Wenn die halbe Belegschaft nicht am Schreibtisch sitzt
Handwerk, Bau und mittelständische Fertigung im Landkreis Fürstenfeldbruck haben ein gemeinsames Grundproblem: Die Wertschöpfung entsteht draußen, die Abrechnung drinnen. Diese Übersicht ordnet die sechs Leistungsbereiche danach, wie gut sie diesen Weg tragen.
Germering liegt rund 20 km westlich von München, und die Betriebe dort haben selten ein reines Bürothema. Ein Monteur fotografiert auf der Baustelle einen Zustand, notiert Stunden und ein Aufmaß – und drei Wochen später fehlt genau dieser Beleg in der Rechnungsprüfung. Die sechs Bereiche Arbeitsplatz, Server, Netzwerk, Cloud, Sicherheit und Automatisierung bewerten wir hier deshalb an einer Frage: Wie zuverlässig kommt eine Information vom Einsatzort in die Verwaltung, ohne dass jemand sie ein zweites Mal eintippt?

Erfassen statt abtippen
Stunden, Material und Aufmaße werden dort aufgenommen, wo sie entstehen. Die Übertragung ist ein Vorgang, keine abendliche Zusatzarbeit.
Geräte, die Staub aushalten
Im Außeneinsatz zählen Schutzklasse, Ablesbarkeit bei Sonne und Bedienbarkeit mit Handschuhen mehr als Rechenleistung.
Funklöcher eingeplant
Anwendungen laufen ohne Verbindung weiter und senden später nach. Ein Kellergeschoss verhindert keine Erfassung.
Fotos gehören zum Vorgang
Bilder landen am Auftrag statt in der Kamerarolle und sind bei Nachträgen auffindbar.
Der Weg vom Einsatzort in die Abrechnung
Wir beginnen bei jedem Germeringer Betrieb mit derselben Aufnahme: Wir zeichnen nach, welche Angabe wo entsteht und wie oft sie danach die Form wechselt. Meist finden sich drei bis fünf Brüche zwischen Zettel, Fotohandy, Kalkulationsblatt und Fachanwendung. Jeder davon erzeugt Abweichungen, die im Streitfall schwer zu belegen sind.
Das Ziel ist nicht eine neue Software, sondern die Reduktion dieser Übergänge. Häufig genügt es, die vorhandene Branchenlösung mobil verfügbar zu machen und die Zuständigkeiten zu klären: Wer erfasst, wer gibt frei, wer korrigiert.
- ✓Aufnahme aller Stellen, an denen Auftragsdaten die Form wechseln
- ✓Einheitliche Auftragsnummer als Klammer über Zeit, Material und Bild
- ✓Freigabeschritt durch die Bauleitung vor der Rechnungsstellung
- ✓Keine Parallelerfassung in Tabellen
Endgeräte für Fahrzeug, Halle und Rohbau
Ein Bürogerät hält im Rohbau selten eine Saison durch. Wir arbeiten deshalb mit einer kurzen Geräteliste je Einsatzprofil: ein robustes Mobilgerät für die Erfassung unterwegs, ein größeres Tablet für Pläne im Fahrzeug, ein Notebook für die Verwaltung. Weniger Varianten bedeuten schnellere Wiederbeschaffung.
Entscheidend ist, dass ein Ersatzgerät ohne Rückfrage einsatzbereit ist. Wir verwalten die mobilen Geräte deshalb zentral: Anwendungen, Zugänge und Einstellungen sind beim ersten Anmelden vorhanden. Details dazu unter Mobile Device Management.
- ✓Wenige, klar zugeordnete Gerätetypen statt gewachsener Vielfalt
- ✓Bewertung nach Schutzart, Displayhelligkeit und Akkulaufzeit
- ✓Ersatzgerät binnen eines Arbeitstages betriebsbereit
- ✓Fernlöschung bei Verlust auf der Baustelle
Anbindung ohne feste Leitung
Auf wechselnden Einsatzorten gibt es keinen Hausanschluss, auf den man planen könnte. Wir setzen daher auf Mobilfunk als Regelfall und legen die Anwendungen auf schwankende Verbindungsqualität aus. Erfassungen werden lokal gespeichert und übertragen sich, sobald wieder Empfang besteht.
Für Container und längerfristige Baustelleneinrichtungen richten wir eine eigene Anbindung ein, die vom Firmennetz getrennt bleibt. Der Zugriff auf die Verwaltung läuft über einen verschlüsselten Kanal.
- ✓Offlinefähige Erfassung mit automatischer Nachsendung
- ✓Mobilfunkanbindung mit Anbieterwechsel bei schlechter Abdeckung
- ✓Baustellenzugang getrennt vom Verwaltungsnetz
- ✓Datenverbrauch je Gerät nachvollziehbar ausgewiesen
Belege sichern, bevor sie gebraucht werden
Fotos und Aufmaße sind bei Nachträgen oft das einzige Beweismittel. Liegen sie auf einem privaten Telefon, sind sie beim nächsten Gerätewechsel weg. Wir sorgen dafür, dass jede Aufnahme am Auftrag abgelegt wird und in die reguläre Sicherung einfließt.
Dazu gehört eine Aufbewahrungsregel: Welche Unterlagen bleiben wie lange, und wer darf sie löschen. Das ist in einer Stunde geklärt und erspart später Diskussionen.
- ✓Bilder unmittelbar dem Auftrag zugeordnet, nicht dem Gerät
- ✓Geprüfte Rücksicherung einzelner Vorgänge
- ✓Klare Aufbewahrungsfristen für Baudokumentation
- ✓Keine Firmendaten in privaten Bildergalerien
Betreuung während der Saison
In Bauspitzen darf ein defektes Erfassungsgerät den Tagesablauf nicht aufhalten. Wir halten Vorabgeräte bereit und klären, welche Störungen aus der Ferne behoben werden und wann jemand nach Germering fährt – je nach Verkehrslage auch kurzfristig.
Der Rahmen ist eine Betreuungsvereinbarung mit benannten Ansprechpartnern auf beiden Seiten. Die Bestandteile finden Sie unter Managed IT-Services.
- ✓Vorabgeräte für Monteure in der Hauptsaison
- ✓Erreichbarkeit auch vor dem üblichen Bürobeginn
- ✓Dokumentierte Übergabe bei Personalwechsel im Innendienst
- ✓Jährliche Durchsicht der Gerätebestände
Häufige Fragen
Es funktioniert, solange nichts passiert. Kritisch wird es bei Verlust oder Kündigung, denn dann liegen Auftragsfotos und Kundendaten außerhalb Ihres Zugriffs. Wir empfehlen entweder Firmengeräte für alle, die regelmäßig erfassen, oder einen abgetrennten Arbeitsbereich auf dem privaten Gerät, den Sie im Bedarfsfall allein löschen können.
Die Erfassung läuft weiter. Die Anwendung speichert die Eingaben auf dem Gerät und überträgt sie, sobald wieder eine Verbindung besteht – im Regelfall auf der Rückfahrt. Wichtig ist, dass die Anwendung diese Betriebsart wirklich beherrscht und nicht nur einen Zwischenspeicher hat, der bei einem Neustart verloren geht.
In der Regel ja, aber nicht für jede Rolle. Wir rechnen mit Ihnen über fünf Jahre und beziehen Ausfalltage ein. Im Rohbau oder in der Fertigungshalle amortisiert sich ein geschütztes Gerät meist im zweiten Jahr. Wer überwiegend im Fahrzeug arbeitet, kommt oft mit einem Standardgerät aus.
Ja, sofern die Aufnahme über die Auftragsanwendung erfolgt und nicht über die Kamera-App. Dann trägt das Bild von Anfang an die Auftragsnummer und ist ohne Suche auffindbar. Eine nachträgliche Sortierung bleibt erfahrungsgemäß liegen.
Wir beschränken die Erfassung auf wenige Felder und führen sie an einem laufenden Auftrag ein, nicht in einer Schulung. Zwei Wochen Parallelbetrieb mit dem alten Stundenzettel nehmen den Druck heraus. Die Akzeptanz hängt daran, ob die Eingabe schneller geht als der Zettel.
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