Eine Infrastruktur, die zu Ihrem Unternehmen passt – nicht zum Katalog
Server, Speicher, Virtualisierung, Cloud-Anteile und Arbeitsplätze bilden ein Gesamtsystem. Wir beraten, planen und dimensionieren es so, dass es die kommenden fünf Jahre trägt, ohne heute überdimensioniert zu sein.
IT-Infrastruktur wächst in mittelständischen Unternehmen meist über Jahre in Einzelentscheidungen: Hier ein zusätzlicher Server, dort ein Cloud-Dienst, dazwischen eine Fachanwendung mit eigenen Anforderungen. Das Ergebnis funktioniert – aber niemand kann noch sagen, wo Reserven liegen, was ausfällt, wenn ein Gerät stirbt, und welche Investition als Nächstes wirklich nötig ist. Als IT-Infrastruktur-Dienstleister für Unternehmen mit 5 bis 150 Arbeitsplätzen im Raum München bringt DESATIV genau diese Übersicht zurück: mit einer nüchternen Bestandsaufnahme, einer belastbaren Dimensionierung und einer Dokumentation, die auch dann trägt, wenn der Zuständige im Urlaub ist.

Beratung vor Beschaffung
Wir ermitteln erst den tatsächlichen Bedarf aus Nutzerzahl, Anwendungen und Wachstumsplanung. Die Produktauswahl folgt daraus, nicht umgekehrt.
Dimensionierung mit Reserve, nicht mit Überschuss
CPU, Arbeitsspeicher, Speicherplatz und Bandbreite werden auf gemessene Lastprofile ausgelegt – mit definiertem Wachstumspuffer statt pauschaler Verdopplung.
Hybrid statt Dogma
Manche Dienste gehören in die Cloud, andere bleiben aus Latenz-, Kosten- oder Lizenzgründen besser lokal. Wir entscheiden pro Anwendung, nicht pro Ideologie.
Lebenszyklus und Dokumentation
Jede Komponente bekommt einen geplanten Austauschzeitpunkt und einen dokumentierten Zustand. Damit wird IT-Budget planbar und die Umgebung übergabefähig.
Bestandsaufnahme: was heute wirklich läuft
Jede Beratung zur IT-Infrastruktur beginnt mit einer Inventur. Wir erfassen Server und deren Rollen, Virtualisierungshosts und deren Auslastung, Speichersysteme und Belegungsgrad, Netzwerkstruktur, Cloud-Abonnements, Fachanwendungen und die Abhängigkeiten zwischen alldem.
Besonders wichtig sind die Abhängigkeiten, weil sie in gewachsenen Umgebungen selten jemand vollständig kennt. Welche Anwendung braucht welchen Datenbankserver? Welcher Dienst hängt an einem lokalen Verzeichnisdienst? Was passiert, wenn der Dateiserver eine Stunde ausfällt – und was, wenn es acht Stunden werden?
Aus dieser Aufnahme entsteht ein Ist-Bild mit Bewertung: Wo bestehen Engpässe, wo ungenutzte Kapazität, wo Einzelfehlerquellen ohne Redundanz und wo Systeme, deren Herstellersupport ausgelaufen ist.
- ✓Vollständiges Inventar von Servern, Speicher, Netz und Clients
- ✓Messung realer Lastprofile über mehrere Wochen
- ✓Abhängigkeitskarte zwischen Anwendungen und Diensten
- ✓Identifikation von Einzelfehlerquellen ohne Ausweichweg
- ✓Prüfung von Support- und Wartungsstatus aller Komponenten
- ✓Bewertetes Ist-Bild mit priorisiertem Handlungsbedarf
Planung und Dimensionierung
Dimensionierung ist der Punkt, an dem in der Praxis am meisten Geld verbrannt wird – in beide Richtungen. Zu knapp ausgelegte Systeme müssen nach 18 Monaten erweitert werden, zu großzügige binden Kapital in Leistung, die nie abgerufen wird.
Wir arbeiten deshalb mit gemessenen Werten statt mit Erfahrungswerten aus dem Datenblatt. Aus der realen Auslastung über mehrere Wochen, der geplanten Mitarbeiterentwicklung und den Anforderungen anstehender Anwendungsprojekte ergibt sich eine Auslegung mit einem definierten Wachstumspuffer, üblicherweise rund 30 Prozent über dem Spitzenbedarf.
Bei Speichersystemen betrachten wir zusätzlich das Wachstum der letzten Jahre. Datenbestände wachsen in mittelständischen Unternehmen erfahrungsgemäß schneller als geplant, insbesondere durch Videomaterial, Scan-Archive und Kommunikationsdaten.
- ✓Auslegung von CPU, Arbeitsspeicher und Speicher auf Messwerten
- ✓Definierter Wachstumspuffer statt pauschaler Aufschläge
- ✓Kapazitätsprognose aus historischem Datenwachstum
- ✓Bemessung von Internetanbindung und interner Bandbreite
- ✓Planung von Redundanzen für geschäftskritische Dienste
- ✓Wirtschaftlichkeitsvergleich mehrerer Umsetzungsvarianten
Virtualisierung, Server und Speicher
Für die meisten Unternehmen unserer Größenordnung ist eine virtualisierte Umgebung die richtige Grundlage. Sie trennt Dienste sauber voneinander, macht Wiederherstellung deutlich einfacher und erlaubt es, Hardware unabhängig von den darauf laufenden Systemen zu tauschen.
Je nach Verfügbarkeitsanforderung planen wir einen einzelnen Host mit sauberem Wiederanlaufkonzept oder einen Cluster aus zwei bis drei Knoten mit gemeinsamem oder verteiltem Speicher. Die ehrliche Frage dabei lautet nicht, was technisch möglich ist, sondern wie lange ein Ausfall dauern darf und was Ihnen die Verkürzung dieser Zeit wert ist.
Beim Speicher achten wir auf getrennte Ebenen für Produktivdaten, Sicherungen und Archiv. Sicherungen auf demselben System wie die Produktivdaten sind der häufigste Konstruktionsfehler, den wir in bestehenden Umgebungen vorfinden.
- ✓Virtualisierung als Basis für Trennung und Wiederherstellbarkeit
- ✓Auslegung als Einzelhost oder Cluster nach Verfügbarkeitsbedarf
- ✓Getrennte Ebenen für Produktivdaten, Sicherung und Archiv
- ✓Auswahl von Speichertechnik nach Ein-/Ausgabeprofil
- ✓Unterbrechungsfreie Stromversorgung und geregelte Abschaltung
- ✓Anforderungen an Technikraum, Kühlung und Zugangsschutz
Cloud, lokal oder hybrid – die Abwägung pro Anwendung
Die Frage nach der Cloud lässt sich nicht für ein ganzes Unternehmen beantworten, sondern nur je Anwendung. E-Mail, Zusammenarbeit und Dokumentenablage laufen in Microsoft 365 meist besser und günstiger als lokal. Eine Fachanwendung mit hohem Datendurchsatz oder einem Lizenzmodell, das Cloud-Betrieb bestraft, bleibt dagegen sinnvoll im Haus.
Wir betrachten dafür vier Kriterien: Latenz und Bandbreitenbedarf, Gesamtkosten über fünf Jahre einschließlich Lizenzen, rechtliche und vertragliche Anforderungen an den Speicherort sowie die Frage, wie das Unternehmen weiterarbeitet, wenn die Internetanbindung ausfällt.
In der Praxis entsteht daraus fast immer ein hybrides Modell. Wichtig ist dann, dass Identitäten, Sicherungen und Zugriffskonzepte über beide Welten hinweg einheitlich geregelt sind – sonst entsteht genau die Unübersichtlichkeit, die man vermeiden wollte.
- ✓Anwendungsweise Bewertung statt pauschaler Cloud-Strategie
- ✓Fünfjahresvergleich der Gesamtkosten einschließlich Lizenzen
- ✓Berücksichtigung von Speicherort und vertraglichen Vorgaben
- ✓Ausfallszenario bei gestörter Internetanbindung
- ✓Einheitliche Identitätsverwaltung über lokale und Cloud-Dienste
- ✓Durchgängiges Sicherungskonzept für beide Umgebungen
Umsetzung, Migration und Inbetriebnahme
Die beste Planung nützt wenig, wenn die Umstellung den Betrieb lahmlegt. Wir arbeiten deshalb mit Migrationsplänen, die Rückfallpunkte enthalten: Jeder Schritt ist so angelegt, dass er innerhalb eines definierten Zeitfensters rückgängig gemacht werden kann.
Umstellungen kritischer Systeme legen wir auf Abende, Wochenenden oder betriebsarme Zeiträume. Vor dem Termin steht eine Checkliste mit Verantwortlichkeiten, Reihenfolge und Abbruchkriterien; nach der Umstellung eine Testphase mit Schlüsselanwendern, bevor der alte Stand endgültig abgebaut wird.
Parallelbetrieb kostet zwar kurzzeitig mehr, ist aber in fast allen Migrationsprojekten die deutlich günstigere Variante gegenüber dem Risiko eines misslungenen Stichtagswechsels.
- ✓Migrationsplan mit definierten Rückfallpunkten
- ✓Umstellung in betriebsarmen Zeitfenstern
- ✓Checkliste mit Reihenfolge, Zuständigkeiten und Abbruchkriterien
- ✓Testphase mit Schlüsselanwendern vor dem Rückbau
- ✓Parallelbetrieb kritischer Systeme während der Übergangszeit
- ✓Abnahmeprotokoll und Übergabe an den Regelbetrieb
Betrieb und Lebenszyklus über die Jahre
Nach der Inbetriebnahme beginnt der längere Teil. Infrastruktur altert planbar: Garantien laufen aus, Herstellersupport für Betriebssysteme endet, Kapazitäten füllen sich, Anforderungen verschieben sich. Wer das protokolliert, wird nie von einer Investition überrascht.
Wir führen für jede betreute Umgebung einen Lebenszyklusplan mit Austauschzeitpunkten, Supportenden und Kapazitätsprognosen. Einmal jährlich gehen wir ihn mit Ihnen durch und leiten daraus eine Budgetempfehlung für die kommenden zwei Jahre ab.
Ergänzt wird das durch laufendes Monitoring von Auslastung und Zustand. So sehen wir Kapazitätsengpässe Monate im Voraus statt an dem Tag, an dem der Speicher volläuft.
- ✓Lebenszyklusplan mit Austausch- und Supportendterminen
- ✓Jährliches Infrastruktur-Review mit Budgetempfehlung
- ✓Kapazitätsmonitoring mit Vorlaufwarnung
- ✓Nachführung der Dokumentation bei jeder Änderung
- ✓Verwaltung von Wartungsverträgen und Lizenzlaufzeiten
- ✓Regelmäßige Prüfung des Wiederanlaufkonzepts
Dokumentation als Ergebnis, nicht als Nebenprodukt
Wir übergeben zu jedem Infrastrukturprojekt eine vollständige Dokumentation: Systemübersicht, Netz- und Adresskonzept, Virtualisierungslayout, Speicheraufteilung, Sicherungskonzept mit Wiederherstellungszeiten, Abhängigkeitskarte und eine strukturierte Ablage der Zugänge.
Diese Unterlagen sind Ihr Eigentum und bewusst so gehalten, dass ein anderer qualifizierter Dienstleister damit arbeiten könnte. Für Sie bedeutet das Handlungsfähigkeit – bei Personalwechsel, bei Audits, bei Kundenfragebögen zur Lieferantensicherheit und im Notfall.
- ✓Systemübersicht mit Rollen und Abhängigkeiten
- ✓Netz-, Adress- und Namenskonzept
- ✓Dokumentiertes Sicherungs- und Wiederanlaufkonzept
- ✓Strukturierte Ablage von Zugängen und Schlüsseln
- ✓Änderungshistorie mit Anlass und Zeitpunkt
- ✓Zuarbeit für Audits nach ISO 27001 oder BSI-Grundschutz
Konsolidierung einer gewachsenen Serverlandschaft bei einem Ingenieurbüro
Ein Ingenieurbüro mit 55 Mitarbeitenden betrieb sieben physische Server unterschiedlichen Alters, verteilt auf zwei Räume, dazu drei Cloud-Abonnements ohne gemeinsame Identitätsverwaltung. Drei Systeme waren ohne Garantie, die Sicherung lag auf einem Speicher im selben Serverraum. Nach vierwöchiger Lastmessung zeigte sich, dass die tatsächliche Auslastung deutlich unter der installierten Leistung lag. Wir haben die Umgebung auf einen Cluster aus zwei Knoten konsolidiert, die Planungsdaten wegen ihres Durchsatzes bewusst lokal belassen, Zusammenarbeit und E-Mail nach Microsoft 365 überführt und die Identitäten über Entra ID zusammengeführt. Die Sicherung liegt seither auf getrenntem Speicher plus Zweitkopie außer Haus. Der Wechsel erfolgte über zwei Wochenenden mit Parallelbetrieb und Rückfallpunkten.
Uns war vorher nicht klar, wie viel Leistung wir bezahlt und nie genutzt haben. Am meisten wert ist uns aber die Abhängigkeitskarte – zum ersten Mal sieht man auf einer Seite, was passiert, wenn etwas ausfällt.
Ingenieurbüro München, 55 Mitarbeitende
Häufige Fragen
Sinnvolle Anlässe sind ein anstehender Serverwechsel, ein Standortumzug, deutliches Mitarbeiterwachstum, die Einführung einer neuen Fachanwendung oder das Supportende eines Betriebssystems. Ebenso lohnt sich eine Analyse, wenn niemand im Unternehmen mehr sicher sagen kann, welche Systeme wovon abhängen. Je früher die Beratung erfolgt, desto mehr Handlungsspielraum bleibt.
In den seltensten Fällen ist das die wirtschaftlich beste Lösung. Zusammenarbeit, E-Mail und Dokumentenablage profitieren deutlich, während datenintensive Fachanwendungen und Systeme mit ungünstigen Cloud-Lizenzmodellen lokal oft günstiger und schneller bleiben. Wir rechnen die Varianten über fünf Jahre durch und berücksichtigen dabei auch, wie Ihr Betrieb bei gestörter Internetanbindung weiterarbeitet.
Die Bestandsaufnahme mit Lastmessung dauert etwa drei bis vier Wochen, weil belastbare Werte Zeit brauchen. Konzept und Angebotsphase folgen in zwei bis drei Wochen. Die Umsetzung eines Server- und Speicherwechsels für ein Unternehmen mit 50 Arbeitsplätzen liegt inklusive Beschaffung meist bei acht bis zwölf Wochen, wobei Lieferzeiten der bestimmende Faktor sind.
Nein. Wir haben Präferenzen aus der Praxis, etwa bei Firewalls und Servern, sind aber an keinen Hersteller vertraglich gebunden und legen die Auswahlkriterien offen. Wenn eine vorhandene Umgebung mit anderen Produkten sinnvoll weiterbetrieben werden kann, empfehlen wir das statt eines Systemwechsels. Lizenz- und Hardwarekosten weisen wir immer getrennt von unserer Dienstleistung aus.
Eine Infrastruktur-Analyse als abgegrenztes Beratungsprojekt ist auch dann möglich und durchaus üblich. Sie erhalten ein neutrales Ist-Bild mit Bewertung und Empfehlungen, das Ihr bestehender Dienstleister umsetzen kann. Ob daraus eine weitergehende Zusammenarbeit entsteht, entscheiden Sie danach – die Analyse ist nicht an eine Betreuung gekoppelt.
Als Richtwert legen wir etwa 30 Prozent über dem gemessenen Spitzenbedarf aus, bei Speicher orientiert am Datenwachstum der vergangenen drei Jahre. Wichtiger als die Zahl ist die Erweiterbarkeit: Ein System, das sich später um Arbeitsspeicher oder Datenträger ergänzen lässt, braucht weniger anfängliche Reserve als eine geschlossene Einheit, die im Ganzen getauscht werden muss.
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