Künstliche Intelligenz ohne Hype – dafür mit Rechnung
Wir beraten kleine und mittelständische Unternehmen dabei, wo KI heute echten Nutzen bringt und wo sie schlicht zu teuer, zu unzuverlässig oder rechtlich zu heikel ist. Am Ende steht kein Konzeptpapier, sondern eine priorisierte Liste von Anwendungsfällen mit Aufwand, Nutzen und Risiko.
Die meisten KI-Projekte im Mittelstand scheitern nicht an der Technik, sondern an der Auswahl des Anwendungsfalls. Wir setzen deshalb vorne an: Wir sehen uns Ihre tatsächlichen Abläufe an, identifizieren die Stellen mit hohem manuellem Aufwand und prüfen, ob heute verfügbare Sprachmodelle dort verlässlich genug arbeiten. Was sich nicht rechnet, empfehlen wir nicht – auch wenn es sich gut präsentieren ließe.

Nutzen vor Technik
Wir starten bei Ihren Prozessen, nicht bei einem Tool, das gerade Aufmerksamkeit bekommt
Realistische Grenzen
Wir benennen klar, wo Sprachmodelle heute zu fehleranfällig für den Produktivbetrieb sind
Datenschutz mitgedacht
EU-Hosting, Verarbeitungswege und Alternativen zu US-Diensten von Anfang an
Ergebnis statt Folien
Priorisierte Anwendungsfälle mit Aufwandsschätzung, Kosten und Erfolgskriterien
Wo KI im Mittelstand heute tatsächlich funktioniert
Sprachmodelle sind stark bei Aufgaben, die Sprache verarbeiten, strukturieren oder zusammenfassen – und bei denen ein Mensch das Ergebnis prüfen kann, bevor es wirkt. Das trifft auf erstaunlich viele Vorgänge im Büroalltag zu: Angebotsentwürfe, Protokolle, Recherche in eigenen Dokumenten, Vorsortierung von Anfragen.
Deutlich schwieriger wird es überall dort, wo eine Antwort ohne menschliche Kontrolle nach außen geht oder wo ein Fehler teuer wird. Rechnungsfreigaben, verbindliche Preisauskünfte oder rechtliche Aussagen gehören nicht in die alleinige Verantwortung eines Modells. Diese Trennlinie ziehen wir in jedem Projekt explizit.
- ✓Recherche in eigenen Dokumenten, Verträgen und Handbüchern per RAG
- ✓Entwürfe für Angebote, Berichte und wiederkehrende Korrespondenz
- ✓Zusammenfassung von Besprechungen und langen E-Mail-Verläufen
- ✓Vorsortierung und Kategorisierung eingehender Anfragen
- ✓Auslesen strukturierter Daten aus Rechnungen, Lieferscheinen und Formularen
- ✓Übersetzungen und sprachliche Vereinheitlichung von Produkttexten
- ✓Unterstützung im Support: Vorschlagsantworten statt automatischer Antworten
Wo wir von KI abraten
Ein Beratungsgespräch, das nur Möglichkeiten aufzählt, ist wenig wert. Genauso wichtig ist die Gegenliste. Wir raten regelmäßig von Projekten ab, weil der Aufwand für Datenaufbereitung, Qualitätssicherung und Pflege den erwarteten Nutzen übersteigt.
Ein typisches Beispiel: Ein Unternehmen möchte eine KI, die vollautomatisch Angebote kalkuliert. Wenn die Preislogik in den Köpfen von drei Mitarbeitenden steckt und nirgends dokumentiert ist, ist das kein KI-Projekt, sondern zunächst ein Dokumentationsprojekt. Diese Reihenfolge sprechen wir offen an.
- ✓Entscheidungen mit rechtlicher oder finanzieller Bindungswirkung ohne Freigabe
- ✓Anwendungsfälle mit sehr wenigen, dafür sehr unterschiedlichen Vorgängen pro Jahr
- ✓Prozesse, deren Regeln nirgends dokumentiert sind – erst strukturieren, dann automatisieren
- ✓Daten, die nur in schlechten Scans oder handschriftlich vorliegen
- ✓Personenbezogene Bewertungen von Bewerbern oder Mitarbeitenden
- ✓Anwendungen, bei denen ein einzelner Fehler den Nutzen mehrerer Monate aufzehrt
Welche Technologien wir einsetzen – und warum
Wir sind nicht an einen Anbieter gebunden. Je nach Anforderung an Datenschutz, Kosten und Antwortqualität kommen unterschiedliche Modelle und Betriebsformen infrage. In vielen Fällen ist Microsoft Copilot der pragmatischste Einstieg, weil er sich in eine bestehende Microsoft-365-Umgebung einfügt und keine zusätzliche Datenhaltung erfordert.
Für eigene Anwendungen setzen wir überwiegend auf API-Anbindungen an Modelle von Anthropic (Claude) oder OpenAI, kombiniert mit einer Vektordatenbank für Ihre eigenen Dokumente. Wo Daten das Haus nicht verlassen dürfen, prüfen wir offene Modelle im On-Premise-Betrieb – bei ehrlicher Einordnung, dass Qualität und Betriebsaufwand dort anders liegen.
- ✓Microsoft Copilot als Einstieg in bestehenden Microsoft-365-Umgebungen
- ✓Claude und ChatGPT über API-Anbindung für maßgeschneiderte Anwendungen
- ✓RAG (Retrieval Augmented Generation) für Antworten aus Ihren eigenen Dokumenten
- ✓Vektordatenbanken zur Indizierung von Handbüchern, Verträgen und Wissensbeständen
- ✓Anbindung an bestehende Systeme: DMS, ERP, CRM und Ticketsysteme
- ✓n8n oder Power Automate für die Ablaufsteuerung ohne eigene Entwicklung
- ✓On-Premise-Betrieb offener Modelle, wenn Daten das Haus nicht verlassen dürfen
- ✓EU-Hosting als Standardvorgabe, wo der jeweilige Anbieter es anbietet
Datenschutz und EU AI Act sachlich eingeordnet
Zwei Themenkomplexe sind bei KI-Projekten relevant: die DSGVO, sobald personenbezogene Daten verarbeitet werden, und die KI-Verordnung der EU (EU AI Act), die KI-Systeme nach Risikoklassen einteilt und seit 2024 schrittweise in Kraft tritt.
Für die allermeisten Anwendungsfälle im Mittelstand – Textentwürfe, Dokumentenrecherche, Zusammenfassungen – gelten dabei überschaubare Anforderungen, im Wesentlichen Transparenzpflichten gegenüber Nutzern. Anspruchsvoller wird es, sobald KI in Personalauswahl, Kreditwürdigkeitsprüfung oder kritische Infrastruktur hineinreicht. Wir ordnen Ihren Anwendungsfall technisch ein und benennen, welche Fragen Sie mit Ihrem Datenschutzbeauftragten oder Ihrer Rechtsberatung klären sollten. Rechtsberatung leisten wir bewusst nicht.
Praktisch bedeutet das: Wir dokumentieren, welche Daten an welchen Dienst gehen, sorgen für Auftragsverarbeitungsverträge und richten Prozesse so ein, dass sensible Inhalte gar nicht erst in externe Modelle gelangen.
- ✓Dokumentation der Datenflüsse: welche Inhalte gehen an welchen Anbieter
- ✓Auftragsverarbeitungsverträge und Prüfung der Trainingsdaten-Nutzung
- ✓Technische Filter gegen die Weitergabe personenbezogener oder vertraulicher Daten
- ✓Transparenzhinweise für Mitarbeitende und Kunden, wo KI im Einsatz ist
- ✓Einordnung des Anwendungsfalls in die Risikologik der EU-KI-Verordnung
- ✓Interne Nutzungsrichtlinie für den Umgang mit KI-Werkzeugen im Alltag
- ✓Klare Abgrenzung: technische Einschätzung durch uns, rechtliche Bewertung durch Ihre Berater
So läuft eine KI-Beratung bei uns ab
Wir arbeiten in einem kompakten, klar begrenzten Format. Ziel ist nicht ein möglichst umfangreiches Gutachten, sondern eine belastbare Entscheidungsgrundlage – typischerweise innerhalb von drei bis fünf Wochen.
Am Ende erhalten Sie eine priorisierte Liste von Anwendungsfällen, jeweils mit geschätztem Umsetzungsaufwand, laufenden Kosten, erwarteter Zeitersparnis und den Risiken. Ob Sie die Umsetzung mit uns, intern oder mit Dritten angehen, entscheiden Sie danach frei.
- ✓01 Auftaktgespräch: Ausgangslage, Erwartungen, bereits vorhandene Werkzeuge
- ✓02 Prozessaufnahme: Interviews mit vier bis acht Personen aus den Fachbereichen
- ✓03 Bestandsaufnahme der Daten: Wo liegt Wissen, in welcher Qualität, wie zugänglich
- ✓04 Bewertung der Anwendungsfälle nach Nutzen, Aufwand, Risiko und Datenschutz
- ✓05 Machbarkeitstest: kleiner Prototyp für den aussichtsreichsten Fall
- ✓06 Ergebnispräsentation mit priorisierter Roadmap und Kostenrahmen
- ✓Optional: Begleitung der Umsetzung und Schulung Ihrer Mitarbeitenden
Warum Beratung durch einen IT-Dienstleister aus München
KI-Projekte scheitern selten am Modell, oft aber an der Anbindung: Das Dokumentenmanagement gibt keine sinnvolle Schnittstelle her, die Berechtigungen sind nicht sauber, oder die Daten liegen in fünf verschiedenen Ablagen. Weil wir aus der klassischen EDV-Betreuung kommen, kennen wir diese Realität und planen sie ein.
Für Unternehmen im Raum München sind wir zudem persönlich erreichbar. Die Prozessaufnahme machen wir bevorzugt vor Ort – Abläufe versteht man am Arbeitsplatz besser als in der Videokonferenz.
- ✓Verständnis für gewachsene IT-Landschaften statt Beratung auf grüner Wiese
- ✓Wir bewerten auch, was Ihre bestehende Infrastruktur überhaupt hergibt
- ✓Kein Vertriebsinteresse an bestimmten KI-Produkten oder Lizenzmodellen
- ✓Ansprechpartner vor Ort im Raum München, Prozessaufnahme im Betrieb
- ✓Umsetzung und laufender Betrieb aus derselben Hand, wenn Sie das möchten
- ✓Feste Aufwandsobergrenze für die Beratungsphase, transparent vereinbart
Elf Ideen, zwei Empfehlungen – und neun bewusst verworfene Ansätze
Ein technisches Planungsbüro mit 30 Mitarbeitenden aus München wollte KI einsetzen, hatte aber keine klare Vorstellung wofür. In der Prozessaufnahme sammelten wir elf Ideen aus den Fachabteilungen. Sieben davon scheiterten an der Datenlage, zwei an einem zu geringen Volumen. Übrig blieben zwei Anwendungsfälle: eine Dokumentensuche über 14 Jahre Projektunterlagen per RAG und eine Unterstützung beim Verfassen wiederkehrender Prüfberichte. Für die Dokumentensuche bauten wir innerhalb von zwei Wochen einen Prototyp mit einer Vektordatenbank und Claude über API. Erst nach dem erfolgreichen Test empfahlen wir die Umsetzung – der zweite Anwendungsfall wurde bewusst zurückgestellt.
Uns hat überzeugt, dass neun von elf Ideen begründet abgelehnt wurden. Wir hatten vorher zwei Anbieter, die alles für machbar hielten.
Geschäftsführerin, Planungsbüro in München
Häufige Fragen
Eine vollständige Beratungsphase liegt bei kleineren und mittleren Unternehmen erfahrungsgemäß im vierstelligen Bereich, abhängig von Anzahl der Interviews und Standorte. Wir vereinbaren vorab eine feste Aufwandsobergrenze. Sie erhalten eine priorisierte Liste von Anwendungsfällen mit Aufwand, laufenden Kosten, erwarteter Ersparnis und Risiken sowie einen lauffähigen Prototyp für den aussichtsreichsten Fall.
Nein, aber die Auswahl muss enger sein. Große Eigenentwicklungen rechnen sich bei dieser Größe selten. Sinnvoll sind meist Werkzeuge, die sich in vorhandene Systeme einfügen – etwa Microsoft Copilot in einer bestehenden Microsoft-365-Umgebung – sowie ein bis zwei gezielte Automatisierungen an Stellen mit hohem manuellem Aufwand.
Über die geschäftlichen API- und Enterprise-Angebote der Anbieter ist das grundsätzlich möglich; dort werden Eingaben in der Regel nicht zum Training verwendet und es lassen sich Auftragsverarbeitungsverträge schließen. Kritischer sind kostenlose Privatkonten, die Mitarbeitende nebenbei nutzen. Wir klären die Datenflüsse technisch und erstellen eine interne Nutzungsrichtlinie; die datenschutzrechtliche Freigabe trifft Ihr Datenschutzbeauftragter.
Die KI-Verordnung stuft Systeme nach Risiko ein. Die meisten Anwendungen im Mittelstand – Textentwürfe, Dokumentenrecherche, Zusammenfassungen – fallen in Kategorien mit überschaubaren Anforderungen, im Kern Transparenzpflichten. Strenger wird es bei Personalauswahl, Bonitätsbewertung oder kritischer Infrastruktur. Wir ordnen Ihren Fall technisch ein und benennen die Punkte, die Sie rechtlich prüfen lassen sollten.
Nicht zwingend. Es gibt drei Wege: externe Modelle über API mit EU-Hosting, KI-Funktionen innerhalb Ihrer bestehenden Cloud-Umgebung, oder offene Modelle im On-Premise-Betrieb auf eigener Hardware. Der letzte Weg hält alle Daten im Haus, kostet aber Hardware und Betreuungsaufwand und liefert bei anspruchsvollen Aufgaben derzeit schwächere Ergebnisse. Wir stellen die drei Optionen mit Kosten gegenüber.
Die Beratungsphase dauert drei bis fünf Wochen. Einfache Anwendungsfälle wie eine Dokumentensuche über bestehende Ablagen lassen sich anschließend oft in vier bis acht Wochen produktiv setzen. Aufwendigere Automatisierungen mit ERP- oder DMS-Anbindung brauchen länger, meist drei bis sechs Monate einschließlich Testbetrieb.
Lass uns über dein Projekt sprechen
Kostenloses Erstgespräch & IT-Bestandsaufnahme – unverbindlich und ohne versteckte Kosten.