Vom Auswertungsskript zum Werkzeug, das auch andere bedienen können
Wir überführen gewachsene Skriptsammlungen für Mess- und Projektdaten in wartbare Anwendungen – mit reproduzierbaren Ergebnissen, Protokoll und Quellcode in Ihrem Eigentum.
Im Garchinger Umfeld aus Forschungseinrichtungen, Ingenieurbetrieben und technologienahen Ausgründungen fehlt selten die Fähigkeit zu programmieren. Fast überall existieren bereits Skripte, die Messreihen einlesen, umrechnen und auswerten. Das Problem ist ein anderes: Diese Skripte sind an eine Person gebunden. Sie laufen auf einem bestimmten Rechner, erwarten Dateien an einem bestimmten Ort und liefern Ergebnisse, deren Zustandekommen nach zwei Jahren niemand mehr rekonstruiert. Wenn die Person das Team verlässt – was bei wachsenden Gruppen und befristeten Stellen regelmäßig vorkommt –, verliert der Betrieb ein Werkzeug, das er für selbstverständlich hielt. Unsere Aufgabe ist es, solche Auswertungen in etwas zu überführen, das unabhängig von Einzelpersonen funktioniert.

Reproduzierbare Ergebnisse
Jeder Auswertungslauf hält fest, welche Eingangsdaten, Parameter und Programmstände verwendet wurden. Ein Ergebnis von letztem Jahr bleibt nachvollziehbar.
Bedienbar auch ohne Programmierkenntnis
Aus einem Skript mit Kommandozeilenparametern wird eine Oberfläche, mit der auch Kolleginnen ohne Entwicklungshintergrund arbeiten können.
Rechenlasten planbar verteilt
Längere Auswertungen laufen als Aufträge im Hintergrund, mit Warteschlange, Fortschritt und Benachrichtigung statt blockierter Arbeitsplätze.
Getrennte Bereiche für Kooperationen
Wo mit wechselnden externen Partnern gearbeitet wird, trennen wir Daten und Zugriffe von Beginn an nach Projekt.
Warum gewachsene Skripte zum Risiko werden
Ein Auswertungsskript beginnt meist als Notlösung für einen einzelnen Fall und wird dann für den nächsten erweitert. Nach einigen Jahren enthält es Sonderfälle für bestimmte Messreihen, feste Pfadangaben und Annahmen über Dateiformate, die nirgends dokumentiert sind. Solange die Autorin da ist, funktioniert das.
Wir gehen solche Bestände systematisch durch und trennen dabei drei Dinge: die eigentliche fachliche Berechnung, die technische Umgebung und die Bedienung. Die Berechnung bleibt erhalten und wird durch Tests abgesichert, die bekannte Eingangsdaten auf bekannte Ergebnisse prüfen. Erst danach wird umgebaut – so lässt sich jederzeit belegen, dass die neue Fassung dasselbe rechnet wie die alte.
- ✓Auflösung fester Pfade und Umgebungsannahmen
- ✓Dokumentation der Sonderfälle, die bisher nur im Code standen
Auswertung von Mess- und Projektdaten
Die typische Anfrage lautet nicht, eine neue Berechnung zu erfinden, sondern vorhandene Daten zugänglich zu machen. Messreihen liegen in unterschiedlichen Formaten vor, Projektdaten in weiteren Systemen, und der Zusammenhang zwischen beiden entsteht heute in einer Tabelle von Hand.
Für solche Fälle entwickeln wir Verarbeitungsstrecken, die Daten einlesen, prüfen, in ein einheitliches Modell überführen und für Abfragen bereitstellen. Für die Datenverarbeitung setzen wir überwiegend Python ein, für Oberflächen TypeScript, als Datenhaltung SQL-Datenbanken. Die konkrete Auswahl richtet sich nach dem, was in Ihrem Umfeld ohnehin betreut werden kann.
Wachsende Teams und wechselnde Beteiligte
In einem Umfeld mit befristeten Stellen und Kooperationen ist Fluktuation kein Ausnahmefall, sondern die Grundannahme. Software, die das nicht berücksichtigt, erzeugt fortlaufend Übergabeprobleme.
Praktisch heißt das: Zugriffe werden an Projekte gebunden und mit Enddatum versehen, Auswertungen und ihre Parameter gehören dem Projekt und nicht der Person, und die Einrichtung einer Arbeitsumgebung ist beschrieben. Eine neue Kollegin sollte rasch arbeitsfähig sein, ohne dass jemand aus dem Gedächtnis erklärt, welche Bibliothek in welcher Version nötig ist.
- ✓Projektbezogene statt personenbezogener Datenhaltung
- ✓Beschriebene Einrichtung der Entwicklungs- und Laufumgebung
- ✓Befristete Zugänge für externe Kooperationspartner
Vertraulichkeit bei Entwicklungsdaten
Wo an noch unveröffentlichten Ergebnissen oder an Entwicklungsständen für Auftraggeber gearbeitet wird, ist die Trennung der Daten Teil der Anforderung. Wir richten Projektbereiche mit eigener Rechtevergabe ein und protokollieren Zugriffe, damit sich gegenüber Partnern belegen lässt, wer Einsicht hatte.
Vom Firmensitz in Neuhausen-Nymphenburg sind es rund 18 km nach Garching. Die Zusammenarbeit läuft überwiegend aus der Ferne; Vor-Ort-Termine für Aufnahme und Abnahme planen wir je nach Verkehrslage. Wo Geheimhaltungsvereinbarungen bestehen, klären wir deren Anforderungen an unsere Arbeitsweise vor Projektbeginn.
Wann kein Entwicklungsprojekt nötig ist
Wenn Ihre Auswertung von einer Person genutzt wird, sich selten ändert und zuverlässig läuft, ist ein Umbau selten wirtschaftlich. Sinnvoller sind dann kleinere Maßnahmen: eine Versionsverwaltung, eine Beschreibung der Eingangsformate und ein paar Tests.
Ebenso wenig lohnt eine Eigenentwicklung, wenn für Ihre Messtechnik eine etablierte Auswertungssoftware existiert, die Ihren Fall abdeckt. Wir prüfen das in der Analyse mit und benennen es, statt eine Entwicklung zu empfehlen, die ein vorhandenes Produkt nachbaut.
Häufige Fragen
In der Regel nicht. Die fachliche Berechnung ist meist der wertvollste und am besten geprüfte Teil und bleibt erhalten. Umgebaut wird das Drumherum: feste Pfade, Bedienung, Fehlerbehandlung, Protokollierung. Vor dem Umbau sichern wir das bestehende Verhalten mit Vergleichstests ab, damit belegbar bleibt, dass die neue Fassung identische Ergebnisse liefert.
Ja, und das ist meist eine der ersten Verbesserungen. Auswertungen werden als Auftrag eingestellt, laufen in einer Warteschlange und melden Fortschritt sowie Abschluss. Der Arbeitsplatz bleibt nutzbar. Wie viel gleichzeitig verarbeitet wird, lässt sich ohne Änderung an der Anwendung anpassen.
Über projektbezogene Bereiche mit eigener Rechtevergabe und befristeten Konten. Externe sehen ausschließlich das Projekt, für das sie eingetragen sind, und der Zugang endet mit der vereinbarten Laufzeit. Zugriffe werden protokolliert, sodass sich im Rahmen von Geheimhaltungsvereinbarungen belegen lässt, wer wann Einsicht hatte.
Genau darauf ist das Vorgehen ausgelegt. Code liegt im Repository Ihrer Einrichtung, die Einrichtung der Umgebung ist beschrieben, die Fachlogik durch Tests abgesichert und die Sonderfälle sind dokumentiert. Eine Nachfolgerin oder ein externer Entwickler kann damit weiterarbeiten, ohne die ursprüngliche Autorin befragen zu müssen.
Ja, das ist in diesem Umfeld häufig der Fall. Üblich ist eine Aufteilung, bei der Ihr Team die fachliche Berechnung verantwortet und wir Architektur, Oberfläche und Betriebsfähigkeit beisteuern. Konventionen legen wir zu Beginn gemeinsam fest, damit am Ende ein einheitlicher Bestand entsteht.
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