Die alte Anwendung läuft noch. Nur nicht mehr lange.
Modernisierung und Neuentwicklung von Fachanwendungen für Dienstleister, Händler und kleinere Produktionsbetriebe in Unterhaching – in Schritten, die sich einzeln rechnen.
Unterhaching liegt rund 10 km südlich von München-Neuhausen. Im dortigen Gewerbegebiet sitzen Dienstleister, Handelsbetriebe und kleinere Produzenten mit einer gemeinsamen Eigenschaft: gewachsene Technik und ein wacher Blick auf die Kosten. Häufig läuft eine zentrale Fachanwendung seit vielen Jahren, gebaut auf einer Datenbankumgebung, für die es keine Aktualisierungen mehr gibt, oder gebunden an einen Server, dessen Betriebssystem aus dem Support gefallen ist. Der Zwang zur Ablösung entsteht dann nicht aus einem Wunsch, sondern aus einem Datum im Kalender.

Bestand zuerst bewerten
Bevor irgendetwas neu gebaut wird, prüfen wir, welche Teile der Altlösung noch tragen und welche wirklich ersetzt werden müssen.
Ablösung in Etappen
Ein Modul nach dem anderen wandert um. Zwischen den Etappen läuft der Betrieb weiter, und Sie können jederzeit anhalten.
Daten retten, nicht neu tippen
Jahrzehntealte Bestände werden übernommen, bereinigt und mit Protokoll abgeglichen, statt manuell nacherfasst zu werden.
Kosten pro Etappe sichtbar
Jeder Schritt hat einen eigenen Umfang und einen eigenen Preis. Kein Gesamtpaket, dessen Nutzen erst am Ende eintritt.
Die typische Ausgangslage im Gewerbegebiet
Die Anwendung wurde vor fünfzehn Jahren von einem Entwickler gebaut, der heute nicht mehr erreichbar ist. Sie tut, was sie soll, aber niemand traut sich, etwas zu ändern. Neue Anforderungen werden außen herum mit Tabellen gelöst, und jeder neue Arbeitsplatz braucht eine Installation, die nur noch auf einer älteren Windows-Version zuverlässig läuft.
Der Auslöser für den Wechsel ist selten die Software selbst. Meist ist es der Server, der ersetzt werden muss, oder eine Anforderung von außen – ein Kunde, der elektronische Belege verlangt, oder eine Bank, die ein anderes Format erwartet.
- ✓Fachanwendung ohne Hersteller oder Ansprechpartner
- ✓Bindung an nicht mehr unterstützte Systemversionen
- ✓Umgehungslösungen in Tabellen rund um die Anwendung
- ✓Externer Anlass erzwingt die Entscheidung
Bewertung des Altbestands vor der Entscheidung
Am Anfang steht eine bewusst nüchterne Bestandsaufnahme. Wie viele Datensätze liegen wirklich in der Datenbank, welche Tabellen werden noch beschrieben, welche Funktionen ruft jemand auf? Oft hat ein Drittel der Masken seit Jahren niemand geöffnet.
Diese Zahlen verändern die Aufgabe. Statt einer vollständigen Neuentwicklung bleibt oft ein deutlich kleinerer Kern übrig, der wirklich ersetzt werden muss. Das Ergebnis der Bewertung ist ein eigenständiges Beratungsdokument – Sie können damit auch Angebote anderer Anbieter vergleichen.
- ✓Auswertung der tatsächlichen Nutzung je Programmteil
- ✓Prüfung der Datenqualität im Altbestand
- ✓Abgrenzung des wirklich zu ersetzenden Kerns
- ✓Bewertung als eigenständig beauftragbare Leistung
Umstellung in Etappen statt Stichtagswechsel
Ein Stichtagswechsel ist bei knappen Ressourcen riskant: Läuft etwas schief, steht der Betrieb. Wir arbeiten deshalb mit Parallelbetrieb. Ein abgegrenzter Bereich, etwa die Angebotserstellung, wird zuerst umgestellt, während der Rest in der Altanwendung bleibt.
Verbunden werden beide Welten über eine Datenübergabe in festen Abständen. Das ist während der Übergangszeit ein zusätzlicher Aufwand, den wir offen benennen. Er ist der Preis dafür, dass jede Etappe für sich abbrechbar bleibt und der Betrieb nie stillsteht.
- ✓Abgrenzung der ersten Etappe nach Nutzen und Risiko
- ✓Parallelbetrieb mit definierter Datenübergabe
- ✓Rückfallmöglichkeit auf die Altanwendung je Etappe
- ✓Offener Umgang mit dem Mehraufwand der Übergangszeit
Kostendruck ernst nehmen
Wenn das Budget begrenzt ist, entscheidet die Reihenfolge über den Erfolg. Wir priorisieren nach eingesparter Arbeitszeit und vermiedenem Risiko, nicht nach technischer Eleganz. Eine Funktion, die zwei Personen täglich eine halbe Stunde spart, kommt vor der schöneren Oberfläche.
Zur Kostenwahrheit gehört der Betrieb. Lizenzen, Serverbedarf und späterer Pflegeaufwand stehen den heutigen Kosten der Altlösung gegenüber – einschließlich der Arbeitszeit für Umgehungslösungen.
- ✓Priorisierung nach eingesparter Arbeitszeit
- ✓Vergleichsrechnung gegen die Kosten des Weiterbetriebs
- ✓Lizenz- und Betriebskosten von Anfang an eingerechnet
- ✓Verzicht auf Funktionen ohne belegbaren Nutzen
Wann ein Standardprodukt die bessere Antwort ist
Wenn sich beim Durchgehen der Altanwendung herausstellt, dass sie im Kern eine gewöhnliche Warenwirtschaft oder Auftragsverwaltung ohne Besonderheiten abbildet, empfehlen wir ein Standardprodukt. Nachbauen wäre teurer und brächte keinen Vorteil.
Unsere Rolle verschiebt sich dann auf die Datenübernahme und die Anbindung der Teile, die das Standardprodukt nicht abdeckt. Das ist ein deutlich kleinerer Auftrag als eine Neuentwicklung – und trotzdem die Empfehlung, die wir aussprechen, wenn sie stimmt.
- ✓Prüfung verfügbarer Standardprodukte vor Entwicklungsbeginn
- ✓Eigenentwicklung nur bei belegbaren Besonderheiten
- ✓Datenübernahme aus dem Altsystem als eigene Leistung
- ✓Ergänzungsmodule rund um das Standardprodukt
Häufige Fragen
Ja, fehlende Unterlagen sind eher der Normalfall. Wir arbeiten uns über die Datenbankstruktur und über Beobachtung am Arbeitsplatz ein. Aufwendig wird es dort, wo Berechnungslogik im Programmcode versteckt liegt und niemand die Regel benennen kann. Solche Stellen suchen wir gezielt und lassen die Ergebnisse von Ihnen fachlich bestätigen.
Ja. Jede Etappe endet mit einem lauffähigen, produktiv nutzbaren Stand und der zugehörigen Dokumentation. Sie behalten den bis dahin entstandenen Code. Der Parallelbetrieb ist dabei der begrenzende Faktor: Er ist auf Dauer unbequem, funktioniert aber technisch auch über längere Zeit.
Sie werden übernommen. Vorher prüfen wir sie auf Dubletten, unvollständige Sätze und Werte, die nicht ins neue Modell passen. Zu jeder Übernahme gehört ein Protokoll, das benennt, welche Sätze übertragen, korrigiert oder ausgeschlossen wurden. Der Altbestand bleibt zusätzlich unverändert gesichert.
Normalerweise nicht. Bevorzugt entsteht eine Oberfläche für den Browser, die von einer zentralen Stelle ausgeliefert wird. Damit entfällt die Installation je Gerät, und eine Aktualisierung wirkt für alle gleichzeitig. Wo eine Anbindung an lokale Geräte wie Waagen oder Drucker nötig ist, ergänzen wir eine kleine lokale Komponente.
Nach der Analysephase schneiden wir das Vorhaben in Etappen mit jeweils klarem Umfang. Für klar umrissene Etappen ist ein Festpreis möglich, sonst rechnen wir nach Aufwand mit vereinbarter Obergrenze und monatlichem Stand. Sie entscheiden vor jeder Etappe neu, ob sie beauftragt wird.
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