Patientendaten gehören nicht auf jeden Bildschirm
Praxen und Therapiepraxen in Haidhausen arbeiten in kleinen Teams ohne eigenen IT-Verantwortlichen. Wir sichern das Praxisverwaltungssystem, die Arbeitsplätze und die Sicherung so ab, dass der Betrieb davon möglichst wenig merkt.
Haidhausen liegt rund 6 km östlich unseres Sitzes. Prägend sind Arzt- und Zahnarztpraxen, Therapie- und Gesundheitsberufe sowie kleine Kreativdienstleister. Die typische Praxis hat drei bis zwölf Beschäftigte, ein Praxisverwaltungssystem im Mittelpunkt und keine Person, die sich hauptberuflich um IT kümmert. Gleichzeitig werden hier Gesundheitsdaten verarbeitet, also besondere Kategorien personenbezogener Daten mit entsprechend hohen Anforderungen. Unsere Arbeit setzt genau dort an: wirksamer Schutz mit wenig Bedienaufwand, abgestimmt auf die Vorgaben des Systemherstellers.

Rollen statt Sammelanmeldung
Behandlung, Abrechnung und Empfang erhalten eigene Anmeldungen mit unterschiedlichem Umfang, damit Zugriffe einer Person zuordenbar bleiben.
Empfang im Blick
Bildschirme am Anmeldetresen werden mit Blickschutz versehen und sperren nach kurzer Zeit, damit wartende Patienten keine Daten mitlesen.
Sicherung mit Nachweis
Die Sicherung des Praxisverwaltungssystems wird überwacht und regelmäßig zurückgespielt, statt nur als laufender Auftrag zu gelten.
Abstimmung mit dem Hersteller
Änderungen an Netz und Endgeräten stimmen wir auf die Freigaben Ihres Systemanbieters ab, damit die Unterstützung erhalten bleibt.
Das Praxisverwaltungssystem als Mittelpunkt der Absicherung
In einer Praxis laufen Termine, Befunde, Abrechnung und Dokumentation in einem System zusammen. Fällt es aus, steht der Betrieb; werden seine Daten abgegriffen, ist der Schaden erheblich. Zugleich ist es das System, an dem am wenigsten frei verändert werden darf, weil der Hersteller Vorgaben zu Betriebssystem, Netz und Zusatzsoftware macht.
Wir arbeiten deshalb entlang dieser Vorgaben. Der Server oder Hauptrechner erhält ein eigenes Segment, erreichbar nur von den Arbeitsplätzen, die ihn brauchen. Fernwartungszugänge des Herstellers werden benannt, begrenzt und protokolliert statt dauerhaft offen gehalten.
- ✓Eigenes Netzsegment für den Praxisserver
- ✓Zugriff nur von den tatsächlich benötigten Arbeitsplätzen
- ✓Benannte und befristete Fernwartungszugänge des Herstellers
- ✓Beschränkung der Behandlungsrechner auf ihre Aufgabe
Wer darf was sehen: Zugriffe im kleinen Team
In kleinen Praxen ist es verbreitet, dass alle mit derselben Anmeldung arbeiten, weil es schneller geht. Damit lässt sich jedoch kein Zugriff mehr einer Person zuordnen, und eine Rückfrage nach einer unbefugten Einsicht bleibt unbeantwortbar.
Wir richten persönliche Anmeldungen ein und legen Rollen an: Behandlung, Abrechnung, Empfang, Praxisleitung. Der Umfang unterscheidet sich, etwa beim Zugriff auf vollständige Befunde oder auf Abrechnungsdaten. Damit der Alltag nicht leidet, setzen wir auf kurze Anmeldewege, zum Beispiel per Karte oder Kennung, und auf Bildschirme, die sich nach kurzer Untätigkeit selbst sperren.
- ✓Persönliche Anmeldung für jede beschäftigte Person
- ✓Rollen für Behandlung, Abrechnung, Empfang und Leitung
- ✓Schnelle Anmeldung per Karte oder Kennung
- ✓Automatische Sperre nach kurzer Untätigkeit
Der Empfangsbereich als offene Flanke
Am Anmeldetresen treffen Patientendaten und Publikumsverkehr direkt aufeinander. Ein aufgeklappter Terminplan mit Namen, ein Bildschirm mit einer geöffneten Akte, ein Ausdruck, der auf dem Drucker liegen bleibt: Das sind die Einsichtsmöglichkeiten, die im Praxisalltag tatsächlich vorkommen.
Wir statten publikumsnahe Bildschirme mit Blickschutzfolie aus, richten sehr kurze Sperrzeiten ein und verlagern Druckausgaben in einen nicht einsehbaren Bereich oder geben sie erst nach Anmeldung am Gerät frei. Zusätzlich prüfen wir die Aufstellung: Häufig genügt ein anderer Winkel des Monitors, um das Problem zu beheben.
- ✓Blickschutz an allen publikumsnahen Bildschirmen
- ✓Sehr kurze Sperrzeiten am Empfangsarbeitsplatz
- ✓Druckausgabe außerhalb des Wartebereichs
- ✓Ausgabe sensibler Dokumente erst nach Anmeldung am Drucker
Wenn das System steht: Wiederanlauf ohne Improvisation
Ein Ausfall trifft eine Praxis unmittelbar, weil Patienten im Wartezimmer sitzen. Wir legen daher vorab fest, wie ein Vormittag ohne System abläuft: welche Unterlagen in Papierform bereitliegen, welche Termine verschoben werden und wer informiert wird.
Technisch sichern wir das Praxisverwaltungssystem mehrfach, mit mindestens einer unveränderlichen Kopie außerhalb des Praxisnetzes. Die Sicherung wird überwacht, sodass ein Fehlschlag auffällt, und in vereinbarten Abständen testweise zurückgespielt. Erst dieser Test macht aus einer laufenden Sicherung eine belastbare Vorsorge.
- ✓Schriftlicher Ablauf für den Praxisbetrieb ohne System
- ✓Mehrfache Sicherung mit unveränderlicher Kopie außerhalb der Praxis
- ✓Überwachung der Sicherung mit Meldung bei Fehlschlag
- ✓Testweise Rückspielung in vereinbarten Abständen
Gesundheitsdaten, DSGVO und NIS2 nüchtern betrachtet
Gesundheitsdaten sind besondere Kategorien personenbezogener Daten. Daraus folgen erhöhte Anforderungen an Zugriffsbeschränkung, Verschlüsselung, Protokollierung und Löschkonzepte. Hinzu kommen die ärztliche Schweigepflicht und die Vorgaben Ihrer Standesorganisation.
Die NIS2-Umsetzung betrifft Einzelpraxen in der Regel nicht unmittelbar, für größere Einrichtungen im Gesundheitswesen kann das anders sein. Wir übernehmen die technisch-organisatorische Umsetzung und dokumentieren sie so, dass sie einer Nachfrage standhält. Die rechtliche Beurteilung Ihrer Pflichten obliegt Ihrem Datenschutzbeauftragten oder Ihrer Rechtsberatung; unsere Leistung ersetzt keine Rechtsberatung, und Zertifizierungen behaupten wir nicht.
- ✓Zugriffsbeschränkung und Protokollierung für Patientendaten
- ✓Verschlüsselung der Endgeräte und der Sicherungskopien
- ✓Technische Unterstützung von Lösch- und Aufbewahrungsfristen
- ✓Dokumentation der umgesetzten Maßnahmen für Ihre Unterlagen
Häufige Fragen
Ja, weil sich Zugriffe damit keiner Person zuordnen lassen und Rechte nicht abgestuft werden können. Wir stellen auf persönliche Anmeldungen um und machen den Wechsel schnell, etwa per Karte oder kurzer Kennung.
Nur im Rahmen dessen, was Ihr Systemanbieter freigibt. Wir stimmen Änderungen an Netz, Betriebssystem und Zusatzsoftware vorab mit dem Hersteller ab, damit Unterstützung und Gewährleistung erhalten bleiben.
Mit Blickschutzfolien, einer veränderten Aufstellung des Monitors und sehr kurzen automatischen Sperrzeiten. Zusätzlich verlegen wir Druckausgaben aus dem einsehbaren Bereich oder geben sie erst nach Anmeldung am Gerät frei.
Betroffene Geräte vom Netz nehmen, aber nicht ausschalten, und uns umgehend informieren. Wir grenzen ein, welche Systeme betroffen sind, sperren Zugänge und sichern Spuren, bevor wir wiederherstellen.
Der überwiegende Teil läuft im Hintergrund: Überwachung, Aktualisierungen, Prüfung der Sicherung. Vor Ort sind wir zur Einrichtung sowie für vereinbarte Begehungen. Haidhausen liegt rund 6 km von unserem Standort entfernt, kurzfristige Einsätze sind daher meist am selben Arbeitstag möglich, abhängig von der Verkehrslage.
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