Mandatskorrespondenz, die auch nach vielen Jahren belegbar bleibt
Für Kanzleien, Steuerberatung und Vermögensverwaltung im Arabellapark und Umfeld: unveränderbare Ablage, streng abgestufte Einsicht und eine Recherche, die den Vorgang findet, ohne den Bestand zu öffnen.
Bogenhausen liegt rund 6 km von unserem Sitz entfernt. Rechts- und steuerberatende Berufe, Vermögensverwaltung und Facharztpraxen prägen den Bezirk, dazu größere Büroeinheiten im Arabellapark. Elektronische Post ist hier zugleich Träger hochvertraulicher Mandanteninformationen und Nachweis über weit zurückreichende Beratungsverläufe. Wir bauen dafür die technische Seite und erbringen keine Rechts- oder Steuerberatung.

Einsicht eng begrenzt
Berufsträger sehen ihre Mandate, nicht die der Kollegen. Übergreifende Suche ist an ein vereinbartes Verfahren gebunden.
Lange Zeiträume tragfähig
Der Bestand wird so angelegt, dass er auch nach mehreren Systemwechseln lesbar und geschlossen exportierbar bleibt.
Ihre Fristenvorgabe zählt
Wir konfigurieren, was Ihre eigene fachliche Festlegung vorgibt, und legen die Konfiguration prüfbar offen.
Diskrete Einrichtung
Für die Arbeit an Strukturen und Berechtigungen benötigen wir keinerlei Einsicht in Mandatsinhalte.
Warum die Dauer hier zum eigentlichen Problem wird
In den meisten Betrieben ist die Frage, ob eine Nachricht in fünf Jahren noch auffindbar ist, theoretischer Natur. In Bogenhausener Kanzleien ist sie Alltag. Mandate laufen über lange Zeiträume, Nachfragen zu abgeschlossenen Vorgängen kommen Jahre später, und Haftungsfragen entstehen häufig genau dann, wenn niemand mehr im Haus ist, der den Vorgang aus dem Gedächtnis kennt.
Ein Archiv muss deshalb nicht nur speichern, sondern über die gesamte Dauer lesbar bleiben – über Plattformwechsel, Anbieterwechsel und Formatwechsel hinweg. Wir bewerten jede Variante vorab danach, in welcher Form sich der Bestand geschlossen und vollständig ausgeben lässt, und dokumentieren dieses Verfahren schriftlich.
- ✓Bewertung der Exportfähigkeit vor jeder Festlegung
- ✓Bestandsführung unabhängig vom eingesetzten Mailsystem
- ✓Schriftliche Beschreibung des Ausgabeverfahrens
- ✓Regelmäßige Lesbarkeitsprüfung übernommener Altbestände
Vertraulichkeit im Archiv ist strenger als im Postfach
Ein Archiv führt zusammen, was im Alltag getrennt liegt: die Korrespondenz aller Berufsträger, aller Mandate, aller Jahre in einem durchsuchbaren Bestand. Diese Bündelung ist der eigentliche Nutzen – und zugleich das Risiko, das ein Haus mit Verschwiegenheitspflichten sorgfältig einhegen muss.
Wir bilden die Zugriffsstruktur deshalb entlang Ihrer Mandats- und Dezernatszuschnitte ab. Ein Berufsträger sieht seine eigene Korrespondenz. Sekretariate erhalten Einsicht nur in den Bereich, den sie ohnehin bearbeiten. Eine Recherche über alle Bestände hinweg ist an eine sehr kleine, namentlich benannte Gruppe gebunden und läuft nach einem vorab schriftlich vereinbarten Verfahren ab.
- ✓Zugriffsstruktur entlang von Dezernaten und Mandatszuschnitten
- ✓Getrennte Rechte für Berufsträger und Sekretariate
- ✓Übergreifende Recherche nur nach schriftlich vereinbartem Verfahren
- ✓Zugriffsprotokoll, das auch Berechtigte nicht ändern können
Was wir konfigurieren – und was Ihre fachliche Festlegung ist
Hier ist eine klare Grenze nötig. Ob eine bestimmte Nachricht einen Handelsbrief, einen Buchungsbeleg oder Mandantenkommunikation mit eigener Aufbewahrungslogik darstellt, entscheidet nicht der Dienstleister. In einem Haus, das selbst steuerlich berät, liegt diese Kompetenz ohnehin im Haus.
Wir bitten Sie daher um eine schriftliche Festlegung: welche Nachrichtenkategorien Sie unterscheiden, welche Aufbewahrungsdauer Sie jeweils ansetzen und wer eine Abweichung genehmigen darf. Diese Festlegung übersetzen wir in Regeln, zeigen ihre Wirkung an Beispielbeständen und dokumentieren die Konfiguration so, dass ein Dritter sie gegen Ihre Vorgabe prüfen kann.
- ✓Schriftliche Festlegung der Kategorien durch Ihr Haus
- ✓Übersetzung der Festlegung in technische Regeln
- ✓Regelwirkung vorab an Musterbeständen gezeigt
- ✓Konfigurationsdokumentation zur Prüfung durch Dritte
Sperren, wenn ein Verfahren läuft
Ein Löschkonzept, das stur nach Ablaufdatum arbeitet, kann in einem beratenden Haus erheblichen Schaden anrichten. Sobald ein Vorgang streitig wird oder eine Auseinandersetzung absehbar ist, dürfen die betroffenen Nachrichten nicht durch die reguläre Regel entfernt werden.
Wir richten dafür eine gezielte Sperre ein, die sich auf einen abgegrenzten Bestand legen lässt – nach Mandat, nach Zeitraum, nach beteiligten Adressen. Solange die Sperre gilt, setzt sie die reguläre Frist aus, und ihr Setzen wie ihr Aufheben wird protokolliert.
- ✓Gezielte Löschsperre nach Mandat, Zeitraum oder Adressen
- ✓Aussetzung der regulären Frist für die Dauer der Sperre
- ✓Setzen und Aufheben der Sperre werden festgehalten
- ✓Export als geschlossener Satz mit technischen Kopfdaten
Wie wir in Bogenhausen arbeiten
Die Entfernung von unserem Sitz beträgt rund 6 km; Termine legen wir in Randzeiten, wenn Mandantenverkehr das nahelegt. Die technische Aufnahme erfolgt an Strukturen, Postfachlisten und Berechtigungen – Einsicht in Mandatsinhalte benötigen wir dafür nicht und nehmen sie auch nicht.
Die Einrichtung der laufenden Erfassung erfolgt zuerst, damit ab diesem Tag nichts mehr verlorengeht. Die Übernahme vorhandener Altbestände planen wir anschließend gesondert, weil hier fast immer mehr Quellen auftauchen als zunächst angenommen.
- ✓Aufnahme ohne Einsicht in Mandats- oder Patienteninhalte
- ✓Termine in Randzeiten bei laufendem Mandantenverkehr
- ✓Erst laufende Erfassung, danach die Altbestände
- ✓Dokumentation in prüfbarer, nicht technischer Sprache
Häufige Fragen
Nein. Unsere Arbeitsgrundlage sind Postfachlisten, Gruppen, Regeln und Rechtezuweisungen. Der Inhalt der Nachrichten muss dafür nicht bekannt sein. Erscheint eine Einsicht im Einzelfall doch unumgänglich, kündigen wir das vorab an und suchen gemeinsam eine Alternative.
Ihr Haus, schriftlich: die Nachrichtenkategorien, die jeweils angesetzte Dauer und die Person, die Abweichungen genehmigt. Wir übersetzen das in Regeln und dokumentieren die Konfiguration prüfbar. Welche Dauer verbindlich ist, sagen wir Ihnen nicht.
Dann legen wir eine gezielte Sperre auf den betroffenen Bestand, abgegrenzt nach Mandat, Zeitraum oder beteiligten Adressen. Sie setzt die reguläre Frist aus, bis sie aufgehoben wird. Setzen und Aufheben der Sperre werden festgehalten.
Das prüfen wir vor der Entscheidung für eine Variante. Maßgeblich ist, in welchem Format sich der Bestand geschlossen ausgeben lässt. Bei sehr langen Aufbewahrungszeiträumen spricht dieser Punkt häufig für ein eigenständiges Archiv.
Nur in dem Bereich, den sie ohnehin bearbeiten. Die Zugriffsstruktur folgt Ihren Dezernats- und Mandatszuschnitten. Eine Suche über alle Bestände hinweg ist an eine kleine, benannte Gruppe gebunden und wird vollständig protokolliert.
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