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DESATIV
Hochverfügbarkeit Landkreis München

Ein Ring, viele Standorte, ungleiche Bedingungen

Wer im Landkreis mehrere Betriebsstätten führt, hat nicht ein Ausfallrisiko, sondern so viele wie Standorte. Und die Bedingungen unterscheiden sich von Gemeinde zu Gemeinde erheblich.

Der Landkreis München legt sich ringförmig um die Stadt und ist der wirtschaftsstärkste Landkreis Bayerns, mit einer Struktur von Hightech bis Handwerk. Für die Ausfallsicherheit ist der prägende Unterschied zur Stadt nicht die Entfernung, sondern die Verteilung. Betriebe führen häufig eine Verwaltung an einem Ort, Produktion oder Lager an einem zweiten und Vertriebsflächen an weiteren. Jede dieser Betriebsstätten hat eigene Gebäudetechnik, eigene Anbindungsqualität und eigene Menschen vor Ort. Ein Konzept, das für die Zentrale gebaut und auf die übrigen Standorte übertragen wird, passt in aller Regel an keinem davon.

Gang zwischen Serverschränken in einem Rechenzentrum

Jeder Standort eigenständig bewertet

Anbindung, Stromversorgung, Aufstellort und verfügbares Personal unterscheiden sich. Wir erfassen sie je Betriebsstätte getrennt.

Die Verteilung als Chance nutzen

Wer mehrere eigene Standorte hat, kann die zweite Kopie im eigenen Haus halten – wirtschaftlich oft der günstigste Weg.

Fernwartung als Regelfall

Überwachung, Aktualisierungen und ein großer Teil der Störungsbehebung laufen aus der Ferne, unabhängig von Fahrzeiten im Ring.

Anfahrten planbar bündeln

Vor-Ort-Termine legen wir so, dass mehrere Standorte in einer Runde bedient werden, statt einzeln durch den Ring zu fahren.

je Standort
getrennte Erhebung von Anbindung, Strom und Aufstellort
Regelfall
Betreuung aus der Ferne statt Anfahrt für jede Störung
1 bis 2
benannte Personen je Betriebsstätte für einfache Handgriffe

Warum ein einheitliches Konzept scheitert

Die Gemeinden im Ring unterscheiden sich stärker, als es die Entfernungen vermuten lassen. In einem Gewerbegebiet steht eine Glasfaseranbindung mit mehreren Anbietern zur Verfügung, in einer Nachbargemeinde nur eine einzige brauchbare Leitung. Ein Standort verfügt über einen belüfteten Technikraum, der nächste über einen Schrank im Flur.

Wir erfassen deshalb je Betriebsstätte gesondert: verfügbare Anbindungen und deren Zuführung, Stromverteilung und Absicherung, Aufstellort mit Kühlung und Zutritt sowie die Frage, ob vor Ort jemand ist, der im Störungsfall einen Handgriff ausführen kann.

  • Getrennte Erhebung je Betriebsstätte statt einheitlicher Annahme
  • Prüfung der verfügbaren Anbieter und Zuführungen vor Ort
  • Bewertung von Aufstellort, Kühlung und Zutritt
  • Erfassung, wer vor Ort einfache Handgriffe ausführen kann

Mehrere eigene Standorte als Vorteil

Für Einzelstandorte ist die zweite Kopie der Daten immer eine Frage nach einem fremden Ort: Rechenzentrum, Cloud oder eine angemietete Fläche. Wer im Landkreis ohnehin zwei oder drei Betriebsstätten führt, hat diese Frage bereits beantwortet.

Wir nutzen deshalb einen zweiten eigenen Standort als Ablageort für die ausgelagerte Kopie. Entscheidend ist dabei nicht die Entfernung allein, sondern die Unabhängigkeit: getrennte Stromversorgung, getrennter Netzzugang, getrennte Zutrittsberechtigungen und eine Anmeldung, die nicht von derselben Verzeichnisstruktur abhängt, die gerade ausgefallen sein könnte.

  • Zweiter eigener Standort als Ablageort der Kopie
  • Getrennte Strom-, Netz- und Zutrittswege sicherstellen
  • Anmeldung unabhängig von der Hauptumgebung
  • Zusätzliche unveränderbare Sicherungsstände beibehalten

Fernwartung als Regelfall, Anfahrt als Ausnahme

Bei verteilten Standorten im Ring ist die Fahrzeit ein wesentlicher Kostenfaktor und im Störungsfall ein Zeitverlust. Deshalb richten wir die Betreuung so ein, dass der weit überwiegende Teil der Arbeit aus der Ferne erfolgt: Überwachung, Aktualisierungen, Auswertung von Meldungen, Konfigurationsänderungen und ein großer Teil der Störungsbehebung.

Voraussetzung dafür ist ein Zugang, der auch dann funktioniert, wenn die Hauptumgebung gestört ist. Ein Fernzugang, der über den ausgefallenen Anmeldedienst läuft, hilft im Ernstfall nicht. Wir richten deshalb je Standort einen unabhängigen Wartungszugang ein, der begrenzt, protokolliert und regelmäßig geprüft wird.

  • Unabhängiger Wartungszugang je Standort
  • Begrenzung, Protokollierung und regelmäßige Prüfung des Zugangs
  • Bündelung von Vor-Ort-Terminen zu Rundläufen
  • Vorratshaltung von Ersatzteilen an den größeren Standorten

Wer vor Ort welchen Handgriff ausführen darf

An kleineren Betriebsstätten ist niemand aus der IT anwesend. Trotzdem lassen sich viele Störungen deutlich schneller beheben, wenn eine Person vor Ort einen einfachen Handgriff ausführt: ein Gerät neu starten, eine Kontrollleuchte ablesen, ein Kabel umstecken.

Wir benennen deshalb je Standort eine oder zwei Personen und legen schriftlich fest, welche Handgriffe sie ausführen dürfen und welche nicht. Diese Abgrenzung ist wichtig, weil ein gut gemeinter Eingriff in der falschen Reihenfolge die Wiederherstellung erheblich verlängern kann.

  • Benannte Ansprechpersonen je Betriebsstätte
  • Schriftliche Abgrenzung erlaubter und unzulässiger Handgriffe
  • Kurzanleitung am Gerät statt Handbuch in der Zentrale
  • Jährliche Durchsprache mit den benannten Personen

Reihenfolge bei mehreren betroffenen Standorten

Ein Ereignis, das mehrere Betriebsstätten gleichzeitig trifft, etwa ein Ausfall zentraler Dienste, erzeugt sofort einen Wettbewerb um Kapazität. Ohne vorherige Festlegung entscheidet dann derjenige, der am lautesten anruft.

Wir legen deshalb mit der Geschäftsleitung fest, in welcher Reihenfolge Standorte und Systeme im Schadensfall bedient werden, und begründen die Reihenfolge nachvollziehbar. Diese Entscheidung gehört vor den Ernstfall.

IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.
IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.IT läuft. Team arbeitet.
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Häufige Fragen

In der Struktur ja, in der Ausführung nicht. Anbindungsqualität, Stromversorgung, Aufstellort und die Anwesenheit von Personal unterscheiden sich zwischen den Gemeinden im Ring erheblich. Wir erheben deshalb je Betriebsstätte getrennt und stufen die Maßnahmen entsprechend ab.

Häufig ja, und das ist meist der wirtschaftlichste Weg. Entscheidend ist die Unabhängigkeit: getrennte Stromversorgung, getrennter Netzzugang, eigene Zutrittsberechtigungen und eine Anmeldung, die nicht von der möglicherweise ausgefallenen Hauptumgebung abhängt.

Das hängt von Lage und Verkehrslage ab, weshalb wir die Betreuung so einrichten, dass Anfahrten die Ausnahme sind. Überwachung, Aktualisierungen und ein großer Teil der Störungsbehebung laufen aus der Ferne. Für Arbeiten mit Hardwarebezug vereinbaren wir Reaktionszeiten, die die Entfernung berücksichtigen.

Genau das, was wir vorher schriftlich festgelegt haben, üblicherweise einen Neustart bestimmter Geräte, das Ablesen von Kontrollleuchten und einfache Steckverbindungen. Alles Weitere ist ausdrücklich ausgenommen, weil ein Eingriff in falscher Reihenfolge die Wiederherstellung deutlich verlängern kann.

Dann greift die vorab mit der Geschäftsleitung festgelegte Reihenfolge, in der Standorte und Systeme bedient werden. Diese Festlegung gehört vor den Ernstfall, weil sonst die Reihenfolge davon abhängt, wer zuerst anruft. Geübt wird sie einmal jährlich mit Protokoll.

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