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DESATIV
IT-Sicherheit Freising

Zwischen Büronetz und Anlagensteuerung gehört eine Grenze

Wo Produktion, Labor und Verwaltung im selben flachen Netz liegen, reicht ein einziger kompromittierter Arbeitsplatz bis an die Steuerung. Wir ziehen die Trennlinie und regeln, was sie passieren darf.

Freising liegt rund 35 km nordöstlich unseres Münchner Sitzes, in Flughafennähe. Lebensmittel- und Brauwirtschaft, agrarwissenschaftliches Umfeld und Logistik prägen die Region. Die sicherheitstechnische Besonderheit liegt in der Koexistenz zweier Welten: Büro-IT mit üblichem Aktualisierungszyklus auf der einen Seite, auf der anderen Anlagensteuerungen, Abfüll- und Labortechnik, die über Jahrzehnte laufen und deren Hersteller Fernzugriff erwarten. Beides im selben Netz zu betreiben ist verbreitet und riskant. Wir trennen die Bereiche und definieren die wenigen Übergänge, die fachlich nötig sind.

Arbeitsplatz mit mehreren Monitoren zur Überwachung von Systemen

Zwei Welten, eine Grenze

Anlagen-, Labor- und Bürobereich erhalten eigene Zonen. Verbindungen dazwischen sind einzeln freigegeben und begründet.

Fernwartung nach Regeln

Herstellerzugriffe laufen über einen kontrollierten Weg, der auf Anforderung geöffnet und nach der Sitzung wieder geschlossen wird.

Alte Steuerungen mitdenken

Steuerungssysteme ohne Aktualisierungspfad werden abgeschirmt statt ignoriert — die Anlage läuft weiter, das Risiko sinkt.

Dokumentation, die Bestand hat

Chargen- und Prüfdaten sichern wir so, dass sie über die geforderten Zeiträume verfügbar und unverändert bleiben.

rund 35 km
Weg von unserem Standort nach Freising
eigene Zone
für Anlagen- und Labortechnik, getrennt vom Büronetz
auf Anforderung
Öffnung von Fernwartungszugängen statt Dauerfreigabe

Warum ein flaches Netz in der Produktion nicht tragfähig ist

In vielen gewachsenen Betrieben hängen Abfüllanlage, Waage, Laborgerät, Bürorechner und Drucker im selben Netzbereich. Das ist historisch nachvollziehbar: Als die Steuerungen angeschlossen wurden, ging es nur um Erreichbarkeit, und die Systeme hatten keine Internetverbindung.

Heute ist die Lage anders. Schadsoftware, die über ein Büropostfach hereinkommt, sucht automatisch weiter im Netz und findet Steuerungssysteme, die weder Schutzsoftware tragen noch Angriffe abwehren können. Der Schaden entsteht dann nicht durch Datenverlust, sondern durch Produktionsstillstand.

  • Aufnahme aller Geräte im Produktions- und Laborbereich
  • Feststellung, welche Systeme tatsächlich Netzverbindung benötigen
  • Prüfung, welche Anlagen unbemerkt Internetverbindungen aufbauen

Zonen bilden und Übergänge einzeln freigeben

Auf Basis der Aufnahme bilden wir getrennte Zonen: Verwaltung, Produktionssteuerung, Labor- und Messtechnik, Gebäudetechnik, Gäste. Zwischen ihnen ist zunächst nichts erlaubt. Anschließend geben wir gezielt frei, was fachlich gebraucht wird — etwa die Übergabe von Auftragsdaten an die Anlage.

Jede Freigabe wird mit Zweck und Verantwortlichem dokumentiert. Das ist der einzige Weg, wie ein Regelwerk über Jahre sauber bleibt: Wer weiß, warum eine Regel existiert, kann sie später wieder entfernen.

  • Grundregel: keine Verbindung, außer sie ist ausdrücklich freigegeben
  • Jede Freigabe mit Zweck, Verantwortlichem und Datum dokumentiert
  • Regelmäßige Durchsicht, ob Freigaben noch benötigt werden

Fernwartung durch Maschinen- und Anlagenhersteller

Kaum ein Anlagenhersteller kommt heute für jede Störung an die Maschine. Fernwartung ist der Regelfall und in Wartungsverträgen oft vorausgesetzt. Problematisch ist die verbreitete Umsetzung: eine dauerhaft offene Verbindung, ein mitgebrachtes Mobilfunkmodem oder Zugangsdaten, die seit der Inbetriebnahme unverändert sind.

Wir ersetzen das durch einen kontrollierten Ablauf: Der Zugang ist im Normalzustand geschlossen und wird auf Anforderung für ein Zeitfenster geöffnet, ausschließlich auf die betreffende Anlage, mit Protokoll. Herstellereigene Mobilfunkverbindungen ersetzen wir, weil sie die Netztrennung umgehen.

  • Fernzugänge im Ruhezustand geschlossen, Öffnung auf Anforderung
  • Protokollierung der Wartungssitzungen auf der betroffenen Anlage
  • Erfassung und Ablösung herstellereigener Mobilfunkverbindungen

Steuerungen, die nicht aktualisiert werden können

Eine Abfüllstraße wird nicht ausgetauscht, weil ihr Steuerrechner ein Betriebssystem ohne Herstellerunterstützung fährt. Das ist in der Getränke- und Lebensmittelproduktion die Regel — Anlagen sind auf Laufzeiten ausgelegt, die IT-Zyklen um ein Vielfaches überschreiten.

Der praktikable Umgang besteht darin, das System vollständig abzuschirmen: kein Internetzugang, keine E-Mail, keine Wechselmedien im Normalbetrieb, Zugriff nur von einem definierten Wartungsarbeitsplatz aus. Zusätzlich sichern wir den Zustand des Steuerrechners so, dass er nach einem Ausfall zügig wiederhergestellt werden kann, statt auf den Hersteller warten zu müssen.

  • Vollständige Abschirmung nicht aktualisierbarer Steuerrechner
  • Definierter Wartungsarbeitsplatz als einziger Zugangsweg
  • Vollständige Sicherung des Steuerrechnerzustands für den Wiederanlauf

Chargendaten, Prüfprotokolle und Nachweispflichten

Rückverfolgbarkeit und Chargendokumentation sind betriebliche Pflicht. Diese Daten müssen über festgelegte Zeiträume verfügbar bleiben und dürfen nachträglich nicht unbemerkt veränderbar sein — Anforderungen an die IT, nicht nur an die Qualitätssicherung.

Wir sichern diese Bestände unveränderlich und richten die Aufbewahrungsdauer an den fachlichen Vorgaben aus. Zusätzlich klären wir, welche Auswertungen im Ernstfall wie schnell verfügbar sein müssen. Welche Fristen konkret gelten, bestimmt Ihr Qualitätsmanagement mit Ihrer Rechtsberatung.

  • Unveränderliche Ablage von Chargen- und Prüfdaten
  • Aufbewahrungsdauer nach den Vorgaben Ihres Qualitätsmanagements
  • Getestete Rücksicherung mit dokumentierter Dauer
IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.
IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.
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IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.

Häufige Fragen

Das ist meist verhandelbar. Technisch bieten wir dem Hersteller einen Zugang an, der jederzeit verfügbar ist, aber eine Freigabe durch Sie erfordert und nur die betreffende Anlage erreicht. Für die meisten Wartungsfälle genügt das, weil der Einsatz ohnehin angekündigt wird. Bleibt der Hersteller bei einer Dauerverbindung, halten wir das Restrisiko schriftlich fest.

Nur wenn sie ohne Vorbereitung erfolgt. Deshalb beobachten wir vorab, welche Verbindungen tatsächlich genutzt werden, statt nach Dokumentation zu gehen — die ist bei Anlagen meist unvollständig. Die Umstellung legen wir in ein Stillstandsfenster und halten den vorherigen Zustand für eine schnelle Rückkehr bereit.

Ob Sie erfasst sind, hängt von Sektorzuordnung, Größe und Ihrer Rolle in Lieferketten ab und ist eine Rechtsfrage — dazu geben wir keine Einschätzung ab, das gehört zu Ihrer Rechtsberatung. Unabhängig davon werden entsprechende Anforderungen zunehmend von Handelspartnern vertraglich weitergegeben. Wir bereiten die technische Seite vor: dokumentierte Maßnahmen, auswertbare Protokolle und ein geübter Meldeablauf.

Das hängt davon ab, ob Sie ohne dieses System freigeben können. Diese Frage klären wir vorab und leiten ab, wie schnell es wieder laufen muss. Bei kurzen Anforderungen halten wir ein Ersatzsystem bereit, sonst genügt eine getestete Wiederherstellung. Wichtig ist, dass die Antwort vor dem Ausfall feststeht.

Der laufende Betrieb — Überwachung, Aktualisierungen, Auswertung von Meldungen, Prüfung der Sicherung — erfolgt vollständig remote. Vor Ort kommen wir für Netzarbeiten, Anlagenanbindungen und geplante Umbauten, dann mit vorbereitetem Material in einem abgestimmten Zeitfenster. Für Störungen vereinbaren wir vorab, welche Fälle eine Anfahrt auslösen.

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