Wenn das Archiv das Kapital ist
Medien- und Technologiebetriebe in Ismaning halten große Bestände an Material, das über Jahre entstanden ist. Der Schutz dieser Archive und die Kontrolle darüber, wie Daten das Haus verlassen, stehen bei uns im Mittelpunkt.
Ismaning liegt rund 13 km nordöstlich unseres Sitzes und ist ein etablierter Medien- und Technologiestandort mit Gewerbegebieten, Dienstleistern und Vertriebsniederlassungen. Charakteristisch sind hohe Bandbreitenanforderungen, umfangreiche Medien- und Datenarchive sowie ein hoher Anteil mobiler Arbeitsplätze. Für die IT-Sicherheit verschiebt das den Schwerpunkt weg vom klassischen Bürorechner: Entscheidend ist, wer auf die Archive zugreift, wie große Datenmengen das Haus verlassen und wie viele Geräte außerhalb des Firmengeländes unterwegs sind, ohne dass jemand ihren Zustand kennt.

Archivzugriff differenziert
Lesen, Bearbeiten und Herausgeben von Archivmaterial sind getrennte Rechte. Nicht jede Person, die Material sichtet, kann es auch exportieren.
Abfluss großer Mengen erkennen
Ungewöhnlich umfangreiche Kopiervorgänge und Downloads lösen eine Meldung aus, weil sie sich vom normalen Arbeitsverhalten deutlich abheben.
Mobile Flotte im Griff
Notebooks und Tablets werden zentral verwaltet, verschlüsselt, aktuell gehalten und lassen sich bei Verlust aus der Ferne sperren.
Schutz ohne Tempoverlust
Sicherheitsfunktionen wählen wir so, dass die Übertragung großer Dateien nicht ausgebremst wird und niemand Anlass hat, sie zu umgehen.
Das Archiv als eigenständige Schutzaufgabe
Ein über Jahre aufgebauter Bestand an Aufnahmen, Bildern, Projektdateien oder Messdaten ist häufig der wertvollste Besitz eines Betriebs. Er ist gleichzeitig unhandlich: zu groß für schnelle Kopien, zu langsam für ständige Umzüge, zu wichtig, um ihn nur an einer Stelle zu halten.
Wir behandeln das Archiv deshalb getrennt vom übrigen Dateibestand. Es erhält eigene Zugriffsregeln, eine eigene Sicherungsstrategie und eine eigene Überwachung. Der laufende Arbeitsbereich, in dem Material bearbeitet wird, bleibt davon unterschieden, sodass ein Vorfall im Tagesgeschäft nicht unmittelbar den Gesamtbestand berührt.
- ✓Getrennte Behandlung von Archiv und laufendem Arbeitsbereich
- ✓Unterscheidung von lesendem, schreibendem und exportierendem Zugriff
- ✓Versionsstände zur Wiederherstellung einzelner Elemente
- ✓Eigene Sicherungsstrategie mit unveränderlicher Kopie
Datenabfluss bemerken, bevor er abgeschlossen ist
Der Verlust großer Datenmengen geschieht selten spektakulär. Häufiger sind es unauffällige Vorgänge: ein Konto, das über Tage hinweg Verzeichnisse herunterlädt, ein Export auf eine externe Festplatte, ein Upload in einen privaten Speicherdienst kurz vor einem Arbeitsplatzwechsel.
Wir richten deshalb eine Beobachtung des Mengenverhaltens ein. Weicht ein Konto deutlich von seinem üblichen Muster ab, entsteht eine Meldung. Zusätzlich regeln wir den Umgang mit Wechseldatenträgern und legen fest, welche externen Speicherdienste überhaupt erreichbar sind.
- ✓Beobachtung ungewöhnlicher Kopier- und Downloadmengen
- ✓Regelung des Einsatzes von Wechseldatenträgern
- ✓Beschränkung erreichbarer externer Speicherdienste
- ✓Vereinbarter Ablauf zur Klärung von Meldungen
Viele Geräte außerhalb des Firmengeländes
Wer an Drehorten, bei Kunden, auf Messen oder im Homeoffice arbeitet, nimmt Geräte und Material mit. Diese Geräte sind selten im Firmennetz, holen sich Aktualisierungen unregelmäßig und hängen unterwegs an Netzen, die niemand kontrolliert.
Wir binden sie in eine zentrale Geräteverwaltung ein, die unabhängig vom Standort greift. Verschlüsselung, Aktualisierungen, Schutzsoftware und Grundeinstellungen werden darüber erzwungen. Der Zugriff auf Firmensysteme setzt voraus, dass das Gerät diesen Zustand tatsächlich erfüllt.
- ✓Zentrale Verwaltung unabhängig vom aktuellen Standort
- ✓Erzwungene Verschlüsselung und Aktualisierung
- ✓Zugriff nur von Geräten im vorgegebenen Zustand
- ✓Automatisch aufgebaute gesicherte Verbindung in fremden Netzen
Wiederanlauf bei großen Datenmengen
Die Wiederherstellung eines umfangreichen Archivs dauert erheblich länger als die einer Büroablage. Wer das erst im Ernstfall feststellt, plant falsch. Deshalb messen wir die tatsächliche Rückspieldauer und legen darauf aufbauend fest, welche Bestände zuerst zurückkommen.
Häufig ist eine Staffelung sinnvoll: zuerst die laufenden Projekte, danach das Archiv der jüngeren Zeiträume, zuletzt die älteren Bestände. Für besonders wichtige Teile halten wir eine schneller verfügbare Kopie vor. Alle Sicherungen umfassen mindestens eine unveränderliche Fassung, die von einem Verschlüsselungsangriff nicht erfasst werden kann.
- ✓Messung der tatsächlichen Rückspieldauer je Bestand
- ✓Gestaffelter Wiederanlauf nach betrieblicher Dringlichkeit
- ✓Schneller verfügbare Kopie besonders wichtiger Bestände
- ✓Mindestens eine unveränderliche Sicherungsfassung
Rechte, Datenschutz und NIS2 im Medienumfeld
Neben der Datenschutz-Grundverordnung, die für personenbezogene Daten in Aufnahmen, Kundendaten und Beschäftigtendaten gilt, spielen im Medienumfeld vertragliche Anforderungen eine große Rolle: Sperrfristen, Nutzungsrechte, Vertraulichkeitszusagen gegenüber Auftraggebern.
Technisch bilden wir das über Zugriffsbeschränkungen, Protokollierung und geregelte Freigabewege ab und dokumentieren die Maßnahmen nachvollziehbar. Ob Pflichten aus der NIS2-Umsetzung für Ihren Betrieb gelten, hängt von Größe und Tätigkeit ab. Die rechtliche Bewertung, auch von Nutzungs- und Vertraulichkeitsvereinbarungen, gehört zu Ihrer Rechtsberatung und Ihrem Datenschutzbeauftragten. Unsere Leistung ist die technisch-organisatorische Umsetzung und ersetzt keine Rechtsberatung.
- ✓Technische Abbildung von Sperrfristen und Freigabewegen
- ✓Protokollierung von Zugriffen auf geschütztes Material
- ✓Getrennte Bereiche für Auftraggeber mit Vertraulichkeitszusagen
- ✓Dokumentation der Maßnahmen für Ihre Nachweisführung
Häufige Fragen
Indem es nicht dauerhaft für alle beschreibbar eingebunden ist. Wir trennen lesenden und schreibenden Zugriff, halten Versionsstände vor und legen mindestens eine unveränderliche Sicherungskopie ab, die auch mit administrativen Rechten nicht überschrieben werden kann. Damit bleibt ein Rückweg bestehen, selbst wenn der Arbeitsbereich betroffen ist.
Mit einer entsprechenden Beobachtung ja. Wir erfassen das übliche Mengenverhalten je Konto und lassen deutliche Abweichungen melden, etwa umfangreiche Downloads oder Kopien auf Wechseldatenträger. Solche Meldungen sind zunächst Hinweise; der vereinbarte Ablauf sieht eine sachliche Klärung vor, bevor weitere Schritte folgen.
Nur bei falscher Dimensionierung. Wir wählen die Technik passend zur tatsächlichen Last und prüfen Inhalte gezielt dort, wo es sinnvoll ist, insbesondere am Übergang ins Internet. Innerhalb des Hauses arbeiten wir stärker mit Segmentierung und Rechten als mit Inhaltsprüfung.
Wir sperren das Gerät aus der Ferne und entziehen ihm die Zugriffsrechte auf Firmensysteme. Weil die Festplatte verschlüsselt ist, sind die lokalen Daten ohne Anmeldedaten nicht verwertbar. Anschließend prüfen wir die Anmeldeprotokolle des zugehörigen Kontos und setzen die Zugangsdaten zurück, einschließlich des zweiten Faktors.
Nach Bedarf und nach Vereinbarung. Überwachung, Aktualisierungen und Auswertung von Meldungen erledigen wir aus der Ferne, was den größten Teil der laufenden Arbeit ausmacht.
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