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DESATIV
Cloud-Migration

Umziehen in Wellen – mit einem Rückweg für jeden Schritt

Eine Migration ist Projektarbeit, kein Knopfdruck. Wir nehmen den Bestand auf, bauen die Zielumgebung parallel, testen mit einer echten Pilotgruppe und ziehen erst dann die Belegschaft nach. Für jeden Schritt existiert ein Rollback-Plan, den wir vor der Umstellung durchgespielt haben.

Die meisten schwierigen Migrationsprojekte scheitern nicht an der Technik, sondern an drei Dingen: unbekannten Abhängigkeiten in Altsystemen, unterschätzten Datenmengen und einer Belegschaft, die am Montagmorgen nicht weiß, wo ihre Dateien liegen. Wir planen deshalb bewusst langsamer, als es technisch möglich wäre. Bei 25 bis 60 Arbeitsplätzen liegt die Projektdauer erfahrungsgemäß bei sechs bis zwölf Wochen – der größere Teil davon entfällt auf Analyse, Aufbau und Test, nicht auf die Umstellung selbst.

Leuchtende Lichtwellenleiter als Sinnbild schneller Datenübertragung

Bestandsaufnahme zuerst

Anwendungen, Datenmengen, Schnittstellen, Lizenzen und Bandbreite werden erfasst, bevor irgendjemand eine Zielarchitektur zeichnet.

Pilotgruppe mit echter Arbeitslast

Eine reale Abteilung arbeitet zwei Wochen produktiv in der Zielumgebung, bevor der Rollout startet.

Getesteter Rollback-Plan

Für jede Welle steht vorher fest, wie der Zustand zurückgedreht wird und bis wann diese Entscheidung fallen muss.

Umstellung außerhalb der Kernzeit

Datenintensive Schritte laufen abends und an Wochenenden. Montags ist jemand von uns erreichbar oder im Haus.

6–12
Wochen typische Projektdauer bei 25–60 Arbeitsplätzen
10–25
Anwender je Migrationswelle
2 Wochen
produktive Pilotphase vor dem Rollout
0
Wellen ohne vorher getesteten Rollback-Plan

Phase 1: Bestandsaufnahme und Machbarkeitsprüfung

Am Anfang steht die unbequeme Frage, was überhaupt migrierbar ist. Wir erfassen alle Server, Anwendungen und Datenbestände mit ihren Abhängigkeiten. Besonderes Augenmerk gilt Fachanwendungen mit Hardwareanbindung – Kassensysteme, Maschinensteuerungen, Kartenleser, Etikettendrucker, Zeiterfassung. Diese Systeme sind der häufigste Grund, warum eine vollständige Cloud-Migration nicht sinnvoll ist.

Ebenso wichtig sind Datenmengen und Bandbreite. Zwei Terabyte Dateiserver über eine 100-Mbit-Uploadleitung zu synchronisieren dauert rechnerisch mehrere Tage – das muss im Zeitplan stehen, nicht als Überraschung am Migrationswochenende auftauchen. Bei sehr großen Beständen planen wir eine Vorabsynchronisation über mehrere Wochen ein, sodass am Umstellungstag nur noch die Änderungen übertragen werden.

  • Inventar aller Server, virtuellen Maschinen und Hyper-V-Hosts
  • Anwendungsliste mit Hersteller, Version, Support-Status und Cloud-Fähigkeit
  • Erfassung von Hardwareanbindungen: Kassen, Maschinen, Kartenleser, Drucker
  • Messung der tatsächlichen Datenmengen je Ablage und Postfach
  • Prüfung der Internetanbindung inklusive Upload und Redundanz
  • Aufnahme des bestehenden Berechtigungskonzepts und der Gruppenstruktur
  • Lizenzbestand: was ist vorhanden, was ist in die Cloud übertragbar

Phase 2: Zielarchitektur und Fünf-Jahres-Rechnung

Aus der Bestandsaufnahme entsteht ein Zielbild. In der Mehrzahl der Fälle ist das keine reine Cloud, sondern eine hybride Architektur: Postfächer, Dokumente, Zusammenarbeit und Identitäten in Microsoft 365, rechenintensive oder hardwaregebundene Systeme weiterhin lokal oder als Azure Virtual Machine, verbunden über Entra ID mit Mehrfaktor-Anmeldung und eine überwachte VPN-Strecke.

Parallel rechnen wir die Betriebskosten über fünf Jahre durch – Lizenzen, Azure-Verbrauch, Betreuung und im Vergleich dazu Hardware, Wartungsverträge, Strom und Ersatzbeschaffung im lokalen Betrieb. Diese Rechnung legen wir offen, inklusive der Annahmen. Wenn der lokale Betrieb günstiger ausfällt, steht das im Ergebnis, auch wenn es das kleinere Projekt bedeutet.

  • Zielarchitektur mit klarer Zuordnung: was geht in die Cloud, was bleibt lokal
  • Entra ID als zentrale Identität mit Mehrfaktor-Anmeldung und Conditional Access
  • Exchange Online, SharePoint und OneDrive als Ablage- und Kommunikationsbasis
  • Azure Virtual Machines für Fachanwendungen ohne SaaS-Alternative
  • Lizenzmodell nach tatsächlichem Bedarf, gemischt statt einheitlich teuer
  • Fünf-Jahres-Kostenvergleich mit offengelegten Annahmen
  • Neue Ablagestruktur und Berechtigungskonzept statt Übernahme des Wildwuchses

Phase 3: Aufbau der Zielumgebung und Pilotgruppe

Die Zielumgebung entsteht parallel zum laufenden Betrieb. Wir richten Identitäten, Sicherheitsrichtlinien, Ablagestruktur, Geräteverwaltung und das Backup ein, bevor der erste Anwender umzieht. Erst wenn diese Grundlage steht, beginnt die Pilotphase.

Für die Pilotgruppe wählen wir eine reale Abteilung mit repräsentativem Arbeitsalltag – nicht die technikaffinsten Mitarbeitenden, sondern eine Mischung. Zwei Wochen produktive Arbeit in der Zielumgebung fördern die Probleme zutage, die in keinem Testplan stehen: der Serienbrief, der auf ein Netzlaufwerk zeigt, der Scanner, der in einen bestimmten Ordner ablegt, das Makro, das jemand 2016 gebaut hat. Diese Rückmeldungen sammeln wir strukturiert und arbeiten sie ab, bevor die Wellen starten.

  • Aufbau von Identitäten, Richtlinien und Ablagestruktur vor der ersten Migration
  • Einrichtung des unabhängigen Backups für Exchange, SharePoint, OneDrive und Teams
  • Pilotgruppe von 5 bis 12 Personen aus einer realen Abteilung
  • Zwei Wochen produktive Arbeit mit echter Arbeitslast, nicht mit Testdaten
  • Strukturierte Sammlung der Rückmeldungen im Ticketsystem
  • Abarbeitung der Pilotbefunde als Voraussetzung für den Rollout-Start
  • Kurzanleitung und Schulungsunterlagen entstehen aus den Pilotfragen

Phase 4: Rollout in Migrationswellen

Die Belegschaft zieht in Wellen um, typischerweise 10 bis 25 Personen pro Welle, abteilungsweise geschnitten. Abteilungsgrenzen sind wichtiger als gleich große Gruppen: Wer täglich zusammenarbeitet, sollte in derselben Welle wechseln, sonst entstehen Reibungen bei geteilten Ablagen und Kalendern.

Jede Welle folgt demselben Muster: Vorabsynchronisation der Daten über die Woche, Umstellung am Freitagabend, Kontrolle am Samstag, Erreichbarkeit am Montagmorgen. Für jede Welle definieren wir vorher einen Abbruchzeitpunkt – den Moment, bis zu dem die Entscheidung für den Rollback fallen muss, damit am Montag alles wie gewohnt läuft. Diesen Punkt schriftlich zu fixieren verhindert, dass im Zweifel weitergemacht wird, weil schon so viel Aufwand drinsteckt.

  • Wellengröße 10 bis 25 Anwender, geschnitten nach Abteilungen
  • Vorabsynchronisation der Daten über mehrere Tage vor der Umstellung
  • Umstellung freitagabends, Kontrolle samstags, Begleitung montags
  • Definierter Abbruchzeitpunkt und getesteter Rollback-Plan je Welle
  • Checkliste je Arbeitsplatz: Postfach, Ablagen, Drucker, Fachanwendung, Signatur
  • Kurze Einweisung der Welle vor dem Umstellungswochenende
  • Abstand von mindestens einer Woche zwischen zwei Wellen

Phase 5: Altsysteme abschalten und Backup neu aufsetzen

Der am häufigsten übersprungene Teil einer Migration ist das Ende. Alte Server laufen dann noch monatelang weiter, weil niemand sicher ist, ob nicht doch etwas darauf liegt. Das kostet Strom, Lizenzen und Sicherheitsaufwand – und ein ungepatchter Altserver im Netz ist ein reales Risiko.

Wir schalten Altsysteme deshalb kontrolliert ab: zuerst vom Netz trennen und eine definierte Karenzzeit von vier bis sechs Wochen abwarten, dann ein vollständiges Abbild sichern und archivieren, erst danach abbauen. Parallel wird das Backup neu aufgesetzt, denn ein Sicherungskonzept für lokale Server deckt eine Cloud-Umgebung nicht ab. Die Wiederherstellung testen wir vor Projektabschluss einmal vollständig.

  • Netztrennung mit Karenzzeit von vier bis sechs Wochen vor dem Abbau
  • Vollständiges Abbild der Altsysteme als Archiv, mit Aufbewahrungsfrist
  • Neues Backup-Konzept für die Cloud-Umgebung, unabhängig von Microsoft
  • Vollständiger Wiederherstellungstest vor Projektabschluss
  • Anpassung des Monitorings auf die neue Umgebung
  • Bereinigung von Lizenzen und Wartungsverträgen der Altsysteme
  • Übergabe der vollständigen Dokumentation an Sie

Was schiefgehen kann – und wie wir vorbeugen

Wir nennen die typischen Probleme lieber vorher. Am häufigsten sind es vier: unterschätzte Datenmengen bei knappem Upload, Fachanwendungen mit fest verdrahteten Pfaden auf Netzlaufwerke, gewachsene Berechtigungsstrukturen, die sich nicht sauber abbilden lassen, und Anwender, die ihre Ablagegewohnheiten nicht ändern wollen.

Gegen die ersten drei hilft die Bestandsaufnahme, gegen das vierte nur Kommunikation. Wir planen deshalb Einweisungen vor jeder Welle ein und stellen in den ersten zwei Wochen nach jeder Umstellung erhöhte Supportkapazität bereit. Das Ticketaufkommen steigt in dieser Phase erfahrungsgemäß um das Zwei- bis Dreifache und normalisiert sich nach etwa drei Wochen.

  • Unterschätzte Datenmengen: Vorabmessung und Vorabsynchronisation statt Schätzung
  • Fest verdrahtete Netzlaufwerkpfade: Erfassung in der Pilotphase, Anpassung vor dem Rollout
  • Gewachsene Berechtigungen: Neuaufbau nach Rollenkonzept statt Eins-zu-eins-Übernahme
  • Gewohnheitsänderung bei Anwendern: Einweisung je Welle und erhöhter Support danach
  • Erhöhtes Ticketaufkommen für etwa drei Wochen nach jeder Welle eingeplant
  • Kein Projektabschluss ohne getesteten Wiederherstellungslauf
Praxisbeispiel

Fileserver mit 3,1 Terabyte: Migration über sieben Wochen

Ein Architekturbüro mit 34 Arbeitsplätzen wollte seinen alternden Fileserver ablösen, hatte aber 3,1 Terabyte an Planungsdaten mit sehr langen Pfadnamen und einen Upload von 200 Mbit. Die Bestandsaufnahme ergab zusätzlich rund 4.000 Dateien mit Pfaden über der zulässigen Länge und eine Berechtigungsstruktur aus über 200 gewachsenen Einzelfreigaben. Wir haben zunächst die Ablagestruktur neu aufgebaut, die Berechtigungen auf 14 Rollen reduziert und die kritischen Pfade bereinigt. Die Datensynchronisation lief über drei Wochen im Hintergrund; die eigentliche Umstellung erfolgte in drei Wellen an drei Wochenenden. Der alte Server blieb sechs Wochen im getrennten Zustand stehen und wurde danach archiviert und abgebaut.

3,1 TB
migrierte Datenmenge in drei Wellen
200 → 14
Einzelfreigaben zu Berechtigungsrollen
7 Wochen
Gesamtprojektdauer inklusive Pilotphase
Dass die Daten schon Wochen vorher im Hintergrund übertragen wurden, hat uns das befürchtete Chaos erspart. Aufwendig war nicht der Umzug, sondern das Aufräumen der Freigaben davor – aber das war überfällig.
Büroleitung
Architekturbüro aus München, 34 Arbeitsplätze
IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.
IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.
IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.
IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.

Häufige Fragen

Bei 25 bis 60 Arbeitsplätzen rechnen Sie mit sechs bis zwölf Wochen. Davon entfallen ein bis zwei Wochen auf die Bestandsaufnahme, zwei bis drei Wochen auf Zielbild und Aufbau der Umgebung, zwei Wochen auf die Pilotphase und der Rest auf die Migrationswellen mit jeweils einer Woche Abstand. Große Dateibestände verlängern den Zeitraum, weil die Vorabsynchronisation entsprechend früher beginnen muss.

Im Regelfall nicht. Die datenintensiven Schritte laufen als Vorabsynchronisation im Hintergrund über Tage oder Wochen, die eigentliche Umschaltung erfolgt freitagabends. Am Montagmorgen arbeiten Ihre Mitarbeitenden mit den gewohnten Daten weiter. Rechnen Sie aber mit erhöhtem Fragebedarf in den ersten zwei Wochen nach jeder Welle – dafür planen wir zusätzliche Supportkapazität ein.

Dann greift der Rollback-Plan. Für jede Welle steht vorher fest, wie der alte Zustand wiederhergestellt wird und bis zu welchem Zeitpunkt am Samstag diese Entscheidung fallen muss, damit am Montag alles normal läuft. Die Altsysteme bleiben während des gesamten Projekts betriebsbereit und werden erst nach einer Karenzzeit von vier bis sechs Wochen abgebaut. Den Rückweg testen wir vor der ersten Welle.

Nein, und in den meisten Projekten ist genau das die falsche Antwort. Fachanwendungen mit Kassen-, Maschinen- oder Kartenleseranbindung, sehr große Bestände mit hohen Zugriffsanforderungen und Systeme mit harten Latenzvorgaben laufen lokal oder auf einer Azure Virtual Machine besser. Die hybride Architektur ist für den Mittelstand der Normalfall, nicht der Kompromiss.

Der Projektaufwand hängt vor allem an drei Größen: Anzahl der Arbeitsplätze, Datenmenge und Zustand der bestehenden Berechtigungsstruktur. Das Aufräumen gewachsener Freigaben ist häufig der größere Posten, nicht die Datenübertragung. Wir kalkulieren nach der Bestandsaufnahme mit Festpreis oder mit einer Aufwandsschätzung mit verbindlicher Obergrenze und weisen laufende Lizenz- und Azure-Kosten getrennt aus.

Ja. Microsoft sichert die Verfügbarkeit der Plattform, nicht die Wiederherstellbarkeit Ihrer Inhalte nach versehentlichem Löschen, Ransomware oder Ablauf der Aufbewahrungsfristen. Wir richten deshalb im Rahmen jeder Migration ein unabhängiges Backup für Exchange, SharePoint, OneDrive und Teams ein und führen vor Projektabschluss einen vollständigen Wiederherstellungstest durch.

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