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DESATIV
Hochverfügbarkeit Freising

Die Charge läuft, auch wenn das Netz steht

In der Produktion lässt sich ein Prozess nicht anhalten, bis die IT zurück ist. Entscheidend ist, dass die Anlage weiterläuft und die zugehörige Dokumentation dabei lückenlos bleibt.

Freising liegt rund 35 km nordöstlich von unserem Sitz, in Flughafennähe. Der Raum ist von Lebensmittel- und Brauwirtschaft, einem agrarwissenschaftlichen Umfeld und Logistik geprägt. Für die Ausfallsicherheit gilt hier eine Regel, die im Bürobetrieb keine Entsprechung hat: Ein laufender Produktionsprozess kennt keinen Pausenknopf. Ein angesetzter Sud, ein Gärvorgang oder eine Abfülllinie läuft weiter, ob die IT verfügbar ist oder nicht. Fällt in dieser Zeit die begleitende Erfassung aus, entsteht eine Lücke in der Chargendokumentation, und die betrifft nicht nur die IT, sondern die Verwertbarkeit der Ware.

Gang zwischen Serverschränken in einem Rechenzentrum

Anlagennetz getrennt und eigenständig

Die Steuerung läuft in einem eigenen Netz weiter, wenn die Büro-IT ausfällt. Diese Trennung ist die wichtigste Einzelmaßnahme.

Chargendokumentation lückenlos

Die Erfassung schreibt lokal weiter und meldet nach. Eine Störung darf keine Lücke im Nachweis hinterlassen.

Labordaten eigenständig gesichert

Analysegeräte und ihre Auswertungen bekommen einen eigenen Sicherungsweg, unabhängig von der übrigen Umgebung.

Änderungen nur außerhalb der Läufe

Wartung wird an den Produktionsplan gebunden, nicht an den Kalender der IT-Abteilung.

rund 35 km
Entfernung von unserem Sitz nach Freising
1 Lauf
Mindestkapazität des lokalen Speichers der Erfassung
im Voraus
Planung der Wartungsfenster für das gesamte Jahr

Trennung von Büro- und Anlagennetz

Die wirksamste Maßnahme für die Verfügbarkeit einer Produktion ist keine Verdopplung, sondern eine Trennung. Wenn Steuerungen, Bedienstationen und Prozessleitsysteme in einem eigenen Netz laufen, das ohne die Büroumgebung auskommt, kann eine Störung dort die Produktion nicht erreichen.

Wir setzen diese Trennung so um, dass nur die fachlich erforderlichen Verbindungen bestehen bleiben: die Übergabe von Auftrags- und Chargendaten in eine Richtung, die Rückmeldung von Prozesswerten in die andere. Kein allgemeiner Internetzugang aus dem Anlagennetz, keine Erreichbarkeit von beliebigen Arbeitsplätzen aus.

  • Eigenständiges Netz für Steuerung und Bedienstationen
  • Nur fachlich erforderliche Übergabepunkte zwischen den Netzen
  • Kein allgemeiner Internetzugang aus dem Anlagenbereich
  • Abschottung nicht aktualisierbarer Steuersysteme

Chargendokumentation ohne Lücke

Die begleitende Dokumentation eines Produktionslaufs ist kein Verwaltungsvorgang, sondern Teil der Ware. Fehlen Temperatur-, Zeit- oder Mengenwerte für einen Abschnitt, lässt sich die Charge im Zweifel nicht freigeben, selbst wenn der Prozess einwandfrei verlief.

Wir sorgen deshalb dafür, dass die Erfassung lokal weiterschreibt, wenn die Verbindung zum zentralen System unterbrochen ist, und die Werte nach Rückkehr vollständig nachmeldet. Der lokale Speicher wird dabei so bemessen, dass er einen vollständigen Lauf abdeckt und nicht nach wenigen Stunden überschreibt.

  • Lokale Weiterschreibung der Erfassung bei Netzstörung
  • Speicher bemessen auf einen vollständigen Produktionslauf
  • Vollständige Nachmeldung nach Rückkehr der Verbindung
  • Automatische Erkennung und Meldung von Lücken

Labor- und Analysedaten

Analysegeräte im Labor speichern ihre Ergebnisse häufig zunächst lokal auf einem angeschlossenen Rechner, der von der übrigen Umgebung wenig beachtet wird. Fällt dieser Rechner aus, sind Messreihen betroffen, die im Zweifel nicht wiederholbar sind, weil die Probe verbraucht ist.

Wir nehmen diese Geräte deshalb ausdrücklich in das Konzept auf, richten eine automatische Sicherung ihrer Ergebnisse ein und halten für die Steuerrechner eine vollständige Systemabbildung sowie ein erprobtes Ersatzgerät vor.

  • Automatische Sicherung der Analyseergebnisse
  • Systemabbildung und Ersatzgerät für Steuerrechner im Labor
  • Vorab geklärte Herstellerfreigabe für Ersatzhardware
  • Berücksichtigung von Kalibrier- und Lizenzbindungen

Wartung nach Produktionsplan

In einem Betrieb mit laufenden Prozessen richtet sich das Wartungsfenster nicht nach dem Kalender, sondern nach dem Produktionsplan. Zwischen zwei Chargen, während einer Reinigungsphase oder in einer Betriebsruhe sind Eingriffe möglich, mitten in einem Lauf nicht.

Wir binden Änderungen deshalb an den Plan der Produktionsleitung und legen für jeden Eingriff eine Rückfallmöglichkeit fest. Bei Systemen, die den Lauf begleiten, arbeiten wir schrittweise und prüfen nach jedem Schritt, ob die Erfassung noch vollständig schreibt.

  • Wartungsfenster an den Produktionsplan gebunden
  • Rückfallmöglichkeit nach jedem Eingriff
  • Schrittweises Vorgehen bei laufbegleitenden Systemen
  • Jahresplanung der Fenster statt kurzfristiger Abstimmung

Strom, Kälte und die Grenzen der Absicherung

In Betrieben mit Kälte- und Prozesstechnik ist die Stromversorgung ein Thema für sich. Anlaufströme großer Verbraucher erzeugen Spannungseinbrüche, die empfindliche Steuerungen zum Neustart bringen, ohne dass es einen echten Stromausfall gegeben hätte.

Wir messen die Netzqualität am Aufstellort und legen die Überbrückung für die Steuer- und Erfassungstechnik entsprechend aus. Für die Anlagen selbst ist eine Überbrückung meist weder technisch noch wirtschaftlich darstellbar; hier geht es darum, dass ein Anlagenstillstand kontrolliert abläuft und dokumentiert wird.

Wir sagen offen, wo Absicherung endet. Eine vollständige Redundanz der Produktionstechnik rechnet sich für einen mittelständischen Betrieb praktisch nie. Prozentuale Verfügbarkeitszusagen geben wir nicht ab, sondern vereinbaren Reaktions- und Wiederherstellungszeiten für den Bereich, den wir tatsächlich verantworten.

IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.
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Häufige Fragen

Sie sollte es, und das ist eine Frage der Netztrennung. Wenn Steuerung und Bedienstationen in einem eigenständigen Netz laufen und nur definierte Übergabepunkte zur Büroumgebung bestehen, hat eine Störung dort keine Wirkung auf den Prozess. Genau so bauen wir es auf.

Die Erfassung schreibt lokal weiter und meldet die Werte nach Rückkehr der Verbindung vollständig nach. Wichtig ist, dass der lokale Speicher einen vollständigen Lauf abdeckt und dass eine automatische Prüfung Lücken meldet, statt sie unbemerkt zu lassen.

Abschottung statt Aktualisierung. Diese Systeme kommen in ein eigenes Netz mit streng begrenzten Verbindungen. Für den Ausfall halten wir eine vollständige Systemabbildung und ein erprobtes Ersatzgerät vor, damit ein Defekt Stunden statt Wochen kostet.

Häufig durch Spannungseinbrüche beim Anlauf großer Verbraucher im selben Netz. Das ist kein Stromausfall und taucht in keiner Störungsstatistik auf. Wir messen die Netzqualität am Aufstellort und legen eine passende Überbrückung für die Steuer- und Erfassungstechnik aus.

Überwachung, Aktualisierungen und die Auswertung von Meldungen laufen aus der Ferne. Für Arbeiten im Anlagen- und Laborbereich, Netzarbeiten und geplante Eingriffe kommen wir vor Ort, terminiert nach Ihrem Produktionsplan und je nach Verkehrslage.

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