Der erste geordnete Sicherheitsstand
Viele Betriebe haben nie ein Sicherheitskonzept gehabt, sondern über Jahre pragmatisch gelöst, was gerade anstand. Wir bringen diesen Zustand in eine Ordnung, die auch die nächste Betriebsgeneration weiterführen kann.
Der Landkreis Dachau liegt nordwestlich von München, unsere Wege dorthin betragen je nach Gemeinde rund 20 bis 35 km. Produzierendes Gewerbe, Handwerk und Logistik prägen die Wirtschaft. Auffällig ist die Häufigkeit von Betrieben im Generationswechsel: Die Übergabe fällt oft mit der Erkenntnis zusammen, dass die IT nie strukturiert wurde. Zugänge liegen bei Einzelpersonen, Kennwörter sind über Jahre unverändert, Dokumentation existiert im Kopf des bisherigen Inhabers. Wir schaffen zuerst Übersicht und Übertragbarkeit und bauen darauf einen belastbaren Grundschutz auf.

Wissen aus Köpfen in Unterlagen
Zugänge, Verträge und Konfigurationen werden erfasst und übergabefähig dokumentiert, statt an einzelnen Personen zu hängen.
Grundschutz zuerst
Wir bauen eine tragfähige Basis auf, bevor über Zusatzfunktionen gesprochen wird — in dieser Reihenfolge bleibt der Aufwand überschaubar.
Alte Systeme ordentlich verabschieden
Bei der Ablösung langjährig genutzter Anwendungen achten wir darauf, dass Altdaten lesbar bleiben und Altzugänge verschwinden.
Vorbereitet auf lange Wege
Ersatzkomponenten und Fernzugriffsmöglichkeiten sind so hinterlegt, dass eine Störung nicht an der Anfahrt hängt.
Wenn Zugänge an einzelnen Personen hängen
In vielen inhabergeführten Betrieben liegen die entscheidenden Zugänge bei einer Person: die Anmeldung am Bankportal, der Zugang zum Domainverwalter, das Kennwort der Firewall, der Vertrag mit dem Telefonanbieter. Solange diese Person verfügbar ist, funktioniert alles. Fällt sie aus oder scheidet sie aus, entsteht ein Zustand, in dem der Betrieb nicht mehr über die eigene Infrastruktur verfügen kann.
Wir lösen das mit einer geordneten Erfassung. Alle Zugänge kommen in eine zentrale, verschlüsselte Verwaltung mit definiertem Berechtigtenkreis. Vertragsverhältnisse und Eigentümerschaft an Domains, Anschlüssen und Lizenzen werden geprüft und wo nötig auf das Unternehmen umgeschrieben.
- ✓Zentrale verschlüsselte Verwaltung aller technischen Zugänge
- ✓Hinterlegter Notfallzugang bei Ausfall einer Schlüsselperson
Grundschutz aufbauen, wo bisher nichts stand
Wenn eine Umgebung noch nie strukturiert wurde, ist die Versuchung groß, alles gleichzeitig anzugehen. Sinnvoller ist ein definierter Grundstand, der in wenigen Wochen erreichbar ist und schon den größten Teil der verbreiteten Angriffswege schließt.
Dieser Grundstand umfasst: eine Firewall mit aufgeräumtem Regelwerk, Mehr-Faktor-Anmeldung für alle Postfach- und Verwaltungszugänge, einheitlichen Endgeräteschutz mit Verhaltenserkennung, zentrale Aktualisierung und eine vom Produktivnetz getrennte, getestete Sicherung. Erst wenn das steht, sprechen wir über Segmentierung, Protokollauswertung oder weitergehende Maßnahmen.
- ✓Firewall mit bereinigtem, dokumentiertem Regelwerk
- ✓Einheitlicher Endgeräteschutz mit Verhaltenserkennung
- ✓Getrennte und tatsächlich getestete Datensicherung
Altsysteme ablösen und Altlasten mitentfernen
In Betrieben mit langer Geschichte laufen Anwendungen, die seit fünfzehn oder zwanzig Jahren im Einsatz sind. Ihre Ablösung ist meist überfällig, birgt aber ein oft übersehenes Sicherheitsproblem: Nach der Umstellung bleibt das Altsystem stehen, weil man an alte Daten herankommen möchte — und ist damit weiterhin erreichbar, aber nicht mehr betreut.
Wir planen Ablösungen deshalb bis zum Ende: Was wird migriert, was archiviert, wann geht das Altsystem vom Netz. Zugänge, Dienstkonten und Freigaben, die nur wegen der alten Anwendung existierten, werden im selben Zug entfernt.
- ✓Migrationsplan mit festem Abschaltdatum für das Altsystem
- ✓Archivierung alter Datenbestände in lesbarer, gesicherter Form
- ✓Entfernung zugehöriger Konten, Freigaben und Firewall-Regeln
Fernbetreuung als tragende Betriebsform
Bei Entfernungen von rund 20 bis 35 km ist es weder wirtschaftlich noch schnell, jede Kleinigkeit vor Ort zu klären. Der laufende Betrieb läuft deshalb remote: Überwachung, Aktualisierungen, Änderungen an Konten und Regeln, Auswertung von Warnmeldungen und Prüfung der Sicherung.
Damit das sicher funktioniert, muss der Fernzugang selbst besonders geschützt sein. Wir arbeiten mit personengebundenen Zugängen und zweitem Faktor, protokollieren alle Sitzungen und geben Ihnen die Möglichkeit, den Zugang jederzeit zu sperren. Ein Dienstleisterzugang ohne diese Eigenschaften ist ein Risiko und keine Erleichterung.
- ✓Personengebundene Betreuerzugänge statt gemeinsamer Sammelkonten
- ✓Zweiter Faktor und Protokollierung für jede Fernwartungssitzung
- ✓Jederzeitige Sperrmöglichkeit auf Ihrer Seite
- ✓Schriftliche Festlegung, welche Arbeiten remote und welche vor Ort erfolgen
Notfallvorsorge, wenn Hilfe nicht in zehn Minuten da ist
Bei größerer Entfernung verschiebt sich das Gewicht von der schnellen Reaktion zur guten Vorbereitung. Entscheidend ist, dass die ersten Schritte im Betrieb selbst ausgeführt werden können, ohne auf jemanden zu warten.
Wir hinterlegen dafür eine knappe, gedruckte Anleitung: welches Kabel gezogen wird, um ein System vom Netz zu nehmen, welche Nummer angerufen wird und was zu unterlassen ist — insbesondere kein Neustart, weil dabei Spuren verlorengehen. Ersatzkomponenten für kritische Geräte lagern wir vor Ort.
- ✓Gedruckte Kurzanleitung für die ersten Minuten eines Vorfalls
- ✓Sofortige Eindämmung aus der Ferne, parallel zur Anfahrt
- ✓Ersatzkomponenten für kritische Geräte vor Ort gelagert
- ✓Erreichbarkeitsregelung, die auch außerhalb der Bürozeiten gilt
Häufige Fragen
Zuerst die Verfügungsgewalt: Auf wen laufen Domain, Anschluss, Postfächer und Lizenzen, und wer kennt die Zugänge. Ohne diese Klärung lässt sich nichts anderes sauber umsetzen. Danach die Datensicherung — ob es eine gibt, ist meist bekannt, ob sie funktioniert, fast nie.
Mit einer Bestandsaufnahme, an der die bisherige Betreuung idealerweise beteiligt ist — sie kennt Zusammenhänge, die sich sonst mühsam rekonstruieren lassen. Anschließend übernehmen wir die Zugänge, richten eigene Betreuerkonten ein und entziehen die alten. Der Aufwand liegt in der Dokumentation.
Ja, insbesondere für Postfächer und Verwaltungszugänge. Ein häufiger Angriffsweg auf kleine Betriebe ist ein übernommenes Postfach, das anschließend für Rechnungsbetrug gegenüber Ihren Kunden genutzt wird. Ein zweiter Faktor verhindert das auch bei abgeflossenem Kennwort.
Er besteht aus einem einmaligen Projektanteil für Aufnahme und Einrichtung sowie laufenden Lizenz- und Betreuungskosten. Die Spannbreite ist groß, weil sie von Arbeitsplatzzahl, Hardware und Zustand der Umgebung abhängt. Wir trennen in der Aufstellung Lizenz- von Dienstleistungsanteilen.
Nach Bedarf und Absprache. Der laufende Betrieb erfordert keine regelmäßige Anwesenheit. Für Projekte, Geräteausrollungen und Netzarbeiten planen wir Termine mit Vorlauf und fassen mehrere Aufgaben zusammen. Bei Störungen entscheidet der Fall, nicht ein fester Turnus.
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