EDV-Betreuung in Freising – zwischen Büro, Labor und Halle
In Betrieben mit Produktion gibt es nicht einen Typ Arbeitsplatz, sondern drei. Ein Verwaltungsrechner, ein Terminal an der Linie und ein Laborplatz haben kaum etwas gemeinsam – außer dass alle drei laufen müssen.
Freising liegt rund 35 km nordöstlich unseres Sitzes, in Flughafennähe. Lebensmittel- und Brauwirtschaft, ein agrarwissenschaftlich geprägtes Umfeld und Logistik bestimmen den Raum. Für die Betreuung ist dort weniger die Bürotechnik die Herausforderung als die Grenze dazwischen: Wo endet die Verwaltung, wo beginnt das Anlagennetz, und wer ist zuständig, wenn ein Erfassungsterminal an der Linie streikt? Wir ziehen diese Grenzen bewusst, statt sie über die Jahre verwischen zu lassen.

Drei Arbeitsplatztypen
Verwaltung, Labor und Produktionsumfeld bekommen jeweils eigene Vorgaben für Ausstattung, Aktualisierung und Betreuung.
Netze mit klarer Grenze
Anlagen- und Bürobereich bleiben getrennt. Erlaubt ist nur, was fachlich begründet und schriftlich festgehalten ist.
Dokumentation, die belegt
Erfassungssysteme für Chargen und Prüfwerte betreiben wir so, dass die Daten vollständig und unverändert bleiben.
Rund 35 km nordöstlich
Wegen der Entfernung arbeiten wir überwiegend per Fernwartung und planen Vor-Ort-Termine als ganze Tage.
Der Arbeitsplatz an der Linie ist kein Bürorechner
Ein Terminal in der Produktion steht in feuchter, warmer oder staubiger Umgebung, wird von wechselnden Personen bedient und darf nicht mitten in der Schicht neu starten, weil eine Aktualisierung fällig ist. Wir behandeln solche Plätze deshalb nach eigenen Regeln: andere Hardware, andere Zeitfenster für Aktualisierungen, andere Anmeldeverfahren.
Auch die Anmeldung selbst ist ein Thema. Wer mit Handschuhen arbeitet, gibt kein zwölfstelliges Kennwort ein. Wir arbeiten dort mit Ausweisen oder kurzen Codes bei entsprechend eingeschränktem Zugriff – und trennen diese Konten strikt von den Konten der Verwaltung.
- ✓Hardware nach Umgebungsbedingungen in Hallen und Nassbereichen
- ✓Aktualisierungen nur in abgestimmten Produktionspausen
- ✓Anmeldung per Ausweis oder Kurzcode bei begrenztem Funktionsumfang
- ✓Getrennte Konten für Produktions- und Verwaltungszugriff
Trennung von Anlagen- und Bürobereich
Steuerungen von Abfüll-, Misch- oder Verpackungsanlagen laufen häufig auf Systemständen, die seit Jahren nicht aktualisiert wurden – und oft auch nicht aktualisiert werden dürfen, ohne die Freigabe des Anlagenherstellers zu verlieren. Diese Systeme im selben Netz wie die Bürorechner zu betreiben, ist das größte vermeidbare Risiko, das wir in solchen Betrieben regelmäßig antreffen.
Wir trennen die Bereiche und erlauben zwischen ihnen nur die Verbindungen, die tatsächlich gebraucht werden – etwa die Übergabe von Auftrags- oder Chargendaten. Jede dieser Verbindungen wird schriftlich festgehalten, mit Zweck und verantwortlicher Stelle.
- ✓Eigenes Segment für Anlagen- und Steuerungssysteme
- ✓Nur begründete und dokumentierte Übergänge zwischen den Bereichen
- ✓Fernzugriff von Anlagenherstellern nur nach Freigabe und zeitlich begrenzt
- ✓Bestandsliste aller Systeme ohne Herstellerunterstützung
Erfassung, die einer Prüfung standhält
In der Lebensmittel- und Getränkeherstellung werden Prüf- und Chargendaten nicht nur zur eigenen Steuerung erfasst, sondern auch zum Nachweis gegenüber Behörden und Abnehmern. Für die EDV heißt das: Die Daten müssen vollständig sein, sie müssen zeitlich zugeordnet werden können, und nachträgliche Änderungen müssen erkennbar bleiben.
Wir sorgen für die technische Grundlage dafür – gleichlaufende Uhrzeiten auf allen Systemen, gesicherte Speicherorte, Sicherungsstände, die sich nicht überschreiben lassen, und dokumentierte Aufbewahrungsfristen. Die fachliche Ausgestaltung bleibt bei Ihrer Qualitätssicherung.
- ✓Einheitliche Zeitquelle für alle erfassenden Systeme
- ✓Speicherorte mit Schutz vor nachträglicher Veränderung
- ✓Aufbewahrungsfristen technisch hinterlegt statt manuell verwaltet
- ✓Zuarbeit für die Qualitätssicherung bei technischen Fragen
Labor- und Auswertungsplätze
Laborplätze bilden eine eigene Kategorie. Dort hängen Messgeräte am Rechner, deren Software oft nur mit bestimmten Systemständen und Anschlüssen zusammenarbeitet. Ein routinemäßiges Aktualisieren kann ein funktionierendes Messgerät unbrauchbar machen.
Wir führen deshalb für jeden Laborplatz eine Aufstellung darüber, welche Geräte angeschlossen sind, welche Softwareversion freigegeben ist und was bei einem Gerätetausch beachtet werden muss. Aktualisierungen erfolgen erst nach Abstimmung, und wir sichern den funktionierenden Zustand vorher als Ganzes.
- ✓Aufstellung angeschlossener Messgeräte je Arbeitsplatz
- ✓Freigegebene Softwarestände dokumentiert und eingehalten
- ✓Vollständige Sicherung des Systemzustands vor jeder Änderung
- ✓Abstimmung mit Geräteherstellern bei Erneuerungen
Betreuung über die Entfernung
Rund 35 km sind eine Strecke, die man nicht zweimal am Tag fährt. Unsere Betreuung ist deshalb so aufgebaut, dass der überwiegende Teil ohne Anfahrt erledigt wird: Fernzugriff auf Arbeitsplätze und Server, Überwachung der wichtigsten Systeme mit Meldung, bevor jemand anruft, und eine klar geregelte Erreichbarkeit.
Was Anwesenheit erfordert, sammeln wir und erledigen es an einem geplanten Tag im Betrieb. Für Fälle, die keinen Aufschub dulden, vereinbaren wir vorab, welche Geräte vor Ort als Reserve stehen und wer im Haus sie einsetzen darf.
- ✓Fernwartung als Regelweg für Arbeitsplätze und Server
- ✓Überwachung mit Meldung vor der ersten Nutzerbeschwerde
- ✓Geplante Vor-Ort-Tage mit abgearbeiteter Aufgabenliste
- ✓Ersatzgeräte im Haus für Fälle ohne Aufschub
Häufige Fragen
Das hängt davon ab, was ausgefallen ist, und deshalb legen wir es vorher fest. Betriebssystem, Netzanbindung, Sicherung und Hardware liegen bei uns, die Steuerungssoftware beim Anlagenhersteller. Die Meldung nehmen wir in jedem Fall entgegen.
In der Praxis kaum vermeidbar, aber es muss geregelt sein. Wir richten Zugänge ein, die nur auf das jeweilige System reichen, nach Bedarf freigeschaltet werden und protokolliert sind. Dauerhaft offene Wartungszugänge lösen wir bei einer Übernahme früh ab.
Wir dokumentieren sie zunächst vollständig, weil man nur schützen kann, was man kennt. Anschließend werden sie so weit abgeschottet, dass sie nur noch fachlich nötige Gegenstellen erreichen. Parallel bewerten wir, wie lange ein Weiterbetrieb vertretbar ist.
Ja, mit entsprechend ausgewählter Hardware. Gewöhnliche Geräte fallen dort durch Kondenswasser, Kälte oder Reinigungsmittel schnell aus. Wir setzen auf geschlossene Bauformen ohne Lüfter und abwaschbare Eingabegeräte.
Ja. Handelsketten und größere Abnehmer fragen zunehmend nach Datensicherung, Zugriffsregelungen und Aktualisierungsständen. Wir liefern die technischen Angaben in verwendbarer Form und benennen auch die Punkte, an denen Ihre Umgebung die Anforderungen noch nicht erfüllt.
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