Wiederkehrende Arbeit automatisieren – mit Kontrolle an den richtigen Stellen
Wir automatisieren Geschäftsprozesse, in denen heute Menschen Dokumente lesen, sortieren, übertragen und weiterleiten. Sprachmodelle übernehmen das Verstehen, klassische Automatisierung übernimmt den Ablauf – und an jedem Punkt, an dem ein Fehler teuer wäre, bleibt eine menschliche Freigabe.
In fast jedem mittelständischen Unternehmen gibt es Vorgänge, die täglich gleich ablaufen: Rechnungen erfassen, Anfragen zuordnen, Daten von einem System ins nächste übertragen. Das ist Arbeit, die niemand gern macht und die trotzdem Konzentration verlangt. Genau hier setzt KI-Automatisierung an – nicht als Ersatz für Mitarbeitende, sondern als Entlastung von Routine, die messbar Stunden pro Woche frei macht.

Messbare Zeitersparnis
Wir messen den Aufwand vor der Automatisierung und danach – nachvollziehbar in Stunden
Freigabe wo nötig
Automatisch vorbereitet, menschlich freigegeben, wo Fehler Geld oder Vertrauen kosten
Anbindung an Ihre Systeme
DMS, ERP, CRM und Ticketsystem über bestehende Schnittstellen statt Insellösung
Wartbar gebaut
Dokumentierte Abläufe in n8n oder Power Automate, die auch andere übernehmen können
Welche Prozesse sich für KI-Automatisierung eignen
Ein Prozess ist ein guter Kandidat, wenn er häufig vorkommt, klaren Regeln folgt und heute daran scheitert, dass jemand unstrukturierte Texte oder Dokumente lesen muss. Genau diese Lücke schließen Sprachmodelle: Sie machen aus einer freien E-Mail oder einem PDF strukturierte Daten, mit denen sich klassisch weiterarbeiten lässt.
Als Faustregel gilt: Ab etwa 20 gleichartigen Vorgängen pro Woche lohnt sich die Betrachtung. Darunter übersteigt der Aufwand für Einrichtung, Test und Pflege in der Regel den Nutzen – das sagen wir dann auch.
- ✓Eingangsrechnungen erfassen: Lieferant, Betrag, Steuersatz, Kostenstelle auslesen
- ✓E-Mails im Sammelpostfach kategorisieren und an die richtige Abteilung leiten
- ✓Angebotsanfragen vorqualifizieren und mit Stammdaten abgleichen
- ✓Lieferscheine und Auftragsbestätigungen mit Bestellungen abgleichen
- ✓Dokumente automatisch verschlagworten und im DMS korrekt ablegen
- ✓Besprechungsnotizen in strukturierte Aufgaben mit Verantwortlichen überführen
- ✓Reklamationen nach Dringlichkeit und Produktgruppe vorsortieren
- ✓Wiederkehrende Berichte aus mehreren Datenquellen zusammenstellen
Wie eine automatisierte Verarbeitung technisch aufgebaut ist
Eine Automatisierung besteht bei uns fast immer aus vier Bausteinen: einem Auslöser, einem Verstehensschritt durch ein Sprachmodell, einer Prüfung und einer Aktion im Zielsystem. Der Auslöser ist etwa eine neue E-Mail im Rechnungspostfach oder ein Dokument in einem überwachten Ordner.
Den Verstehensschritt übernimmt ein Modell wie Claude oder ein Modell von OpenAI über API-Anbindung. Es extrahiert die relevanten Felder und liefert zusätzlich eine Selbsteinschätzung, wie sicher es sich ist. Diese Sicherheitsbewertung steuert anschließend, ob der Vorgang direkt weiterläuft oder zur Prüfung vorgelegt wird.
Die Ablaufsteuerung setzen wir mit n8n oder Power Automate um. Beides ist visuell nachvollziehbar, versionierbar und lässt sich später auch von Ihren eigenen Leuten anpassen – wir bauen bewusst keine Blackbox.
- ✓Auslöser: neue E-Mail, neues Dokument, Zeitplan oder Webhook aus einem Fachsystem
- ✓Verstehensschritt: Extraktion strukturierter Felder aus unstrukturiertem Text per API
- ✓Validierung: Abgleich mit Stammdaten, Plausibilitätsregeln, Betragsgrenzen
- ✓Entscheidungslogik: automatisch weiterleiten oder zur Freigabe vorlegen
- ✓Aktion: Buchung im ERP, Ablage im DMS, Ticket im Servicedesk, Benachrichtigung
- ✓Protokollierung jedes Schritts für Nachvollziehbarkeit und Fehlersuche
- ✓Fehlerbehandlung: kein stiller Abbruch, sondern definierte Eskalation an einen Menschen
Der Mensch bleibt im Ablauf – bewusst
Sprachmodelle machen Fehler, und sie machen diese Fehler mitunter selbstbewusst. Wer daraus schließt, KI sei für Geschäftsprozesse ungeeignet, greift zu kurz. Wer daraus schließt, man könne alles vollautomatisieren, ebenfalls. Die Lösung liegt im Zuschnitt: Automatisieren Sie das Vorbereiten, nicht das Entscheiden.
Konkret heißt das: Die KI liest die Rechnung aus und legt sie mit allen Feldern gefüllt vor. Die Freigabe erfolgt weiterhin durch einen Menschen – aber in fünf Sekunden statt in drei Minuten. Ab einer definierten Betragsgrenze oder bei unsicherer Erkennung wird zusätzlich der Originalbeleg eingeblendet.
Nach einigen Monaten Betrieb kennen wir die Fehlerquote in Ihrem konkreten Fall. Erst dann diskutieren wir, ob unkritische Teilmengen – etwa Kleinbeträge bekannter Lieferanten – ohne Freigabe durchlaufen dürfen.
- ✓Betragsgrenzen: darüber immer menschliche Freigabe, unabhängig von der Erkennungsgüte
- ✓Sicherheitsbewertung des Modells steuert, was zur Prüfung vorgelegt wird
- ✓Neue Lieferanten und unbekannte Formate gehen grundsätzlich in die Prüfung
- ✓Stichprobenkontrolle auch bei automatisch durchgelaufenen Vorgängen
- ✓Vollständiges Protokoll: jederzeit nachvollziehbar, was die KI erkannt hat
- ✓Schrittweise Ausweitung erst nach belastbarer Fehlerquote aus dem Echtbetrieb
Anbindung an Ihre bestehenden Systeme
Eine Automatisierung ist nur so gut wie ihre Anbindung. Wenn das Ergebnis in einer separaten Oberfläche landet, aus der jemand es abtippen muss, ist nichts gewonnen. Wir schreiben deshalb immer direkt in die Systeme, mit denen Sie ohnehin arbeiten.
In der Praxis prüfen wir zuerst, welche Schnittstellen Ihre Fachanwendungen bieten. Moderne Systeme bringen REST-APIs mit. Ältere Branchensoftware arbeitet oft nur über Dateiimport oder direkten Datenbankzugriff – auch damit lässt sich sauber arbeiten, es erfordert nur mehr Sorgfalt bei Tests und Absicherung.
- ✓ERP-Systeme über REST-API oder definierte Importschnittstellen
- ✓Dokumentenmanagement: Ablage inklusive Metadaten und Berechtigungen
- ✓CRM: Anlage und Anreicherung von Kontakten, Anfragen und Vorgängen
- ✓Microsoft 365: Outlook, SharePoint, Teams und Excel als Quelle und Ziel
- ✓Ticket- und Servicedesk-Systeme für den Support-Bereich
- ✓Datenbankzugriff bei älterer Branchensoftware, lesend abgesichert
- ✓Klare Trennung von Test- und Produktivumgebung während der Einführung
Vorgehen: vom Prozessmessen bis zum Betrieb
Wir beginnen nicht mit Technik, sondern mit einer Messung. Wie viele Vorgänge fallen tatsächlich an, wie lange dauert einer heute, wo entstehen Rückfragen? Ohne diese Ausgangswerte lässt sich später nicht beurteilen, ob sich die Investition gelohnt hat.
Danach bauen wir die Automatisierung für einen klar abgegrenzten Prozess und lassen sie zunächst im Schattenbetrieb mitlaufen: Die KI verarbeitet die Vorgänge parallel zum bestehenden Ablauf, ohne dass ihre Ergebnisse wirksam werden. So sehen wir die reale Fehlerquote, bevor irgendetwas produktiv geht.
- ✓01 Messung: Vorgangszahlen, Bearbeitungszeiten und Fehlerquellen im Ist-Zustand
- ✓02 Zuschnitt: klare Abgrenzung, was automatisiert wird und was nicht
- ✓03 Aufbau: Ablauf in n8n oder Power Automate, Anbindung der Zielsysteme
- ✓04 Schattenbetrieb: mehrere Wochen parallel ohne Wirkung, Auswertung der Trefferquote
- ✓05 Produktivsetzung mit Freigabeschritt und enger Begleitung
- ✓06 Nachmessung nach acht bis zwölf Wochen gegen die Ausgangswerte
- ✓Danach: Ausweitung auf weitere Vorgangsarten oder bewusster Stopp
Kosten, Betrieb und was danach kommt
Die laufenden Kosten einer Automatisierung setzen sich aus API-Nutzung, Betrieb der Ablaufsteuerung und Wartung zusammen. Die API-Kosten sind bei Textverarbeitung meist überschaubar – ein ausgelesener Rechnungsbeleg kostet üblicherweise weniger als ein Cent. Der größere Posten ist die Pflege, wenn sich Formate oder Schnittstellen ändern.
Wir betreiben die Automatisierungen auf Wunsch dauerhaft weiter, überwachen Fehlerquoten und passen sie an. Alternativ übergeben wir sie vollständig dokumentiert an Ihre IT. Beides ist möglich, weil wir bewusst auf gängige, offene Werkzeuge setzen und keine Abhängigkeit konstruieren.
- ✓Transparente Trennung von einmaligem Aufbau und laufenden Kosten
- ✓Überwachung der Fehler- und Trefferquote mit monatlicher Auswertung
- ✓Anpassung bei geänderten Belegformaten oder Systemaktualisierungen
- ✓Vollständige Dokumentation der Abläufe, jederzeit übergabefähig
- ✓Betrieb durch uns oder Übergabe an Ihre interne IT – Ihre Entscheidung
- ✓Vor-Ort-Termine für Kunden im Raum München, Fernwartung deutschlandweit
Eingangsrechnungen: von drei Minuten auf zwanzig Sekunden je Beleg
Ein Handwerksbetrieb mit 55 Mitarbeitenden im Münchner Umland verarbeitete rund 400 Eingangsrechnungen monatlich. Zwei Mitarbeiterinnen erfassten Lieferant, Betrag, Steuersätze und Kostenstelle manuell im ERP. Wir haben einen Ablauf in n8n gebaut: Rechnungen aus dem Sammelpostfach werden per API an ein Sprachmodell übergeben, die extrahierten Felder gegen die Lieferantenstammdaten geprüft und als Buchungsvorschlag ins ERP geschrieben. Ab 2.500 Euro und bei unbekannten Lieferanten wird der Beleg zur Prüfung mit eingeblendetem Original vorgelegt. Nach fünf Wochen Schattenbetrieb lag die Feldtrefferquote bei 96 Prozent; die verbleibenden Fälle betreffen fast ausschließlich schlecht gescannte Belege.
Die Freigabe machen wir weiterhin selbst, das war uns wichtig. Aber statt jede Zahl abzutippen, kontrollieren wir nur noch – das ist ein völlig anderes Arbeiten.
Leitung Buchhaltung, Handwerksbetrieb im Münchner Umland
Häufige Fragen
Als Orientierung: ab etwa 20 gleichartigen Vorgängen pro Woche. Entscheidend ist aber auch die Bearbeitungsdauer je Vorgang und wie gleichförmig die Fälle sind. Wir messen den Ist-Zustand vor dem Projekt, sodass Sie eine belastbare Rechnung statt einer Schätzung bekommen. Wenn sich der Aufwand nicht amortisiert, raten wir ab.
Deshalb bleibt ein Freigabeschritt im Ablauf. Das Modell liefert zu jeder Extraktion eine Sicherheitsbewertung mit; unsichere Fälle, unbekannte Lieferanten oder Vorgänge über einer Betragsgrenze werden grundsätzlich einem Menschen vorgelegt. Zusätzlich läuft jede Automatisierung mehrere Wochen im Schattenbetrieb, damit wir die reale Fehlerquote kennen, bevor sie produktiv wirkt.
In den von uns begleiteten Projekten ist das nicht eingetreten. Automatisiert wird die Erfassungs- und Übertragungsarbeit, nicht die fachliche Beurteilung. Die frei werdende Zeit fließt in der Regel in Aufgaben, die vorher liegen geblieben sind – Nachfassen bei offenen Posten, Stammdatenpflege, Klärfälle. Es ist trotzdem sinnvoll, das Team früh einzubinden statt es vor vollendete Tatsachen zu stellen.
Meistens ja. Moderne Systeme bieten REST-Schnittstellen, ältere arbeiten über Dateiimport oder direkten Datenbankzugriff. Beides ist machbar, erfordert bei älteren Systemen aber mehr Sorgfalt bei Tests und Absicherung. In der Bestandsaufnahme prüfen wir, welcher Weg bei Ihnen gangbar ist, bevor wir ein Angebot machen.
Beim Einsatz von Modellen über API werden die zu verarbeitenden Inhalte an den jeweiligen Anbieter übertragen – in unseren Setups über geschäftliche Zugänge mit Auftragsverarbeitungsvertrag und ohne Nutzung zu Trainingszwecken. Wo das nicht infrage kommt, prüfen wir On-Premise-Modelle auf eigener Hardware. Wir dokumentieren die Datenflüsse; die datenschutzrechtliche Freigabe erteilt Ihr Datenschutzbeauftragter.
Nein, und das ist bewusst so gebaut. Wir nutzen mit n8n und Power Automate verbreitete, visuell nachvollziehbare Werkzeuge und dokumentieren jeden Ablauf vollständig. Sie können den Betrieb jederzeit an Ihre interne IT oder einen anderen Dienstleister übergeben. Wir betreuen die Automatisierungen gern weiter, aber nicht, weil es niemand anderes könnte.
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