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DESATIV
Hochverfügbarkeit Unterschleißheim

Der Zugang ist wichtiger als der Server

In Vertriebs- und Verwaltungsorganisationen arbeitet ein großer Teil der Belegschaft nicht am Firmenstandort. Fällt der Fernzugang aus, steht die Arbeit, obwohl im Serverraum alles einwandfrei läuft.

Unterschleißheim liegt rund 17 km nördlich von unserem Sitz und ist von einer Business-Campus-Struktur mit etabliertem Mittelstand geprägt, überwiegend Vertrieb und Verwaltung. Viele dieser Organisationen sind über Jahrzehnte gewachsen, führen mehrere Standorte oder Gesellschaften und betreiben eine Umgebung, in der Zuständigkeiten und Abhängigkeiten historisch entstanden sind. Für die Ausfallsicherheit ist deshalb weniger die Hardware die Herausforderung als die Verflechtung: Welches System hängt an welchem, welcher Dienst wird von mehreren Gesellschaften gemeinsam genutzt, und welche einzelne Komponente würde beim Ausfall alles gleichzeitig lahmlegen.

Gang zwischen Serverschränken in einem Rechenzentrum

Zugangswege zuerst absichern

Fernzugang und Anmeldedienst sind in verteilten Organisationen die häufigsten gemeinsamen Schwachstellen. Sie bekommen bei uns Vorrang.

Abhängigkeiten sichtbar machen

Wir zeichnen auf, welcher Dienst an welchem hängt. Erst diese Karte zeigt, wo ein einzelner Ausfall in die Breite wirkt.

Gesellschaften sauber trennen

Gemeinsam genutzte Dienste dürfen nicht dazu führen, dass eine Störung in einer Gesellschaft alle anderen mitnimmt.

Gewachsene Sonderfälle bereinigen

Einzelne Server mit einzigartiger Aufgabe und ohne Dokumentation sind das größte Risiko. Wir arbeiten sie planvoll ab.

rund 17 km
Entfernung von unserem Sitz nach Unterschleißheim
2 Einwahlpunkte
Mindestauslegung für den Fernzugang verteilter Teams
1 Karte
Abhängigkeitsübersicht als Grundlage der Wiederanlaufreihenfolge

Die Abhängigkeitskarte als Ausgangspunkt

In gewachsenen Organisationen weiß niemand mehr vollständig, was an was hängt. Ein Dateidienst greift auf eine Freigabe zu, die auf einem anderen Server liegt, dessen Anmeldung wiederum von einem Verzeichnisdienst abhängt, der auf einem dritten Gerät läuft. Solche Ketten werden erst im Ausfall sichtbar, und dann unter Zeitdruck.

Wir erstellen deshalb zu Beginn eine Karte dieser Abhängigkeiten, gemeinsam mit den Verantwortlichen aus Fachbereich und IT. Sie zeigt zuverlässig zwei Dinge: welche Systeme unerwartet viele andere mitziehen und welche sich problemlos abschalten ließen, ohne dass jemand es bemerkt.

  • Gemeinsame Aufnahme der Abhängigkeiten zwischen Diensten
  • Erkennung von Komponenten mit breiter Ausfallwirkung
  • Ableitung einer festen Reihenfolge für den Wiederanlauf
  • Systeme, die keinen erkennbaren Zweck mehr erfüllen, werden vermerkt

Fernzugang und Anmeldedienst als kritische Mitte

Wenn ein erheblicher Teil der Belegschaft im Außendienst, im Homeoffice oder an anderen Standorten arbeitet, ist der Fernzugang das meistgenutzte System des Unternehmens. Er wird trotzdem selten redundant ausgelegt, weil er im Organigramm der IT als Nebensache erscheint.

Wir legen den Zugang deshalb doppelt aus, mit zwei Einwahlpunkten über getrennte Anbindungen, und sorgen dafür, dass die Anmeldung nicht von einem einzelnen Verzeichnisdienst abhängt. Ein zweiter Anmeldedienst an anderer Stelle ist eine der wirtschaftlichsten Absicherungen überhaupt.

  • Zwei Einwahlpunkte über getrennte Anbindungen
  • Zweiter Anmeldedienst an anderer Stelle im Netz
  • Vorbereiteter Ersatzweg für die Mehr-Faktor-Anmeldung
  • Regelmäßige Prüfung, dass beide Wege tatsächlich tragen

Mehrere Gesellschaften, ein gemeinsamer Unterbau

Wo mehrere Gesellschaften unter einem Dach betrieben werden, teilen sie sich üblicherweise Anbindung, Anmeldedienst und Datensicherung. Das ist wirtschaftlich sinnvoll, erzeugt aber eine Verkettung: Eine Störung im gemeinsamen Unterbau trifft alle gleichzeitig, und im Ernstfall konkurrieren die Gesellschaften um dieselbe Wiederherstellungskapazität.

Wir klären deshalb vorab, in welcher Reihenfolge im Schadensfall gearbeitet wird und wer diese Entscheidung trifft. Diese Festlegung gehört auf Geschäftsleitungsebene und nicht in die Störungssituation.

  • Festgelegte Reihenfolge der Wiederherstellung je Gesellschaft
  • Entscheidungsbefugnis vorab auf Leitungsebene geklärt
  • Getrennt wiederherstellbare Datenbestände
  • Vermeidung von Engpässen durch gemeinsame Kapazität

Einzelstücke aus der Vergangenheit

In jeder gewachsenen Umgebung finden sich ein oder zwei Systeme, die eine einzigartige Aufgabe erfüllen, seit Jahren unverändert laufen und für die es keine Dokumentation gibt. Häufig ist es ein Schnittstellenrechner, der Daten zwischen zwei Anwendungen überträgt, oder ein Dienst, der nächtliche Auswertungen erzeugt.

Solche Systeme sind das größte Ausfallrisiko einer Organisation, weil ihr Wiederaufbau nicht planbar ist. Wir nehmen sie deshalb gezielt auf, sichern ihren Zustand vollständig und dokumentieren, was sie tun und woran sie hängen.

  • Gezielte Erfassung undokumentierter Einzelsysteme
  • Vollständige Sicherung ihres Zustands einschließlich Konfiguration
  • Beschreibung von Aufgabe und Abhängigkeiten
  • Bewusste Entscheidung über Ablösung oder Weiterbetrieb

Erproben statt annehmen

Wir planen mindestens einen Übungsdurchlauf pro Jahr, bei dem der Wiederanlauf entlang der festgelegten Reihenfolge tatsächlich ausgeführt wird. Gemessen wird die benötigte Zeit, verglichen wird mit Ihrer Vorgabe. Abweichungen führen entweder zu technischen Anpassungen oder zu einer ehrlichen Korrektur der Vorgabe.

Typische Befunde in Organisationen dieser Struktur: Ein Dienst startet vor dem, von dem er abhängt, und bleibt anschließend stehen. Ein Zugang zu einem Anbieterportal liegt in einem Speicher, der selbst nicht verfügbar ist. Eine Anwendung sucht einen Server unter einer fest eingetragenen Adresse.

IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.
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Häufige Fragen

Weil in Vertriebs- und Verwaltungsorganisationen die meisten Beschäftigten über diesen Weg arbeiten. Ist er gestört, steht die Arbeit unabhängig davon, wie gut die Server laufen. Ein zweiter Einwahlpunkt über eine getrennte Anbindung ist im Verhältnis zum Nutzen eine der günstigsten Maßnahmen.

Aus einer Kombination von technischer Erhebung und Gesprächen mit den Fachbereichen. Die technische Seite zeigt Verbindungen zwischen Systemen, die Gespräche zeigen fachliche Abhängigkeiten, die technisch unsichtbar bleiben, etwa eine Auswertung, die nur einmal im Quartal läuft und dann zwingend gebraucht wird.

Vollständig trennen selten, denn das vervielfacht Kosten und Aufwand. Wichtig ist, dass Datenbestände getrennt wiederherstellbar sind und dass vorab feststeht, in welcher Reihenfolge im Schadensfall gearbeitet wird. Diese Festlegung gehört auf Leitungsebene und nicht in den Ernstfall.

Zunächst vollständig sichern, einschließlich Konfiguration, und beschreiben, welche Aufgabe er erfüllt und woran er hängt. Danach entscheiden Sie über Ablösung, Überführung oder bewussten Weiterbetrieb. Wichtig ist, dass das Restrisiko benannt und nicht stillschweigend getragen wird.

Prozentuale Zusagen geben wir nicht ab, weil sie von Ihrem Stromnetz, Ihrem Anbieter und dem Verhalten einzelner Fachanwendungen abhängen. Wir vereinbaren Reaktions- und Wiederherstellungszeiten, für die wir einstehen, und weisen im regelmäßigen Bericht aus, wie die Umgebung tatsächlich lief.

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