Unterlagen mit Kennzeichnung gehören nicht ins offene Fach
Wer für Auftraggeber mit Geheimhaltungsanforderungen arbeitet, muss auch beim Papier belegen können, wie mit gekennzeichneten Unterlagen umgegangen wird. Wir richten Druck und Scan entsprechend ein.
Bis Ottobrunn sind es von uns aus etwa 12 km nach Südosten. Luft- und Raumfahrt, technische Zulieferer und Ingenieurbüros prägen den Raum. Charakteristisch ist, dass die Anforderungen weniger aus dem eigenen Haus als aus der Lieferkette kommen: Auftraggeber schreiben vor, wie mit Projektunterlagen umzugehen ist, verlangen getrennte Umgebungen je Vorhaben und erwarten Nachweise. In der Praxis endet diese Sorgfalt oft an der Stelle, an der eine Zeichnung mit Vertraulichkeitsvermerk am gemeinsam genutzten Gerät ausgegeben wird und dort einige Minuten liegt.

Kennzeichnung bleibt wirksam
Gekennzeichnete Unterlagen werden nur nach Ausweis ausgegeben, nicht auf Zuruf.
Getrennte Wege je Vorhaben
Projekte mit eigenen Auflagen erhalten eigene Warteschlangen und eigene Ablageziele.
Belegbar gegenüber Auftraggebern
Einstellungen und Berechtigungen sind dokumentiert und lassen sich im Audit vorlegen.
Geräte ohne offene Türen
Werkskennwörter, unnötige Dienste und alte Protokolle verschwinden bei der Übernahme.
Vom Vermerk auf dem Blatt zur Regel im System
Ein Vertraulichkeitsvermerk auf einer Zeichnung wirkt nur, wenn der Umgang damit auch technisch abgebildet ist. Andernfalls hängt alles an der Aufmerksamkeit einzelner Personen, und genau das lässt sich einem Auftraggeber schwer als Maßnahme darstellen.
Wir übersetzen die Kennzeichnung in einen Ausgabeweg: Aufträge aus gekennzeichneten Bereichen werden zurückgehalten, erst nach Ausweis am Gerät gedruckt und verfallen bei Nichtabholung. Der Weg ist damit unabhängig davon, wie voll der Tag gerade ist.
- ✓Zurückhalten von Aufträgen aus gekennzeichneten Bereichen
- ✓Papierausgabe nur bei ausgewiesener Anwesenheit
- ✓Verfall nicht abgeholter Aufträge
- ✓Nachvollziehbare Regel statt persönlicher Sorgfalt
Projektumgebungen bis zum Gerät durchziehen
Getrennte Projektumgebungen sind bei technischen Zulieferern verbreitet: eigene Ablagen, eigene Zugriffe, teilweise eigene Netzbereiche. Die Druckinfrastruktur bleibt dabei meist gemeinsam, weil ein zusätzliches Gerät je Vorhaben unwirtschaftlich wäre.
Wir ziehen die Trennung stattdessen logisch durch: eigene Warteschlangen und Scanziele je Vorhaben, sichtbar nur für die zugeordneten Personen, mit eigener Zählerstandserfassung. Damit lässt sich auch belegen, welches Volumen einem Projekt zuzurechnen ist.
- ✓Eigene Warteschlange und eigenes Scanziel je Vorhaben
- ✓Sichtbarkeit nur für zugeordnete Personen
- ✓Getrennte Zählerstandserfassung je Projekt
- ✓Kein zusätzliches Gerät je Vorhaben nötig
Nachweise für Audits in der Lieferkette
Wenn ein Auftraggeber prüft, wird nach dokumentierten Maßnahmen gefragt, nicht nach Absichten. Beim Thema Druck und Scan liegt meist nichts vor, weil niemand es als Teil der Informationssicherheit geführt hat.
Wir schließen diese Lücke mit einer Übersicht, die Geräte, Standorte, Einstellungen, Berechtigungen und Änderungen enthält. Sie ist so aufgebaut, dass sie sich einem Prüfer direkt vorlegen lässt, und wird bei jeder Änderung fortgeschrieben.
- ✓Übersicht über Geräte, Einstellungen und Berechtigungen
- ✓Fortschreibung bei jeder Änderung
- ✓Direkt vorlegbar in Audits von Auftraggebern
- ✓Ergänzt um die Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung
Technische Zeichnungen und Sonderformate
In Ingenieurbüros fallen neben dem üblichen Bürodruck regelmäßig Ausgaben in größeren Formaten und auf besonderem Material an: Zeichnungen, Prüfprotokolle, Montageunterlagen für den Einsatz an der Anlage.
Wir hinterlegen dafür feste Profile mit definierter Skalierung und passender Materialzuordnung, damit Maße stimmen und niemand vor der Ausgabe Einstellungen suchen muss. Für Unterlagen, die in Werkstattumgebungen genutzt werden, wählen wir robustere Materialien aus.
- ✓Feste Profile mit definierter Skalierung
- ✓Materialzuordnung je Ausgabeart
- ✓Robustere Materialien für den Einsatz an der Anlage
- ✓Reproduzierbare Ergebnisse unabhängig vom Bediener
Die Geräte selbst absichern
Ein Multifunktionsgerät bringt Weboberfläche, Speicher, Adressbuch und mehrere Netzdienste mit. In Häusern, die für ihre Projektnetze erheblichen Aufwand betreiben, steht es trotzdem häufig mit Werkseinstellung im selben Segment wie Arbeitsplätze und Server.
Bei der Übernahme arbeiten wir das ab: eigene Verwaltungskennwörter, Abschaltung nicht benötigter Dienste und alter Protokolle, aktuelle Firmware, Verschlüsselung der Zwischenspeicher und ein eigenes Netzsegment, aus dem heraus die Geräte nur mit definierten Zielen sprechen.
- ✓Eigene Verwaltungskennwörter statt Werkseinstellung
- ✓Abschaltung nicht benötigter Dienste und Altprotokolle
- ✓Firmware-Pflege als Teil der laufenden Wartung
- ✓Eigenes Netzsegment für Druck- und Scangeräte
Häufige Fragen
Ja, soweit die Ausgabe über die Anmeldung am Gerät läuft. Erfasst wird, welcher Auftrag von welcher Kennung wann freigegeben wurde. Inhalte werden dabei nicht gespeichert. Welche Angaben wie lange vorgehalten werden, legen wir gemeinsam fest, auch mit Blick auf die Mitbestimmung.
In den meisten Fällen nicht. Getrennte Warteschlangen, eigene Ziele und die Ausgabe erst bei Anwesenheit erfüllen die üblichen Anforderungen auch auf gemeinsam genutzter Hardware. Wo ein Auftraggeber physische Trennung ausdrücklich vorschreibt, sagen wir das und planen entsprechend.
Vor Rückgabe, Verkauf oder Entsorgung wird der Datenträger gelöscht, und wir bestätigen das schriftlich. Bei Geräten aus Projektbereichen stimmen wir das Vorgehen vorab mit Ihnen ab, damit es zu den Vorgaben Ihres Auftraggebers passt.
Nein, wir sind herstellerunabhängig und weder Händler noch Leasinggeber. Markennamen nennen wir nur, soweit es um technische Eigenschaften eines vorhandenen Geräts geht. Bei Neubeschaffungen vergleichen wir nach Ihren Anforderungen und holen auf Wunsch Angebote ein.
Meldungen nehmen wir sofort an und grenzen sie aus der Ferne ein, was den überwiegenden Teil der Fälle löst. Für Arbeiten am Gerät vereinbaren wir Termine und bündeln sie. Konkrete Reaktionszeiten halten wir schriftlich fest, statt sie pauschal zuzusagen.
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