Große Dateien, enge Zeitfenster
Ein Planungsbüro verliert bei einem Ausfall nicht nur Stunden, sondern womöglich einen Modellstand, an dem mehrere Personen gleichzeitig gearbeitet haben. Genau darauf legen wir die Absicherung aus.
Die Maxvorstadt liegt rund 3 km von unserem Sitz entfernt und ist geprägt vom Hochschulumfeld, von Verlagen, Kanzleien sowie Planungs- und Architekturbüros. Für die Ausfallsicherheit ist die Dateigröße der bestimmende Faktor. Ein Gebäudemodell, ein Satz Ausführungspläne oder eine Druckvorstufe umfasst schnell mehrere Gigabyte, ändert sich täglich und wird von mehreren Personen parallel bearbeitet. Solche Bestände lassen sich nicht beliebig oft vollständig sichern und im Störungsfall nicht in Minuten zurückspielen. Wer hier Wiederanlaufzeiten festlegt, ohne die Übertragungsdauer nachgerechnet zu haben, plant an der Wirklichkeit vorbei.

Rückspieldauer vorher messen
Wir rechnen nicht mit Annahmen, sondern spielen einen echten Projektbestand zurück und messen, wie lange es tatsächlich dauert.
Lizenzserver als kritischer Punkt
Steht die Lizenzvergabe, arbeitet niemand mehr, obwohl alle Rechner laufen. Diesen Dienst behandeln wir mit eigener Vorgabe.
Modellstände statt Dateiversionen
Wir sichern in Abständen, die zum Arbeitsrhythmus passen, damit im Ernstfall ein abgestimmter Stand zurückkommt und kein Zwischenzustand.
Wechselnde Hilfskräfte einkalkuliert
Wo Studierende und Praktikanten regelmäßig wechseln, darf Wiederanlaufwissen nicht an einzelnen Personen hängen.
Datenmenge als eigentliche Planungsgröße
In den meisten Konzepten steht die Frage im Vordergrund, wie schnell ein System wieder läuft. In Planungsbüros ist die entscheidende Frage eine andere: Wie lange dauert es, bis die Daten wieder da sind? Ein Server ist in einer Stunde ersetzt, die Rückübertragung von mehreren Terabyte Projektbestand kann deutlich länger dauern.
Wir messen deshalb im Rahmen der Bestandsaufnahme, mit welcher Geschwindigkeit sich Ihr tatsächlicher Bestand zurückspielen lässt, und rechnen daraus die realistische Wiederanlaufzeit. Erst diese Zahl wird zur Vorgabe, nicht der Wunsch aus der ersten Besprechung.
- ✓Messung der realen Rückspielgeschwindigkeit mit echten Daten
- ✓Getrennte Behandlung aktiver und abgeschlossener Projekte
- ✓Schnelle lokale Rückfallebene für laufende Vorhaben
- ✓Ableitung der Wiederanlaufzeit aus Messung statt Annahme
Lizenzvergabe und Anwendungsabhängigkeiten
Planungs-, Berechnungs- und Layoutsoftware wird häufig über einen Lizenzdienst im Haus zugeteilt. Fällt dieser Dienst aus, lassen sich die Anwendungen nicht mehr starten, auch wenn Arbeitsplätze, Netz und Ablage vollständig in Ordnung sind. Dieser Zusammenhang wird in Ausfallkonzepten regelmäßig übersehen, weil der Dienst selbst unscheinbar ist.
Wir behandeln die Lizenzvergabe deshalb als eigenständiges kritisches System mit eigener Vorgabe für den Wiederanlauf. Dazu klären wir mit den Herstellern, ob die Lizenz an eine Maschinenkennung gebunden ist und wie ein Umzug auf Ersatzhardware abläuft. Diese Antwort will man nicht am Tag des Ausfalls suchen.
- ✓Lizenzdienst als eigenständiges kritisches System eingestuft
- ✓Vorab geklärte Übertragung von Lizenzen auf Ersatzhardware
- ✓Nutzung herstellerseitig vorgesehener Überbrückungszeiten
- ✓Dokumentierte Ansprechpartner bei den Softwareanbietern
Mehrere Personen an einem Modell
Wenn drei oder vier Personen gleichzeitig an einem Gebäudemodell arbeiten, entsteht der Projektstand aus zusammengeführten Teilarbeiten. Ein Rückfall auf einen Sicherungspunkt bedeutet dann nicht, dass eine Person Arbeit verliert, sondern dass ein abgestimmter Zwischenstand aufgelöst wird und die Zusammenführung erneut abgestimmt werden muss.
Wir richten die Sicherungszeitpunkte deshalb am Arbeitsrhythmus aus. Ein Sicherungspunkt nach der abendlichen Zusammenführung ist im Ernstfall deutlich mehr wert als drei über den Tag verteilte, die jeweils einen halb fertigen Zustand festhalten.
- ✓Sicherungspunkte am Arbeits- und Abstimmungsrhythmus ausgerichtet
- ✓Rücksprache mit der Projektleitung über sinnvolle Zeitpunkte
- ✓Vermeidung ausschließlich lokal gehaltener Teilarbeiten
- ✓Prüfung, ob der Sicherungslauf im verfügbaren Zeitfenster bleibt
Wissen unabhängig von einzelnen Personen halten
Im Hochschulumfeld arbeiten viele Büros mit studentischen Hilfskräften, die nach ein bis zwei Semestern wechseln. Häufig hat genau eine dieser Personen den Plotter eingerichtet, die Vorlagenstruktur angelegt oder weiß, wie ein bestimmtes Berechnungswerkzeug lizenziert ist.
Für die Ausfallsicherheit ist das ein reales Risiko, denn Wiederanlauf ist zu einem erheblichen Teil Wissensarbeit. Wir halten deshalb die Reihenfolge des Wiederanlaufs, die Zugangsdaten zu Anbieterportalen und die Abhängigkeiten zwischen Anwendungen schriftlich fest, und zwar außerhalb der Systeme, die ausfallen könnten.
- ✓Schriftliche Reihenfolge des Wiederanlaufs außerhalb der Systeme
- ✓Übersicht über Abhängigkeiten zwischen Fachanwendungen
- ✓Notfallzugang auf benannte Personen begrenzt und protokolliert
- ✓Übergaberoutine beim Wechsel von Hilfskräften
Angemessene Ausbaustufe für ein Planungsbüro
Ein Verbund mit automatischer Übernahme ist in Büros dieser Größe selten wirtschaftlich. Der spürbare Gewinn entsteht früher: durch getrennten Speicher für aktive Projekte, eine ausgelagerte Kopie außerhalb des Hauses, eine geprüfte Rückspielgeschwindigkeit und die Absicherung des Lizenzdienstes.
Damit sind die häufigen Fälle abgedeckt. Für den seltenen Totalverlust des Standorts bleibt der geordnete Wiederaufbau über die ausgelagerte Kopie, mit einer Dauer, die Sie kennen, weil sie gemessen wurde.
Häufige Fragen
Das lässt sich nur messen, nicht schätzen. Wir spielen im Rahmen der Bestandsaufnahme einen echten Projektbestand zurück und ermitteln die tatsächliche Dauer über Ihre vorhandene Anbindung und Ihren Speicher.
Dann lassen sich die betroffenen Anwendungen meist nicht mehr starten, selbst wenn sonst alles läuft. Wir klären vorab mit den Herstellern, wie Lizenzen auf Ersatzhardware übertragen werden und ob eine zeitlich begrenzte Weiterarbeit ohne erreichbaren Dienst vorgesehen ist, und richten das entsprechend ein.
Nur, wenn der Ausfall eines einzelnen Geräts Ihr wahrscheinlichstes Schadensbild ist und die Datenmenge auf beiden Geräten vorgehalten werden kann. Häufig bringt getrennter Speicher für aktive Projekte plus ausgelagerte Kopie mehr Sicherheit pro eingesetztem Euro als ein zweites komplettes Gerät.
Wichtiger als die Häufigkeit ist der Zeitpunkt. Ein Sicherungspunkt nach der Zusammenführung der Teilarbeiten liefert im Ernstfall einen abgestimmten Stand, während viele Punkte über den Tag oft nur unfertige Zwischenzustände festhalten. Wir stimmen die Zeitpunkte mit der Projektleitung ab.
Die Reihenfolge des Wiederanlaufs, die Abhängigkeiten zwischen den Fachanwendungen, Ansprechpartner bei den Softwareanbietern und ein Zugang zu den Kennwörtern, der unabhängig von den ausgefallenen Systemen funktioniert. Die Unterlagen müssen auch ohne uns lesbar und anwendbar sein.
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