Ein IT-Service-Dienstleister, dessen Zusagen im Vertrag stehen
„Wir melden uns schnellstmöglich" ist keine Reaktionszeit. Wir arbeiten mit festgeschriebenen Service-Levels, einem nachvollziehbaren Ticketprozess und einem monatlichen Bericht, aus dem Sie ablesen können, ob wir sie eingehalten haben.
Der Unterschied zwischen einem IT-Dienstleister und einem IT-Service-Dienstleister liegt im mittleren Wort. Service bedeutet, dass die Leistung messbar ist: Wie schnell wird eine Störung angenommen, wie schnell beginnt die Bearbeitung, wann ist sie spätestens gelöst, und was passiert, wenn diese Zeiten gerissen werden. Genau das regeln wir vor Vertragsbeginn schriftlich – nicht, weil wir gerne Papier produzieren, sondern weil ohne diese Festlegung im Störungsfall die Diskussion beginnt statt der Arbeit.

Reaktionszeiten nach Priorität
Ein Totalausfall wird anders behandelt als eine Frage zur Serienbrieffunktion. Beide Fälle haben eine zugesagte Zeit.
Nachvollziehbarer Ticketprozess
Jede Meldung bekommt eine Nummer, einen Status und einen Bearbeiter. Sie sehen jederzeit, woran gerade gearbeitet wird.
Monatliches Reporting
Anzahl der Tickets, eingehaltene Service-Levels, wiederkehrende Ursachen. Ohne Schönfärberei, auch wenn eine Zeit gerissen wurde.
Eskalation ist geregelt
Wenn ein Fall festhängt, gibt es einen definierten Weg nach oben – mit Namen und Telefonnummer, nicht mit einem Formular.
Was einen IT-Service-Dienstleister von einem IT-Dienstleister unterscheidet
Viele Anbieter nennen sich IT-Service-Dienstleister, ohne die Servicekomponente je zu definieren. Der Test ist einfach: Fragen Sie nach der zugesagten Reaktionszeit bei einem Serverausfall und lassen Sie sich die Stelle im Vertrag zeigen. Wenn dort „zeitnah", „nach Verfügbarkeit" oder gar nichts steht, kaufen Sie eine Absichtserklärung.
Wir arbeiten stattdessen mit einem Service-Level-Agreement, das drei Dinge festlegt: die Servicezeiten, in denen die Zusagen gelten, die Prioritätsklassen mit ihren jeweiligen Zeiten, und die Folgen bei Nichteinhaltung. Das ist kein Misstrauensbeweis, sondern die Grundlage dafür, dass Sie Ihrerseits Ihren Kunden gegenüber verlässlich planen können. Wer die gesamte Betreuung sucht statt nur den Servicevertrag, findet das auf unserer Seite zum IT-Dienstleister.
- ✓Schriftliches Service-Level-Agreement als Vertragsbestandteil
- ✓Definierte Servicezeiten, optional mit Rufbereitschaft außerhalb
- ✓Vier Prioritätsklassen von Totalausfall bis Anwenderfrage
- ✓Getrennte Zusagen für Reaktions- und Wiederherstellungszeit
- ✓Vereinbarte Konsequenz, wenn eine Zusage gerissen wird
- ✓Jährliche Überprüfung, ob die Klassen noch zu Ihrem Betrieb passen
Prioritäten: nicht jede Störung ist ein Notfall
Die häufigste Ursache für Unzufriedenheit mit einem IT-Service ist eine unterschiedliche Einschätzung der Dringlichkeit. Für den Anwender ist die eigene Störung immer die wichtigste. Für den Dienstleister ist es die, die den größten Schaden anrichtet. Beides ist nachvollziehbar und lässt sich nur durch eine vorab vereinbarte Einstufung auflösen.
Wir definieren vier Klassen gemeinsam mit Ihnen, und zwar an Ihrem Betrieb ausgerichtet. In einer Arztpraxis ist der Ausfall der Patientenverwaltung Priorität 1, in einer Agentur wäre es der Dateiserver. Diese Einstufung steht schriftlich fest, damit im Ernstfall niemand darüber verhandeln muss.
- ✓Priorität 1: Stillstand für den gesamten Betrieb oder eine Abteilung
- ✓Priorität 2: Wesentliche Einschränkung, Arbeit nur mit Behelf möglich
- ✓Priorität 3: Einzelner Arbeitsplatz betroffen, Ausweichen möglich
- ✓Priorität 4: Anfragen, Änderungen und geplante Arbeiten
- ✓Einstufung an Ihren Geschäftsprozessen orientiert, nicht an unserer Technik
- ✓Möglichkeit zur Höherstufung durch Ihre Geschäftsführung
Der Ticketprozess: was nach Ihrer Meldung passiert
Eine Störungsmeldung erreicht uns per Telefon, E-Mail oder über das Serviceportal. In allen drei Fällen entsteht ein Ticket mit Nummer, Zeitstempel und Priorität. Sie bekommen diese Nummer sofort zurück, damit Sie einen Bezugspunkt für Nachfragen haben.
Anschließend übernimmt ein Techniker, der Ihre Umgebung kennt. Kommt er nicht weiter, wird der Fall an einen Spezialisten übergeben – aber mit vollständiger Vorgeschichte, sodass Sie nicht erneut alles erklären müssen. Nach Abschluss erhalten Sie eine kurze Zusammenfassung, was die Ursache war und was dagegen getan wurde.
- ✓Drei Meldewege: Telefon, E-Mail und Serviceportal
- ✓Sofortige Bestätigung mit Ticketnummer und eingestufter Priorität
- ✓Bearbeitung durch Techniker mit Kenntnis Ihrer Umgebung
- ✓Übergabe intern mit vollständiger Historie statt neuer Aufnahme
- ✓Abschlussmeldung mit Ursache und ergriffener Maßnahme
- ✓Jederzeit einsehbarer Status über das Portal
Reporting: Servicequalität, die Sie nachprüfen können
Ein Servicevertrag ohne Berichtswesen ist schwer zu bewerten. Sie merken zwar, wenn es schlecht läuft, haben aber keine Grundlage für ein sachliches Gespräch. Wir liefern deshalb unaufgefordert einen monatlichen Bericht, der die Zahlen offenlegt – auch die unangenehmen.
Wichtiger als die Einhaltungsquote ist dabei der Abschnitt zu wiederkehrenden Ursachen. Wenn dreimal im Quartal dasselbe Problem auftaucht, ist die schnelle Behebung nicht der Erfolg, sondern das Symptom. Solche Muster benennen wir und schlagen vor, was sie dauerhaft abstellt.
- ✓Monatlicher Servicebericht ohne gesonderte Anforderung
- ✓Anzahl, Verteilung und Bearbeitungsdauer aller Tickets
- ✓Ausgewiesene Einhaltungsquote je Prioritätsklasse
- ✓Benennung wiederkehrender Ursachen statt nur Symptombehebung
- ✓Empfehlungen mit Aufwandsschätzung für dauerhafte Abhilfe
- ✓Quartalsgespräch zur Einordnung der Zahlen
Servicezeiten und Rufbereitschaft
Die Standard-Servicezeit umfasst Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr. Für den überwiegenden Teil der Betriebe reicht das aus, weil außerhalb dieser Zeiten ohnehin niemand arbeitet. Kritisch wird es bei Produktion im Schichtbetrieb, bei Praxen mit Abendsprechstunde oder wenn ein Wochenendausfall den Montagmorgen kostet.
Für diese Fälle bieten wir eine Rufbereitschaft mit eigener Nummer an, die auf einen diensthabenden Techniker geht. Sie kostet einen monatlichen Bereitschaftsbetrag zusätzlich zur eingesetzten Zeit. Wir empfehlen sie nicht pauschal, sondern erst dann, wenn eine nüchterne Betrachtung zeigt, dass ein Ausfall außerhalb der Geschäftszeiten tatsächlich Geld kostet.
- ✓Standard-Servicezeit werktags von 8 bis 18 Uhr
- ✓Optionale Rufbereitschaft abends, am Wochenende und an Feiertagen
- ✓Eigene Rufnummer direkt zum diensthabenden Techniker
- ✓Erweiterte Servicezeiten für Schichtbetrieb und Praxen
- ✓Geplante Wartungsarbeiten grundsätzlich außerhalb Ihrer Kernzeiten
- ✓Ankündigung wartungsbedingter Unterbrechungen mit Vorlauf
Was der Servicevertrag kostet und was er nicht enthält
Die Abrechnung erfolgt pro betreutem Arbeitsplatz und pro Server, gestaffelt nach Service-Level. Ein einfacher Vertrag mit werktäglicher Servicezeit liegt pro Arbeitsplatz im mittleren zweistelligen Bereich monatlich. Kurze Reaktionszeiten und Rufbereitschaft erhöhen den Betrag deutlich – deshalb legen wir Wert darauf, das Level am tatsächlichen Bedarf auszurichten und nicht am maximal Verkaufbaren.
Nicht enthalten sind Projekte: eine Serverablösung, ein Standortumzug oder die Einführung einer neuen Anwendung rechnen wir gesondert ab. Das steht so im Vertrag, damit es später keine Auslegungsfragen gibt. Enthalten sind dagegen Wartung, Überwachung, Störungsbehebung und Anwendersupport im vereinbarten Umfang.
- ✓Preis pro Arbeitsplatz und Server, gestaffelt nach Service-Level
- ✓Enthalten: Wartung, Überwachung, Störungsbehebung, Anwendersupport
- ✓Gesondert: Projekte, Umzüge, Neueinführungen, Hardwarebeschaffung
- ✓Klare Abgrenzung im Vertrag statt Auslegung im Streitfall
- ✓Laufzeit zwölf Monate, danach quartalsweise kündbar
- ✓Herausgabe aller Zugänge und Dokumentation bei Vertragsende
Zulieferbetrieb mit 90 Arbeitsplätzen: vom Zuruf-Support zum messbaren Servicevertrag
Ein Münchner Zulieferer hatte seinen IT-Service über Jahre ohne schriftliche Vereinbarung eingekauft. Störungen wurden per Zuruf gemeldet, die Bearbeitung hing davon ab, wer gerade Zeit hatte. Beschwerden über zu lange Wartezeiten ließen sich nicht belegen, weil niemand mitschrieb. Wir haben zunächst drei Monate lang ausschließlich gemessen: alle Meldungen erfasst, eingestuft und ausgewertet. Das Ergebnis zeigte, dass nicht die Reaktionszeit das Problem war, sondern die Wiederholung – 40 Prozent aller Tickets betrafen dieselben vier Ursachen. Nach deren Beseitigung und der Einführung eines Service-Levels mit Priorisierung sank das Ticketaufkommen deutlich.
Der wichtigste Schritt war nicht der schnellere Support, sondern dass überhaupt jemand gezählt hat. Vorher haben wir über Gefühle diskutiert.
Kaufmännischer Leiter, Zulieferbetrieb München
Häufige Fragen
Sprachlich wird beides oft gleichgesetzt. Wir verwenden IT-Service-Dienstleister dort, wo die Servicequalität vertraglich messbar geregelt ist: Servicezeiten, Prioritätsklassen, Reaktions- und Wiederherstellungszeiten sowie ein regelmäßiges Reporting. Ein IT-Dienstleister ohne diesen Rahmen kann gute Arbeit leisten, aber Sie haben keine Grundlage, das zu überprüfen oder einzufordern.
In der Standard-Servicezeit reagieren wir bei Priorität 1 innerhalb von 30 Minuten, bei Priorität 2 innerhalb von zwei Stunden, bei Priorität 3 innerhalb von acht Arbeitsstunden. Reaktion bedeutet den qualifizierten Bearbeitungsbeginn durch einen Techniker, nicht eine automatische Eingangsbestätigung. Kürzere Zeiten sind vereinbar und schlagen sich im Preis nieder.
Die Folge steht im Vertrag. Üblich ist eine Gutschrift auf die monatliche Pauschale, gestaffelt nach Schwere der Überschreitung. Wichtiger ist aus unserer Sicht der zweite Teil: Jede gerissene Zusage wird im Monatsbericht ausgewiesen und im Quartalsgespräch mit Begründung besprochen. Eine Gutschrift allein löst kein strukturelles Problem.
Ja. Manche Betriebe lassen nur Server und Netzwerk unter Vertrag nehmen und regeln die Arbeitsplätze nach Aufwand. Das ist sinnvoll, wenn intern jemand die einfachen Anwenderfragen abfängt. Wichtig ist eine saubere Abgrenzung im Vertrag, damit im Störungsfall klar ist, wer zuständig ist – Zuständigkeitslücken kosten im Ernstfall die meiste Zeit.
Das hängt davon ab, ob ein Ausfall außerhalb Ihrer Arbeitszeit tatsächlich Schaden verursacht. Bei einem reinen Bürobetrieb mit Arbeitszeit von 8 bis 17 Uhr ist eine Rufbereitschaft meist unnötig, weil ein Ausfall am Samstag bis Montag früh behoben werden kann. Bei Schichtbetrieb, Abendsprechstunden oder laufenden Nachtverarbeitungen sieht das anders aus. Wir rechnen das im Erstgespräch gemeinsam durch.
Nach der Bestandsaufnahme dauert die Erstellung des Angebots etwa eine Woche. Der Vertrag kann anschließend kurzfristig beginnen, allerdings gelten die vollen Service-Levels erst nach der Übernahmephase von zwei bis sechs Wochen. In dieser Zeit erfassen und dokumentieren wir Ihre Umgebung, weil wir keine Zeiten zusagen, die wir ohne Kenntnis der Systeme nicht halten können.
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