Jedes Gerät in der Halle ist ein Netzteilnehmer
Scanner, Etikettendrucker, Staplerterminals und ein Funknetz über die gesamte Halle: In Aschheimer Logistik- und Handelsbetrieben entsteht die größte Angriffsfläche dort, wo Ware bewegt wird.
Aschheim mit dem Ortsteil Dornach liegt rund 12 km östlich unseres Sitzes und ist ein Gewerbe- und Logistikstandort mit Handel, Großhandel und Versandbetrieben. Die IT dieser Unternehmen besteht nur zum kleineren Teil aus Büroarbeitsplätzen. Den größeren Teil bilden Geräte in der Halle: Handscanner, Etikettendrucker, Staplerterminals, Waagen, Übergabepunkte zu Fördertechnik und ein Funknetz, das lückenlos ausgeleuchtet sein muss. Diese Geräte laufen oft jahrelang unverändert, erhalten selten Aktualisierungen und werden bei Sicherheitsbetrachtungen regelmäßig übersehen. Genau dort setzen wir an.

Funknetz nach Geräteklassen
Erfassungsgeräte, Bürorechner und Gäste nutzen getrennte Funknetze mit eigenen Regeln, statt sich eine gemeinsame Kennung zu teilen.
Geräte mit alter Firmware abschirmen
Scanner, Drucker und Terminals ohne Herstellerpflege bekommen ein eigenes Segment mit eng gefassten Verbindungen zum Warenwirtschaftssystem.
Reichweite bewusst begrenzen
Wir richten die Ausleuchtung so aus, dass die Halle versorgt ist, das Funknetz aber nicht unnötig weit über das Betriebsgelände hinausreicht.
ERP-Zugriffe nach Aufgabe
Kommissionierung, Wareneingang, Disposition und Buchhaltung erhalten unterschiedliche Berechtigungen im Warenwirtschaftssystem.
Das Funknetz der Halle als eigentliche Grenze
In einem Logistikbetrieb ist das WLAN kein Komfortmerkmal, sondern der Betriebsweg für nahezu jede Buchung. Es ist zugleich die Stelle, an der ein Angreifer keine Tür durchschreiten muss: Funk endet nicht an der Hallenwand, sondern reicht je nach Ausleuchtung auf den Hof, den Parkplatz oder das Nachbargrundstück.
Wir planen die Ausleuchtung deshalb doppelt: einmal für eine lückenlose Versorgung dort, wo gearbeitet wird, und einmal mit Blick darauf, wie weit das Signal darüber hinaus trägt. Sendeleistung, Antennenausrichtung und Positionierung der Zugangspunkte lassen sich so wählen, dass beides zusammenpasst.
- ✓Ausleuchtungsplanung für Hallen mit Regalen und Metallflächen
- ✓Begrenzung der Reichweite über Sendeleistung und Ausrichtung
- ✓Gerätebezogene Anmeldung über Zertifikate statt gemeinsamem Kennwort
- ✓Getrennte Funknetze für Erfassung, Büro und Gäste
Scanner, Drucker und Terminals als Geräteklasse behandeln
Ein Handscanner, ein Etikettendrucker und ein Staplerterminal sind aus Sicherheitssicht kleine Computer mit Netzwerkanschluss, meist mit einer Firmware, die seit Jahren nicht aktualisiert wurde, weil der Hersteller nichts mehr liefert oder eine Aktualisierung den Betrieb unterbrechen würde.
Wir behandeln diese Geräte deshalb nicht einzeln, sondern als Klasse mit eigenen Regeln. Sie kommen in ein Segment, aus dem heraus ausschließlich das Warenwirtschaftssystem und die zugehörigen Dienste erreichbar sind. Kein Internetzugang, keine Verbindung zu Büroarbeitsplätzen, keine Erreichbarkeit von außen.
- ✓Eigenes Segment für alle Erfassungs- und Ausgabegeräte
- ✓Verbindungen ausschließlich zum Warenwirtschaftssystem
- ✓Änderung werkseitiger Verwaltungskennwörter
- ✓Abschaltung nicht benötigter Dienste auf den Geräten
Übergabepunkte zu Fördertechnik und Fremdsystemen
Wo Fördertechnik, Sortieranlagen oder Verladesysteme im Einsatz sind, existieren Übergabepunkte zwischen der Steuerungswelt und der Warenwirtschaft. Diese Schnittstellen werden häufig von Anlagenbauern eingerichtet und laufen dann jahrelang unverändert weiter, oft mit weitreichenden Rechten und einem dauerhaft offenen Wartungszugang.
Wir nehmen diese Übergänge auf und begrenzen sie auf das, was fachlich nötig ist: definierte Verbindungen in eine Richtung, ein eigenes Dienstkonto mit engen Rechten, keine allgemeinen Administratorrechte. Wartungszugänge des Anlagenbauers werden benannt, nur bei Bedarf freigeschaltet und protokolliert.
- ✓Aufnahme aller Übergabepunkte zwischen Anlagen und Warenwirtschaft
- ✓Dienstkonten mit eng gefassten Rechten statt Administratorzugängen
- ✓Gerichtete, definierte Verbindungen an den Schnittstellen
- ✓Benannte und bedarfsweise freigeschaltete Wartungszugänge
Berechtigungen im Warenwirtschaftssystem
In Handels- und Logistikbetrieben laufen Bestände, Preise, Lieferantenkonditionen und Kundendaten in einem System zusammen. Häufig arbeiten Beschäftigte dort mit weit umfangreicheren Rechten, als ihre Aufgabe erfordert, weil das bei der Einführung einfacher war.
Wir gleichen die Berechtigungen mit den tatsächlichen Aufgaben ab: Kommissionierung braucht Bestandsbuchungen, aber keine Preispflege; Wareneingang braucht Lieferscheindaten, aber keinen Zugriff auf Konditionen. Kritische Vorgänge wie Bestandskorrekturen, Preisänderungen und Stammdatenpflege werden protokolliert.
- ✓Abgleich der Berechtigungen mit den tatsächlichen Aufgaben
- ✓Protokollierung von Bestands-, Preis- und Stammdatenänderungen
- ✓Befristete Konten für Aushilfen und Saisonkräfte
- ✓Trennung von Bearbeitung und Freigabe bei kritischen Vorgängen
Anforderungen von Auftraggebern, DSGVO und NIS2
Logistik- und Großhandelsbetriebe sind Teil von Lieferketten. Größere Auftraggeber, die selbst unter die NIS2-Umsetzung fallen, geben Anforderungen an ihre Dienstleister weiter, häufig in Form von Fragebögen und vertraglichen Zusagen. Parallel gilt die Datenschutz-Grundverordnung für Beschäftigten-, Kunden- und Lieferantendaten.
Wir liefern die technisch-organisatorische Grundlage: dokumentierte Segmentierung, Zugriffsregelungen, Protokollierung, Aktualisierungsstände und eine getestete Notfallvorsorge. Ob und in welchem Umfang Pflichten für Ihren Betrieb gelten und welche vertraglichen Zusagen vertretbar sind, beurteilen Ihre Rechtsberatung und Ihr Datenschutzbeauftragter. Unsere Leistung ersetzt keine Rechtsberatung; Zertifizierungen behaupten wir nicht.
- ✓Belegbare Segmentierung als Antwort auf Fragebögen
- ✓Dokumentierte Zugriffsregelungen im Warenwirtschaftssystem
- ✓Protokollierung sicherheitsrelevanter Vorgänge
- ✓Nachweis über Aktualisierungsstände und Notfalltests
Häufige Fragen
Weil es überall hinterlegt ist und praktisch nie gewechselt wird. Scheidet jemand aus oder geht ein Gerät verloren, bleibt das Kennwort gültig, und ein Wechsel bedeutet, alle Geräte im Betrieb neu einzurichten.
Es vergrößert die Angriffsfläche, weil ein Anmeldeversuch dann ohne Betreten des Geländes möglich ist. Wir prüfen die tatsächliche Reichweite mit einer Messung und passen Sendeleistung, Antennenausrichtung und Positionen an. Ziel ist eine lückenlose Versorgung der Arbeitsbereiche bei möglichst geringem Überstand nach außen.
Wir schirmen sie ab. Die Geräte kommen in ein eigenes Segment mit Verbindungen ausschließlich zum Warenwirtschaftssystem, ohne Internetzugang und ohne Erreichbarkeit von Büroarbeitsplätzen. Zusätzlich ändern wir die werkseitigen Verwaltungskennwörter und schalten nicht benötigte Dienste ab. Eine Ablösung bleibt sinnvoll, wird aber planbar statt dringend.
Über einen benannten Zugang, der auf die betreute Anlage begrenzt ist und nur bei Bedarf freigeschaltet wird. Jede Sitzung wird protokolliert, Zugriffe werden angekündigt.
Mit befristeten Konten, deren Umfang auf die jeweilige Aufgabe beschränkt ist, meist Bestandsbuchungen ohne Zugriff auf Preise, Konditionen oder Stammdaten. Das Enddatum wird bereits bei der Einrichtung hinterlegt. So bleibt die Kontenliste auch nach mehreren Saisons überschaubar und dem Personalstand entsprechend.
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