichen regelmäßig von der Buchhaltung ab. Bei der Analyse zeigte sich als Hauptursache ein uneinheitlicher Artikelstamm: Dieselben Artikel waren je Filiale unterschiedlichen Warengruppen zugeordnet, rund 900 Artikel hatten gar keine Zuordnung. Vor dem Aufbau der Auswertung wurde der Artikelstamm über acht Wochen vereinheitlicht. Anschließend haben wir die Kassendaten aller Filialen nächtlich in ein zentrales Modell geladen, mit Personal- und Mietkosten je Standort verknüpft und den Deckungsbeitrag je Filiale und Warengruppe definiert. Die Geschäftsführung sieht die Zahlen des Vortags jeden Morgen, die Filialleitungen jeweils ihren eigenen Standort.

6
Filialen in einem einheitlichen Datenmodell
900
Artikel ohne Warengruppe vor dem Projekt korrigiert
12 → 1
Werktage bis zur verfügbaren Auswertung
Die unangenehme Erkenntnis war, dass unsere Stammdaten das eigentliche Problem waren. Acht Wochen Aufräumen vor dem ersten Diagramm – aber seitdem stimmen die Zahlen mit der Buchhaltung überein.
Kaufmännische Leitung
Einzelhandelsunternehmen aus dem Münchner Raum, sechs Filialen
IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.
IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.
IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.
IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.

Häufige Fragen

Für einen ersten produktiven Berichtssatz auf einer sauberen Datenbasis rechnen wir mit acht bis zwölf Wochen. Der Faktor mit der größten Streuung ist die Datenqualität: Wenn Stammdaten erst vereinheitlicht werden müssen, kommt der entsprechende Aufwand hinzu, und der liegt überwiegend bei Ihren Fachabteilungen. Wir bewerten das in einer Vorabanalyse, damit die Größenordnung vor der Entscheidung feststeht.

Für die reine Nutzung fällt eine Lizenz je Anwender an, die im Rahmen üblicher Microsoft-365-Kosten liegt. Ab einer größeren Nutzerzahl kann eine kapazitätsbasierte Lizenz günstiger sein. Der wesentliche Kostenblock ist ohnehin nicht die Lizenz, sondern der einmalige Aufbau von Datenmodell und Beladungsstrecken. Wir stellen beide Varianten mit einer Beispielrechnung für Ihre Nutzerzahl gegenüber.

Excel ist für Einzelauswertungen ausgezeichnet. Es wird zum Problem, wenn mehrere Personen dieselbe Kennzahl unterschiedlich berechnen, Dateien per Mail kursieren und niemand mehr weiß, welche Version aktuell ist. Ein BI-System löst genau das: eine Berechnungslogik, eine Datenquelle, aktuelle Zahlen für alle. Für Ad-hoc-Analysen bleibt Excel danach weiterhin nutzbar – dann aber auf demselben geprüften Datenmodell.

Nein. Ein Data Warehouse lässt sich auf einem SQL Server im eigenen Haus betreiben, ebenso ein Power BI Report Server. Der Betrieb in Azure ist meist einfacher und günstiger zu skalieren, aber keine Voraussetzung. Wir stellen beide Varianten mit Kosten, Betriebsaufwand und datenschutzrechtlichen Aspekten gegenüber und richten uns nach Ihrer Vorgabe.

Ja, und das ist ein wesentlicher Teil des Nutzens. Auf einem sauber aufgebauten Datenmodell können geschulte Anwender eigene Berichte erstellen, ohne die Kennzahlenlogik neu erfinden zu müssen. Wir schulen üblicherweise zwei bis vier Personen als interne Ansprechpartner. Wichtig ist eine klare Trennung: freigegebene Standardberichte einerseits, persönliche Analysen andererseits.

Eingeschränkt und mit klarer Unsicherheit. Bei ausreichender Historie und stabilem Geschäft lassen sich saisonale Muster fortschreiben, was für Personal- und Bestandsplanung durchaus brauchbar ist. Ereignisse ohne historische Entsprechung – neue Wettbewerber, Marktveränderungen, Lieferstörungen – erfasst kein Modell. Wir weisen Prognosen deshalb immer mit Bandbreite aus und nicht als einzelne Zahl.

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