Wenn der Workshop halb im Raum und halb auf dem Bildschirm stattfindet
Agenturen und Studios in Schwabing arbeiten selten sitzend am langen Tisch. Es wird gestanden, an Wände geklebt, gezeichnet – und ein Teil der Runde ist zugeschaltet. Wir bauen Räume, die diese Arbeitsweise mitmachen, auch in Etagenbüros rund vier Kilometer von unserem Sitz in Neuhausen.
Der typische Schwabinger Besprechungsraum liegt im Altbau: hohe Decke, Stuck, Flügeltüren, Dielenboden. Ausgestattet wurde er meist mit dem, was gerade zur Hand war – ein großer Bildschirm auf Rollen, eine Freisprecheinrichtung aus dem Versandhandel. Für eine Runde am Tisch reicht das. Für einen Workshop, bei dem Menschen aufstehen, sich an eine Wand stellen und laut denken, reicht es nicht mehr. Dann hören die zugeschalteten Beteiligten nur noch die Person, die zufällig neben dem Mikrofon sitzen geblieben ist.

Ton auch im Stehen
Wir planen die Aufnahme so, dass Beiträge aus dem Raum verständlich bleiben – nicht nur vom Stuhl am Tisch aus.
Zweite Perspektive auf die Wand
Eine zusätzliche Kamera auf Whiteboard oder Klebezettelwand macht das, woran gearbeitet wird, für alle sichtbar.
Nichts in den Stuck gebohrt
Bei Zierdecken und Profilen bleibt die Technik unterhalb. Wir arbeiten mit Möbel, Stativ und Wandflächen ohne Schmuckelemente.
Gäste ohne Firmenkonto
Freie Mitarbeitende zeigen ihren Bildschirm über einen Gastweg, der vom Arbeitsnetz getrennt bleibt.
Kreativarbeit stellt andere Anforderungen an die Aufnahme
In einem Workshop bewegt sich die Sprechposition ständig. Jemand steht auf, geht zur Wand, spricht über die Schulter zurück in den Raum. Ein einzelnes Tischmikrofon bildet das nicht ab, weil sein Abstand zur sprechenden Person plötzlich mehrere Meter beträgt.
Wir setzen deshalb auf eine Abdeckung, die die genutzte Fläche insgesamt erfasst statt nur die Tischmitte, und ergänzen bei Bedarf ein drahtloses Mikrofon für die moderierende Person. Wichtig ist dabei, dass niemand Geräte verteilen oder einsammeln muss.
- ✓Aufnahmebereich an der tatsächlich genutzten Fläche ausgerichtet
- ✓Drahtloses Mikrofon für Moderation, fest im Raum verbleibend
Was zugeschaltete Beteiligte tatsächlich sehen sollen
Bei Projektarbeit liegt der Inhalt selten nur im geteilten Bildschirm. Er hängt an der Wand, steht auf einem Flipchart oder liegt als Ausdruck auf dem Tisch. Wer nur eine Frontalkamera hat, schließt die zugeschalteten Beteiligten von genau diesem Teil aus.
Eine zweite Kamera, ausgerichtet auf die Arbeitsfläche, verändert die Beteiligung spürbar. Zusammen mit einem zweiten Bildschirm im Raum sehen alle gleichzeitig die Runde und den Inhalt, ohne dass ständig umgeschaltet werden muss.
- ✓Zusatzkamera auf Whiteboard, Pinnwand oder Materialtisch
- ✓Zweiter Bildschirm für Inhalt und Teilnehmerbild nebeneinander
Der Altbau gibt die Montagepunkte vor
Stuckdecken, Deckenrosetten und Profilleisten sind in Schwabinger Etagenbüros die Regel. Eine Deckenmontage von Mikrofonen oder Kameras scheidet dort meist aus – teils aus Rücksicht auf die Substanz, teils weil der Mietvertrag oder der Denkmalschutz Eingriffe einschränkt.
Wir verlegen die Technik deshalb nach unten: in den Konferenztisch, an ein schlankes Bodenstativ oder an eine Wandfläche ohne Zierelemente. Ist ein Eingriff unvermeidbar, klären wir das vorher mit Ihnen und der Eigentümerseite, bei geschützten Bauteilen zusätzlich mit der zuständigen Behörde.
- ✓Montage ausschließlich an unkritischen Flächen
- ✓Kabelführung im Möbel statt Aufputzkanal über der Zierdecke
Hall in hohen Räumen dämpfen, ohne die Optik zu ruinieren
Vier Meter Deckenhöhe, glatte Wände und ein Holzboden ergeben einen Raum, der für zugeschaltete Ohren anstrengend klingt. Die Ursache liegt nicht an der Technik, sondern an den Reflexionen, die jedes Mikrofon zwangsläufig mit aufnimmt.
In gestalteten Büros ist das lösbar, ohne die Wirkung des Raums zu verlieren: ein großer Teppich, textile Vorhänge an der Fensterfront, Regale mit unebener Front und Absorber an einer einzelnen Rückwand reichen häufig. Die Umsetzung stimmen wir mit Ihrem Innenausbau ab.
- ✓Teppich und Vorhänge als erste, unauffällige Maßnahme
- ✓Absorber auf eine einzelne Wandfläche konzentriert
Wechselnde Teams, gleichbleibende Bedienung
Bei hoher Fluktuation und viel Projektarbeit mit Freien betritt fast wöchentlich jemand den Raum zum ersten Mal. Ein Raum, dessen Bedienung erklärt werden muss, kostet dann dauerhaft Zeit und wird umgangen.
Der Maßstab ist deshalb einfach: Der nächste Termin ist beim Betreten sichtbar und mit einem Tippen gestartet. Zusätzlich bleibt der Weg über das eigene Notebook per Tischanschluss offen, damit auch Gäste ohne Zugang zu Ihrer Umgebung präsentieren können.
- ✓Terminübersicht direkt am Bediengerät im Raum
- ✓Ein Anschluss am Tisch für Bild, Ton und Stromversorgung
Häufige Fragen
Nein, es verändert nur die Planung. Bei Mehrfachnutzung vermeiden wir Aufbauten, die im Weg stehen oder täglich verschoben werden.
Ja. Wir richten neben dem Raumkonto immer einen zweiten Weg ein: ein Kabel am Tisch und eine drahtlose Übertragung für Gäste.
Das hängt an Lage und Fenster. In den ruhigen Seitenstraßen Schwabings ist es unkritisch, an den großen Achsen hören zugeschaltete Personen den Verkehr deutlich, sobald gelüftet wird.
Bei regelmäßiger hybrider Arbeit ja.
Wir, sofern Sie die Betreuung mit beauftragen. Raumsysteme bekommen regelmäßig neue Firmware, und Plattformbetreiber ändern Funktionen ohne Rücksprache.
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